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​Neun Gründe, warum eine Weltreise harte Arbeit ist

10.07.2016, 12:32

Klar, eine Weltreise ist ein einmaliges Erlebnis – klagen darf eigentlich niemand. Und trotzdem sagt bento-Autor Philipp nach vier Monaten Kofferleben:

Manchmal strengt reisen eben doch an. Warum? Darum:

Weil es Zeit kostet, die ganzen Sprachen zu lernen

Wer nicht wie ein falsch programmierter Roboter durch die Gegend trotteln will, sollte in jedem Gastland zumindest ein paar Anstandsvokabeln lernen: die lokalen Gerichte, Zahlen und Grußformeln. In Südamerika mit seinen europäischen Sprachen ist das noch relativ einfach. Aber in Südostasien hat fast jedes Land sein eigenes Alphabet. Die birmanische Schrift in Myanmar besteht beispielsweise zu großen Teilen aus Halbkreisen, die in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet sind. Das macht das Lernen von nur zwanzig Vokabeln extrem knifflig.

Weil du ständig auf Hotel-Apps abhängst

Als Weltenbummler verwandelt man sich schnell in ein kleines Reisebüro: Man verbringt viel Zeit damit, auf Hotel-Apps die Ergebnisse nach Preis und Bewertung zu sortieren, Reiseführer und Foren nach Geheimtipps zu durchforsten und nebenher die eigentliche Fortbewegung per Zug, Bus, Taxi, Schiff oder Flugzeug zu organisieren.

Weil du dich in jedem Ort neu orientieren musst

Alles, was daheim selbstverständlich ist, muss auf Reisen erarbeitet werden. Miete ich ein Motorrad? Studiere ich die lokalen Buslinien? Gibt es eine günstige Alternative zum Reinigungsservice im Hotel, bei dem das Waschen eines Hemdes soviel kostet wie ein Neues auf dem Markt um die Ecke? Und für Weltreisende, welche die schleichende Deformierung ihres Körpers durch Bussitzen und Durchfall nicht hinnehmen wollen: Wo ist das nächste Sportstudio?

Weil "Wo kommst du her?" irgendwann nervt

Zu Hause kann man sich auf seinem Freundeskreis ausruhen, auf Weltreise geht das nicht. Im Bus, am Strand, in der Hotel-Lobby und im äußersten Notfall auch auf einer dieser organisierten Touristentouren - immer wieder heißt es: "Wo kommst du her?", "Seit wann bist du unterwegs?"

Wenn man nicht vollkommen vereinsamen möchte, führt man also früher oder später das immer gleiche Gespräch mit anderen Weltreisenden. Man muss sich schon a bissle anstrengen, wenn da etwas Bleibendes draus werden soll. Das Gute daran: Oft überraschen einen dann genau diejenigen, die man in seiner heimischen Stammkneipe nicht mal angucken würde.

Weil du wieder schreiben musst. Per Hand.

Auch die alten Freunde in der Heimat wollen unterrichtet bleiben, schließlich kehrt man ja irgendwann zu ihnen zurück. Die Freunde lassen sich per Facebook relativ einfach abhaken. Bei den Eltern und Großeltern ist das schon aufwändiger: Anrufe (andere Zeitzone), E-Mails (wie anstrengend), oder Postkarten (wie umständlich).

Weil du mit dem Geld haushalten musst

Mit dreckiger Unterwäsche und ohne sozialen Kontakt lässt es sich notfalls überleben, aber nicht ohne Geld. Die meisten Langzeitreisenden setzen sich ein durchschnittliches Tagesbudget und erfassen ihre Ausgaben im Notizbuch oder per App. Die Online-Konten checken sie regelmäßig auf missbräuchlichen Kreditkarteneinsatz. Und wenn eine Karte verschwindet, müssen sie einen ausgeklügelten Nachsendeprozess einleiten.

Weil du ständig aufräumen musst

Ein unaufgeräumtes Zimmer lässt sich ignorieren. Einen Rucksack hingegen muss man packen, sonst geht die Reise nicht weiter. Selbst der größte Messy wird ein Packsystem anwenden, denn auch er wird irgendwann den sauberen Schlüpfer vom Dreckigen trennen wollen. Und wenn am Straßenrand ein Bach zum Baden einlädt, muss ein schneller Handgriff in den Rucksack genügen, um die Badehose hervorzuzaubern.

Weil du ständig Entscheidungen treffen musst

Auf einer Weltreise ist man der CEO seiner eigenen Abenteuer-Unternehmung. Bevor die ganze Arbeit losgeht, das Organisieren, Orientieren, Lernen, stehen richtungsweisende Entscheidungen an. Wohin überhaupt reisen? Allein? Und wenn man erst mal unterwegs ist: Noch einen Tag bleiben oder aufbrechen? Und wenn bleiben, was tun? Harte Arbeit für entscheidungsträge Menschen.

Weil du ein GROSSES PROJEKT brauchst

Viele Reisende wollen neben all diesen alltäglichen Aufgaben auch noch ein großes "Projekt" hervorbringen. Um damit die Weltreise daheim und vor sich selbst rechtfertigen zu können: ein Buch schreiben, für ein Charity-Projekt arbeiten, meditieren oder eine neue Kampfsportart lernen zum Beispiel.

Und was sagen die anderen? Wir haben vier Weltenbummler gefragt, wie sie ihre Reise finanzieren. An was sie sich besonders erinnern und was sie nervt.

Anna
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Disney-Emojis werden das Beste, was deinem WhatsApp je passiert ist

10.07.2016, 11:28 · Aktualisiert: 10.07.2016, 12:57

Es gibt aber einen Haken.

Die gute Nachricht: Du kannst wahrscheinlich bald Disney-Emojis benutzen! Die schlechte Nachricht: Du musst für die Emojis richtig hart arbeiten. Bevor du Micky, Donald und Arielle bei WhatsApp benutzen kannst, musst du sie dir erspielen.

Auf dem YouTube-Kanal von Disney Games wurde ein Trailer veröffentlicht, der zeigt, wie die Disney-Emojis aussehen sollen und wie du sie benutzen kannst.