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Trip

Frühling! Diese norddeutschen Ziele sind perfekt für einen Kurztrip

19.03.2017, 14:00 · Aktualisiert: 20.03.2017, 09:53

Dieses Wetter: Endlich wieder Sonnenstrahlen, überall sprießen Knospen, wir können unsere Übergangsjacke wieder heraus kramen und müssen uns nicht mehr in dicken Pullis und Schals verstecken.

Aber wie lassen sich die ersten schönen Wochen des Jahres perfekt ausnutzen? Mit einer kleinen Reise. Am besten ans Wasser, in die Natur. Tolle Orte für Kurztrips gibt es zum Beispiel im norddeutschen Raum – manche klingen vielleicht unmodern, sind aber in Wirklichkeit einfach entspannend und versprechen Ruhe abseits des großen Alltagsrummels.

Wir zeigen fünf Orte in Norddeutschland, die du im Frühling unbedingt besuchen solltest.

Caro: Mecklenburgische Seenplatte – zum Klicken!

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Wieso ist es dort schön?

Es ist die Gegend, die viele von der Durchreise kennen. Ja, alle Fans der "Fusion" kennen diese Region, in der man jedes Jahr im Juni im Stau steht, bevor es endlich aufs Gelände geht.

Aber: Stopp. Habt ihr mal aus dem Fenster geschaut? Wie schön ist diese Landschaft! Überall Wälder, Seen, Natur.

Ein Traum für alle, die gern Kanu fahren oder die Füße ins Wasser halten. Entlang der Seen kannst Wandern und Radfahren: Durch das Gebiet schlängelt sich ein Radweg, der bis nach Berlin und Kopenhagen führt.

Das ist vielleicht ein bisschen ambitioniert. Wer es ruhiger mag, der lässt sich neben einem der bunten Fischerhäuschen ins Gras fallen und schaut sich den Sonnenuntergang am Ufer an. Entschleunigung pur!

Wie komme ich hin?

  • Am entspanntesten mit dem Auto in zweieinhalb Stunden von Hamburg oder in zwei Stunden von Berlin.
  • Mit dem Bahn kommt man auch bis in die größeren Orte. Das Berlin-Brandenburg-Ticket kostet 29 Euro für bis zu fünf Personen. Ab Hamburg gibt es das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket für bis zu fünf Personen, pro Person kostet es sieben Euro.

Wo wohne ich?

Am besten in einem der vielen Ferienhäuser, auf dem Campingplatz oder einem Hausboot – ja, die gibt es dort wirklich zu mieten.

Gesa: Travemünde

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Wieso ist es dort schön?

Okay, Travemünde klingt erst mal nicht nach Elektroszene oder als ob es dort im Umkreis eine total gute Ramen-Bar geben würde. Aber: Im Frühling ist es hier leer, es sind vor allem Locals am Strand, man muss noch keine Kurtaxe zahlen und bekommt immer einen Strandkorb für den Tagespreis von 7,50 Euro.

Man kann sich also ganz entspannt mit einem Buch und einer Tüte Gummibärchen im Strandkorb verkriechen, die Rettungsschwimmer beobachten und den Schiffen nachschauen, die den Lübecker Hafen verlassen.

Wenn es nicht zu windig ist, spielt man eine Runde Frisbee – und mit ein bisschen Glück kriegt man dabei ein bisschen Sonne ab. Parka und Mütze sollte man natürlich bereithalten.

Zwischendurch ein Strandspaziergang, so gegen 15.30 Uhr, wenn das Licht so schön wird. Danach einen Filterkaffee für 1,90 Euro, direkt beim Strandkorbwächterhäuschen.

Wie komme ich hin?

  • Am besten mit dem Auto, von Hamburg einfach Richtung Lübeck fahren, das dauert ohne viel Verkehr etwa 75 Minuten.
  • Aber man kommt auch mit dem Zug ans Ziel, Travemünde hat einen Bahnhof, an dem zumindest der IC ankommt.

Wo wohne ich?

Je nachdem, von wo man startet, lohnt sich auch ein Tagestrip. In Lübeck gibt es ansonsten zwei Jugendherbergen und mehrere Hostels – allerdings ist das auch ein Stück weit weg. Ein bisschen näher dran ist das Jugendgästehaus Niendorf.

Ab Juni macht außerdem Til Schweiger sein "Barefoot Motel" in Travemünde auf – aber das nur am Rande.

Nike: St. Peter-Ording

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Wieso ist es dort schön?

Knapp 4000 Einwohner, ansonsten: Meer. Sankt Peter-Ording ist eine Gemeinde in Nordfriesland, Schleswig-Holstein. Und sie ist das einzige deutsche Seebad mit eigener Schwefelquelle.

Das Inselklima, milde Winter und kühle Sommer, lädt zum Spazierengehen ein – stundenlang. Wer mehr will als nur nachdenklich auf den Horizont blicken, der sollte den Westküstenpark mit Seehundanlage oder den Seilgarten "Tanaga" besuchen.

In kleinen Cafés gibt es heißen Kakao und ein Stück Apfelkuchen, beim Essen können die gerade gesammelten Muscheln (und kleine Schneckenhäuser!) in der Frühlingssonne trocknen. Fürs Insta-Foto: auf zum Böhler Leuchtturm!

Wo wohne ich?

Es gibt einige Ferienhäuser, die man sich bei Airbnb ansehen kann. Preis pro Nacht: zwischen 70 und 120 Euro. Und dann gibt es natürlich noch sehr klassische Strandhotels.

Wie komme ich hin?

  • Mit dem Auto: aus dem Süden über die A23, aus dem Norden über die B5, aus dem Osten über die B7.
  • Mit der Bahn: In St. Peter-Ording halten nur Regionalbahnen – aber das ein paar Mal pro Tag.
  • Mit dem Bus: Fernbusse fahren verschiedene Haltestellen in St. Peter-Ording an und sind meist günstig.

Eva: Lüneburg

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Wieso ist es dort schön?

Die Lüneburger Heide gehört zum Schönsten, was Norddeutschlands Landschaft zu bieten hat. Zwischen Wäldern, Wiesen und Heideflächen lässt sich Wandern, Radfahren oder Reiten. Die unwirtliche Landschaft wirkt rau und unnahbar – wenn nicht gerade die Heide blüht.

Im Frühling ist es noch angenehm leer und man kann die Natur besser auf sich wirken lassen. Und wenn das Wetter mal zu schlecht ist, kann man immer noch in die Therme gehen, in Sole baden und im Spa entspannen.

Die Stadt Lüneburg selbst ist unfassbar hübsch. Die Altstadt ist perfekt restauriert und schmiegt sich malerisch an die Ilmenau. Verhungern und verdursten muss auch niemand, denn Kneipen, Cafés und Bars gibt es – Universität sei dank – mehr als genug.

Also einfach eine große Tüte hausgemachtes Naschwerk bei der "Bonbon Manufaktur" kaufen, sich ein paar Stunden Zeit nehmen, durch die Straßen schlendern und Mittelalterfeeling aufkommen lassen.

Wie komme ich hin?

Die Regionalzüge der Deutschen Bahn fahren von Hamburg aus ungefähr jede halbe Stunde nach Lüneburg und brauchen ungefähr 30 Minuten.

Wo wohne ich?

Am besten natürlich im Salzquartier, einer ehemaligen Herberge für Bahnmitarbeiter, ansonsten lohnt es sich auch, bei Airbnb nach einem Zimmer zu schauen.

Marc: Hiddensee

Marc Röhlig
Julia Nikschick
Julia Nikschick
Marc Röhlig
Marc Röhlig
Marc Röhlig
Marc Röhlig
Marc Röhlig
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Wieso ist es dort schön?

Hiddensee ist ein Ort ganz eigener Magie. Zu DDR-Zeiten lebten auf der kleinen Insel all die Aussteiger, Hippies und Lebenskünstler, die in dem sozialistischen Einheitsstaat keinen Raum zum Atmen fanden.

Diesen revolutionären Geist hat sich Hiddensee bis heute bewahrt: Auf der Insel kommt jene Coolness zusammen, die Berlin schon lange ausgeatmet hat. An den Stränden kannst du nackt baden, abends kommen immer irgendwo Gitarrenspieler beim Lagerfeuer zusammen (dann auch angezogen).

Nur drei Orte gibt es auf der Insel, und alle kann man in wenigen Minuten durchlaufen: Kloster im Norden ist die Künstler-Kommune der Insel, Vitte in der Mitte das lebendige Zentrum und Plogshagen im Süden der Spot für Sonnenanbeter. Auf der ganzen Insel sind Autos verboten – du leihst dir also ein Fahrrad aus, um die einzelnen Orte zu besuchen. In gerade mal einer halben Stunden hast du ganz Hiddensee durchradelt.

Gerade weil die Hiddenseer so sehr auf sich achten und alle mit dem Rad unterwegs sind, bietet Hiddensee eine traumhafte, unberührte Natur. Beim Spaziergang durch die Dünenheide hüpfen Rehe über den Gehweg, wenn du hinauf zum Leuchtturm wanderst, grunzen Wildschweine im Geäst. Apropos Leuchtturm: Gegessen wird beim "Klausner", gleich um die Ecke.

Wie komme ich hin?

Erst mit dem Zug bis nach Stralsund. Von dort fährt eine Fähre in 1,5 Stunden direkt nach Hiddensee. Andere Option: Mit Bus oder Auto nach Rügen und von Schaprode mit der Fähre nach Hiddensee. Hier dauert die Überfahrt nur halb so lang.

Wo wohne ich?

Am besten in einem der niedlichen Ferienhäuser oder eine der kleinen Pensionen, zum Beispiel das "Godewind" oder das "Wieseneck".

Reisen, okay. Aber wo solltest du wirklich leben? Finde es heraus:


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