Trip

11 Dos and Don’ts, die du bei einer Reise nach Wien beachten solltest

19.08.2016, 17:54 · Aktualisiert: 20.08.2016, 17:16

Zuerst zum Schloss Schönbrunn, dann im Museumsquartier abhängen und später auf ein gediegenes Viertel Spritzwein ins Beisl? Wer in Wien urlaubt, verliert schon mal den Überblick.

Wir haben für euch ein paar Dos und Don’ts aufgeschrieben, die man beim Städtetrip gebrauchen könnte.

Don’ts

1. Feiern im Bermuda-Dreickeck: Zwischen Touris und Teenagern

Seit Jahren hält sich das Gerücht, der Schwedenplatz sei ein geeigneter Ort zum Feiern. Abgesehen vom nahegelegenen Flex am Donaukanal findet man dort vor allem kotzende Junggesellinnen, Kopfweh-Cocktails und Ballermann-Musik.

Wer auf eine gute Party möchte, muss in Wien nicht nur Glück haben, sondern sollte auch vorher einen Blick auf ohschonhell.at werfen. Wer auf Nummer sicher gehen will: Mit einem weißen Spritzer im Celeste, Elektro Gönner oder Donau kann nichts schiefgehen.

2. Im Juli reisen

Was viele Nordlichter nicht wissen: In Wien kann es verdammt heiß werden. Die Temperaturen erreichten sowohl diesen als auch vergangenen Sommer über 35 Grad. Der absolute Temperaturrekord für Österreich steht seit August 2013 bei 40,5 Grad in Niederösterreich. (Standard)

Sightseeing? Unmöglich. Es sei denn, man hat Lust, mit seinen Flip-Flops im Beton stecken zu bleiben. Oder für die Dauer des gesamten Urlaubs an eine Fünf-Liter-Flasche Mineralwasser angehängt zu werden.

3. Frankfurter Würstl essen

Wiener-Würstchen heißen in Wien Frankfurter. Da man das herkömmliche Würstl ja bereits kennt, sollte man sich nicht vom Namen verwirren lassen und beim Würstlstand besser eine Eitrige, also einen Käsekrainer, also eine mit Käse gefüllte Bratwurst bestellen. Die sorgt nach stundenlangem Tanzen nicht nur für Brandblasen im Mund, sondern auch für einen echten Wiener-Foodie-Moment. Gilt auch für Langos – einen Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird. Es sei denn, man ist Veganer. Dann geht man besser gleich ins Weltcafé frühstücken.

In der Fotostrecke: Ein bisserl Wien

4. Die Zeit aus den Augen lassen – Gemütlichkeit hat ihren Preis

Brot vergessen, schnell nochmal um 21 Uhr in den Supermarkt? Denkste. Anders als in Deutschland schließen die Supermärkte in Wien – bis auf wenige Ausnahmen – um 19.30 Uhr oder 20.00 Uhr, samstags sogar schon um 18 Uhr. Kiosk? Späti? Die Wiener Ausweichmöglichkeit lautet: Tankstelle. Auch Sonntags hat so ziemlich alles geschlossen.

Möchte man Museen oder dem Parlament einen Besuch abstatten, sollte man sich vorher genau informieren. So schließt das Parlament beispielsweise wochentags um 18.30 Uhr, in den Sommermonaten um 16.30 Uhr. Auch viele Museen schließen um 18 Uhr die Pforten – wie das Wienmuseum, das Kunsthistorische und Naturhistorische Museum.

5. Shoppen auf der Mariahilferstraße

Seit dem (zugegebenermaßen mühsamen) Umbau zur Fußgängerzone ist die Mariahilferstraße wieder ein Vorzeigeprojekt österreichischer Flanierkunst. Wer keine Lust auf H&M, Vapiano und Menschenmassen hat, sollte sich an die Ecken Neubaugasse, Kirchengasse und Westbahnstraße halten. Dort findet man Concept-Stores, Vintage-Shops (Boutique 54), Plattenläden (Substance) und all die anderen Läden, in denen man gerne zu viel Geld für unnötigen Kleinkram ausgibt.

6. Sich am Naschmarkt abzocken lassen

Wer dem Naschmarkt einen Besuch abstatten möchte, kann das gerne tun. Sofern er sich dabei nicht von den unverhältnismäßig hohen Preisen überraschen lässt, die Händler dort für die 100-Gramm-Packungen Datteln, Nüsse oder gefüllte Pepperoni verlangen. Dann doch lieber zum Victor-Adler-Markt, Nähe Reumannplatz, oder zum Meislmarkt im 15. Bezirk. Oder wie der Wiener sagen würde: Dort kriegst noch was für dein Geld!

Dos

Wer fernab der überteuerten Touri-Lokale in der Innenstadt (Sacher, Figlmüller) speisen möchte, sollte zu einem Heurigen gehen. Als Heurigen bezeichnet man in Österreich einen Jungwein, der in der gleichnamigen Lokalität ausgeschenkt wird. Das Wort "Heuriger" heißt soviel wie diesjährig.

Wer nicht in den 19. Bezirk (zu empfehlen: Heuriger Sirbu) oder 21. Bezirk (Region Stammersdorf) fahren möchte, kann auch im 9. Bezirk in der Weinstube Josefstadt (Piaristengasse 27) vorbeischauen und im grünen Hinterhof verschiedene Aufstrichsorten oder eine Brettljausn genießen. Im hippen Neubau gibt es den Heurigen "Zum Gschipftn Ferdl".

2. Weihnachtsmarkt-Hopping ist das Beste, was du im Dezember tun kannst

Während einem das Herbstwetter in so manchen Großstädten die Laune verderben kann, erfreuen sich die Wiener und Wienerinnen bis zu Silvester an ihren wunderschönen Christkindlmärkten. Allen voran natürlich jener am Spittelberg, in Schönbrunn – und, wer’s groß und bunt mag – am Rathausmarkt. Ende Januar bis Anfang März kann dort auch auf 8.000 Meter eisgelaufen werden.

3. Hol dir eine vergünstigte Karte fürs Theater

Wer den kulturellen Flair Wiens auszureizen möchte, kann sich für eine vergünstigte Karte im Volkstheater Wien anstellen. Die Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Gilt auch fürs Raimund Theater, wo Studierende um 7 Euro Restplätze für Musicals abstauben können.

Auch das "Last-Minute-Ticket-Corner" in der Tourist-Info Wien auf dem Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse) verkauft stark reduzierte Restkarten für den aktuellen Tag – zwischen 14 und 17 Uhr. Allerdings ist dafür eine Vienna-Card notwendig.

Ansonsten besteht immer noch die Möglichkeit, ins TAG-Theater zu gehen. Dort liegt auch der Normalpreis für Tickets bei etwa 10 Euro. (http://dastag.at/home/)

4. Keine Angst vor Transdanubia

Wer das roughe Wien kennenlernen möchte, fernab von Stephansplatz und Schnöseltum, sollte sich in die U1, U2 oder U6 setzen und eine der folgenden Stationen ansteuern. Zum Baden eignen sich die U1-Stationen "Donauinsel" (kostenlos) und "Alte Donau" (Arbeiterstrandbad!) und die U6-Station "Neue Donau". Von April bis Oktober kann man auf der 21 Kilometer langen Donauinsel chillen, grillen, radfahren oder einfach nur Schwäne beobachten.

Wer Wakeboarden möchte, fährt bis "Donaustadtbrücke" und passt auf, dass er sich nicht den Muskelkater seines Lebens holt.

Kleiner Tipp, wie man echte Wiener von Zugereisten unterscheidet: Die Zugezogenen waren noch nie in Aspern.

5. Einmal in den Prater ist ein absolutes Muss

Der Prater gehört genauso zum Wiener Stadtbild wie Schönbrunn und die Donau. Eine sechs Quadratkilometer große Wald- und Wiesenfläche mitten in der Stadt – Eintritt kostenlos. Wer genug hat, von Achterbahnen und Dinowelten, sollte sich für eine Stunde in den größten Biergarten der Stadt setzen (Schweizerhaus) und seine Umgebung beobachten. Mehr Wien geht schwer.


Musik

Sofa statt Gedränge: Warum ein Konzert am Laptop auch Spaß machen kann

19.08.2016, 17:25 · Aktualisiert: 19.08.2016, 17:32

Für ein Konzert muss man heute keine 70 Euro mehr ausgeben. Das gibt's auch für umsonst. So wie bei AnnenMayKantereit am Freitag. Sie streamen ihr Konzert einfach bei Facebook live. Ich schalte ein.