Bild: © Frédéric Batier/X Filme 2017

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Diese Folgen "Babylon Berlin" heben die Serie endlich auf ein neues Level

04.11.2017, 12:12 · Aktualisiert: 18.11.2017, 14:28

Die zweite Staffel startet stark.

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

Die Folgen kurz umrissen

  • Helga, Gereon Raths Geliebte und Witwe seines Bruders, kommt mit Sohn Moritz in Berlin an.
  • Fünfzehn Leichen der Roten Festung werden im Wald entdeckt – aber Kadakow fehlt.
  • Stefan Jänicke kommt einer Verschwörung auf die Spur, und bezahlt dafür mit seinem Leben.

Damit punkten die Folgen

Gereon Rath wird dank Helga um einiges menschlicher – erstaunlicherweise kann er sogar ehrlich lachen. Auch Charlotte Richter zeigt nach dem Tod ihrer Mutter eine weiche und verletzliche Seite, die wir bisher noch nicht gesehen haben. So werden die beiden Hauptfiguren um einiges zugänglicher.

Kommissar Bruno Wolter wandert unterdessen weiter auf Messers Schneide zwischen Freund und Verräter.

Die Folgen greifen Handlungsstränge und auch Motive aus der ersten Staffel auf und heben beide auf ein neues Level – insgesamt ein sehr gelungener Start für Stafel zwei, mit einem fetten Cliffhanger am Ende, als Gereon Raths sympathischer Assistent Stefan Jänicke erschossen wird – dabei war er doch grade auf einer heißen Spur in Sachen Gold-Zug.

Spotlight 1: Gereon Rath

Der Kommissar war von Beginn der Serie an ein großer Schweiger. In betrunkenem Zustand sah man ihn zwar auch mal lachen oder tanzen, aber Wärme strahlte der Neu-Berliner kaum aus. Nur in den Briefen an Helga ließ er den Zuschauer ein bisschen tiefer blicken. Dass die Witwe seines Bruders, der offiziell für tot erklärt wurde, jetzt auch tatsächlich zu sehen ist, Gereon Lächeln und Freude abringt, ihn dazu bringt Bruno um Hilfe zu fragen.

Das gibt dem Protagonisten emotionale Fallhöhe. Dazu hat Rath einen neuen Gegenspieler, den Schnurrbart-tragenden Kollegen Böhm von der Mordkommission, dem es so gar nicht passt, dass Rath im Fall der fünfzehn Leichen der Roten Festung mitermitteln soll. Das wird spannend!

Hier kannst du Babylon Berlin gucken:

Babylon Berlin auf Sky gucken

Die Serie läuft ab 13. Oktober auf Sky. Das Sky Entertainment Ticket kostet im ersten Monat nur 1 Euro, danach 9,99 Euro, und ist flexibel monatlich kündbar.

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Spotlight 2: Charlotte Richter

Der Tod ihrer Mutter und die darauffolgende Eskalation im Hinterhause Ritter sind selbst für die toughe Charlotte zu viel. Sie kämpft für eine ordentliche Bestattung für die Mutter, spioniert nebenher noch im Moka Efti, sitzt morgens völlig übermüdet im Polizeipräsidium, um mit Gereon die gewonnenen Informationen zu teilen. Am Abendessenstisch bei Jänickes bricht sie in Tränen aus – diese andere Seite der sonst so pragmatischen jungen Frau schafft Sympathie.

© Frédéric Batier/X Filme 2017
© Frédéric Batier/X Filme 2017
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© Frédéric Batier/X Filme 2017
© Frédéric Batier/X Filme 2017
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Spotlight 3: Bruno Wolter

Bruno Wolter mustert sich immer mehr zu ambivalentesten Figur der Serie. Er hilft zwar sowohl Gereon als auch Charlotte, plottet aber auch mit den Gegenspielern Nyssen und Wendt, um den Zug voll Gold zurück nach Russland zu bringen. Als Mensch mag man ihn, aber seine politischen Einstellungen und Machenschaften sind höchst bedenklich – das verspricht, noch viel interessanter zu werden.

Wiederkehrende Motive, neue Tiefe

Mitunter ist es immer noch schwierig, bei all den Handlungssträngen und Figuren Schritt zu halten. Insgesamt fällt die Orientierung nach einer kompletten Staffel aber wesentlich leichter – ähnlich wie bei "Game of Thrones", wenn man sich nach zehn Stunden Wirrwarr an den Kopf greift und fragt, wie man jemals Jon Snow und Robb Stark jemals verwechseln konnte kann man jetzt jede Figur zumindest in ein Lager einordnen, wenn einem auch nicht immer direkt der dazugehörige Name einfällt.

Diese Orientierung erlaubt, Szenen mit wiederkehrender Aufmachung und Ästhetik wie in Staffel Eins inhaltlich komplizierte zu gestalten und der Stimmung eine neue Doppeldeutigkeit und Tiefe zu geben. Da ist zum Beispiel die Szene im Moka Efti, die mit einem komplett ausgespielten Song und sorgsamer Choreografie stark an die ersten beiden Folgen erinnert, aber durch ein konspiratives Treffen in Sachen Gold-Zug, das Charlotte mithört, ein politische Dimension bekommt.

Die Leichtigkeit, in der vergleichbaren Szene in Staffel eins allumfassend, wird hier mit Bedeutungsschwere und einem Hauch von Gefahr kontrastiert.

Schock am Ende: Stefan Jänicke

Es wäre einfach zu einfach gewesen, wenn Stefan Jänicke, Sohn taubstummer Eltern, dank Lippenlesen durchs Fernglas dem Plot der Herren Nyssen (entmächtigter Ekel-Erbe, frisch aus dem Gefängnis entlassen), Wendt (Gesandter des Reichspräsidenten ohne jegliche Skrupel) und Wolter (ja, genau, Bruno Wolter) auf die Spur kommt und so die Auflösung des Falls entscheidend vorantreibt. Stattdessen wird er auf einem nächtlichen Bahnhofaußerhalb von Berlin, über den der Gold-Zug zurück nach Russland kommen soll, von einem bisher unbekannten in dunklem Mantel erschossen.

Am Ende war das vielleicht sogar Wolter? So oder so – der bisher stärkste Cliffhanger der Serie.


Grün

Offizieller US-Bericht widersetzt sich Trump: Der Klimawandel ist real

04.11.2017, 12:03 · Aktualisiert: 04.11.2017, 12:03

Ihr könnt euch die Reaktion aus dem weißen Haus denken.

Das Weiße Haus wird von einem Skeptiker des Klimawandels regiert. Donald Trump glaubt nicht an die globale Erderwärmung – und er glaubt erst recht nicht, dass Menschen daran schuld seien sollen. 

Nun kam der neue US-Klimabericht heraus. Und die von Trump beauftragten Wissenschafter stellen sich klar gegen ihren Chef.

Der Bericht wurde von Hunderten Wissenschaftlern aus 13 US-Bundesbehörden gemeinsam verfasst. Sie sehen den vom Menschen verursachten Klimawandel als klare Sache an. (Hier kannst du den Bericht einsehen)