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9 Filme, die trotz kleinem Budget alle großen Blockbuster alt aussehen lassen

08.01.2017, 12:57

Hohe Produktionskosten = guter Film? Im Gegenteil! Es gibt unzählige Filme, die mit extrem niedrigen Budgets gedreht wurden und trotzdem weltweit erfolgreich waren. Denn günstig muss nicht gleich schlecht bedeuten. Oft kann es sogar ein Vorteil sein, dass ein Hollywood-Studio nicht um seine hohen Investition fürchtet und den Filmemachern in ihre Arbeit hineinredet. Einige der Filme, die wir euch vorstellen, wurden sogar erst mit Hilfe von Crowdfunding möglich. Los geht's:

Veronica Mars

Drei Staffeln lang lief im Fernsehen die Serie über eine Schülerin (Kristen Bell), die als Privatdetektivin eine Kleinstadt aufmischt. Dann zog der US-Sender wegen schlechter Quoten den Stecker. Sechs Jahre später ließ Kristen Bell verkünden, dass über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld für einen "Veronica Mars"-Film gesammelt wird. Innerhalb von zwei Tagen war ihr Ziel von zwei Millionen Dollar schon erreicht und insgesamt kamen über 5,7 Millionen Dollar von über 91.000 Unterstützern weltweit zusammen. Die "Veronica Mars" Kickstarter-Kampagne ist somit eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Initiativen überhaupt.

Wish I was Here

"Wish I Was Here" ist das zweite Filmprojekt von Scrubs-Hauptdarsteller Zach Braff, zehn Jahre nach seinem Erfolg "Garden State". Der Film handelt von einem Familienvater, der versucht, die Höhen und Tiefen des Lebens zu meistern. Um sich keiner Hollywood-Studio-Produktion unterwerfen zu müssen, sammelte der Filmemacher vorab Geld durch Kickstarter. Nach nur zwei Tagen waren es schon 1,7 Millionen Dollar. Insgesamt kamen am Ende 3,1 Millionen Dollar zusammen.

Iron Sky

Nicht gerade Low-Budget, dafür aber zum Teil crowdfinanziert, ist der aberwitzige B-Movie über Nazis, die seit Ende des zweiten Weltkriegs auf der Rückseite des Monds leben. Der finnische Regisseur Timo Vuorensola ließ die sich abzeichnende Finanzierungslücke über 1,5 Millionen Dollar durch Crowdfunding schließen – und ermöglichte den Fans sogar, Ideen einzubringen. So hatte "Iron Sky" nicht nur vor seinem Start schon einen große Fangemeinde, der Film fand auch durch die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne viel Medienbeachtung.

Beasts of the Southern Wild

Der mit Laiendarsteller besetzte und nur 1,3 Millionen Dollar teure Low-Budget-Film war der Überraschungserfolg aus dem Jahr 2012. Aus dem Stand gewann er den Hauptpreis des Sundance Film Festivals und wurde für vier Oscars nominiert: bester Film, beste Regie, beste Hauptdarstellerin und bestes adaptiertes Drehbuch. Regisseur und Drehbuchautor Benh Zeitlin legte mit diesem wunderbaren, modernen Märchen über ein kleines Mädchen, das fernab der Zivilisation gegen die Veränderungen durch den Klimawandel kämpfen muss, ein phänomenales Spielfilm-Debüt hin.

Halloween - Die Nacht des Grauens

Die Geschichte vom Psychokiller Michael Myers, der weiße Maske und dunklen Overall trägt und kein einziges Wort spricht, kennen wohl die meisten – ein Horrorfilm-Klassiker eben. Was nicht jeder weiß: Der Film wurde mit einem sehr geringen Budget von 325.000 Dollar produziert.

Weltweit spielte er rund 70 Millionen Dollar in die Kinokassen. Außerdem erhielten viele Darsteller nur eine sehr geringe Gage: Die damals noch recht unbekannte Jamie Lee Curtis bekam insgesamt 8.000 Dollar und Nick Castle, der Michael Myers verkörperte, erhielt gerade mal 25 Dollar pro Tag.

Kung Fury

Silikonbrüstige Wikingerinnen, aggressive Laser-Dinos und Hitler als Meister des Kung-Fu sind nur einige der Hauptdarsteller des verrücktesten Kung-Fu-Films, den wir bisher gesehen haben. Der schwedische Kurzfilm von David Sandberg ist eine spektakuläre Action-Komödie, garniert mit übertriebenen Gags und knalligen Achtzigerjahre-Spezialeffekten.

Der per Crowdfunding finanzierte Film erzielte auf Kickstarter das Dreifache der angestrebten Budgetsumme von 200.000 Dollar und ist seit Mai 2015 kostenlos auf YouTube zu sehen. Und es gibt gute Nachrichten: Sandberg verkündete letztes Jahr, schon an Teil 2 zu arbeiten.

Den ganzen Film gibt es hier:

Napoleon Dynamite

So klangvoll der Name Napoleon Dynamite auch ist, sein Leben ist alles andere als elegant. Napoleon ist der Sonderling an seiner Schule. Geplagt von der Pubertät versucht er, seinem besten Freund zur Wahl zum Schulsprecher zu verhelfen.

Die Geschichte vom sonderbaren Außenseiter kam beim Publikum gut an – so konnte der Film, der mit einem Budget von 400.000 Dollar produziert wurde ganze 46,1 Millionen Dollar einspielen. Chapeau!

Lass uns Freunde werden!

Bronson

Bizarr, brutal und irgendwie auch sehr bewegend: "Bronson" handelt von einem prügelnden Poeten, der eigentlich berühmt werden wollte. Doch seine Karriere spielt sich fast ausschließlich hinter Gefängnismauern ab. Der Film, der mit einem Budget von 230.000 Dollar gedreht wurde, handelt nämlich vom "berüchtigtsten Gefängnisinsassen Großbritanniens": Michael Gordon Peterson alias Charles Bronson (Tom Hardy). Eine berauschende Mischung aus Gewalt, Misshandlungen und Poesie.

Blairwitch Project

Selten hat ein Film mit so einfachen Mitteln eine so starke Wirkung erzielt wie "Blair Witch Project". Das Filmmaterial kommt ausschließlich aus den beiden kleinen Videokameras, die die Protagonisten bei sich führen. Wir sehen nur, was sie sehen, und das meiste spielt sich in unserem Kopf ab. Die Produktionskosten lagen bei rund 60.000 Dollar.

Der größte Teil der Kosten entstand durch die beiden Kameras und die Reise zu den Drehorten. Am ersten Wochenende hatte der Film knapp 29 Millionen Dollar eingespielt und insgesamt nahm der Film um die 248 Millionen US-Dollar ein. "Blair Witch Project" ist einer der Filme mit den höchsten Einnahmen im Verhältnis zu seinen Produktionskosten.


Haha

Germany, we need to talk – und zwar über deine Glotzerei

08.01.2017, 12:35

Elena Cresci, 27, Waliserin, hat schon mehrmals in Deutschland gelebt. Sie liebt das Land, seine Sprache und seine Leute. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sie einfach nicht begreift. In der dritten Folge unserer Satire-Kolumne "Germany, we need to talk!" geht es um eine Eigenheit der Deutschen, die Elena als höfliche Britin so gar nicht nachvollziehen kann: Warum starren die Deutschen so offen andere Menschen an?

Du kennst dich mit Großbritannien aus? Wirklich? Dann sollte dieses Quiz ein leichtes für dich sein: