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Trip

Diese Stadt wirst du lieben! Dos & Don'ts für deine Reise nach Rom

18.02.2017, 18:17 · Aktualisiert: 15.04.2017, 11:25

2,8 Millionen Einwohner und Weltkulturerbe: Rom ist die Ewige Stadt, hierher führen alle Wege, Rom ist Kult. Hier wohnt der Papst, hier stehen bedeutende Bauten und Museen, hier erklingen die Glocken des Petersdoms.

Aber Rom heißt auch: massenhaft Touristen. Und viele Warteschlangen.

Wie lässt sich die Stadt – neben den klassischen Sehenswürdigkeiten, die in jedem Reiseführer stehen – so richtig spüren?

DOS

Den Stadtteil Monti besuchen – das hippe Dorf beim Kolosseum

Im Herzen des ältesten Viertels der Stadt, dem Rione Monti, befindet sich der "MercatoMonti". Nur wenige Schritte vom Kolosseum entfernt bieten auf diesem Indoor-Markt junge, kreative Leute aus ganz Italien ihre Waren zu fairen Preisen an.

Jeden Samstag und Sonntag (September-Juni) kann man Kleider und Schmuck von Designern, Bücher, Naturkosmetik und vieles andere kaufen. Ein DJ legt Musik auf.

In dem Viertel selbst reihen sich in den kleinen Gassen Bioläden, kleine Boutiquen und Secondhandläden aneinander, in den efeuumrankten Häusern sind Bars und Cafés.

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Einen Aperitivo trinken – und dann die Nacht zum Tag werden lassen

In der Bar "La Licata" hast du mit einem Platz am Fenster das Gefühl, fast nach dem Kolosseum greifen zu können. Touristen verirren sich selten hierher.

Wunderschöne Bilder aus Rom – zum Klicken:

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Andere angesagte Viertel bei Römern, um sich mit Freunden auf einen Drink zu treffen, sind San Lorenzo, Trastevere, Testaccio, Ostiense oder die Gegend um die Piazza Bologna, wo das "Malto Misto" ein guter Anlaufpunkt ist, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Beliebte Locations zum anschließenden Feiern sind der "Circolo degli Artisti", das "Forte Prenestino" oder das "Villagio Globale".

Mit der Linie 19 durch die Stadt fahren

Rom muss man sich erlaufen. Wenn du aber zu müde bist, steigst du einfach in die 19. Es ist die längste Straßenbahnlinie, und du wirst eine Menge an Sehenswürdigkeiten durch die Schreiben sehen. Außerdem fährst du durch sehr viele Viertel, sodass du einen guten Überblick über Rom und seine Facetten bekommst.

Es geht z.B. durch das reiche Viertel Prati, aber auch das Arbeiterviertel Centocelle. Am besten steigst du bei der Piazza Risorgimento (Nähe Vatikan) ein. Eine Fahrt kostet übrigens nur 1,50 Euro.

Pizza bianca essen – wie die Römer

Fremde Städte machen hungrig und in Rom sitzt du an der Pizza-Quelle. Hier gibt es an jeder Straßenecke "pizza al taglio", das bedeutet: Du wählst von einer großen Pizza aus und lässt dir ein Stück abschneiden. Die beste bekommst du am Campo de Fiori, am Forno.

Mit der Pizza in der Hand kannst du deinen Rundgang durch Rom, am Palazzo Farnese vorbei, Richtung Tiberinsel, fortsetzen.

Ein fast vergessenes Viertel – Jugendstil-Architektur

Nur wenige Schritte von der Piazza Buenos Aires entfernt befindet sich das "Quartiere Coppedè". Bars, Tabacchi oder Trattorien sind weit und breit nicht zu sehen. Kein Wunder, dass die "Bar Coppedè" in der Via Tagliamento der Treffpunkt des Viertels ist. Dieses Jugendstil-Kleinod, das man im antiken und barocken Rom niemals erwarten würde und das von Touristen noch sehr selten besucht wird, ist ein absolutes Muss – nicht nur für Architekturliebhaber.

Das Geheimnis eines Schlüssellochs entdecken

Ein weiterer Insidertipp ist das "Schlüsselloch" auf dem Hügel Aventin. Direkt beim Circus Maximus läufst du durch den Rosengarten hinauf zum Giardino degli Aranci, von dem man einen traumhaften Blick auf die Stadt und die Tiber hat.

Wenn du von dort ein paar Meter weiter gehst, kommst du auf einen Platz, an dem ein Gebäude des Malteserordens steht. Wage einen Blick durch das Schlüsselloch des großen Tores – und du wirst einen Postkartenausschnitt erblicken.

DONT'S

Überteuerte Wasserflaschen kaufen

Vor allem in den Sommermonaten brennt die Sonne. Dies ist allerdings noch kein Grund, sich an jeder Straßenecke eine überteuerte Wasserflasche von den fleißigen Kioskbesitzern andrehen zu lassen. Viel geldbeutelschonender sind die zahlreichen Wasserspender ("nasone"), die überall in der Stadt verteilt sind. Römer trinken übrigens gern direkt aus dem Spender.

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Im August nach Rom fahren

Wer im August nach Rom fährt, wird es schnell bereuen, denn Temperaturen über 40 Grad sind keine Seltenheit. Die brütende und stickige Hitze macht entspanntes Sightseeing unmöglich. Die Stadt ist leer, denn die Römer, die es sich leisten können, flüchten in ihr Ferienhaus am Meer oder in den Bergen.

Das Meer ist übrigens nicht weit: Von der Haltestelle Piramide kannst du bis nach Ostia fahren. Wenn du aussteigst, siehst du schon das Meer.

Nach dem Essen Cappuccino bestellen

Cappuccino geht in Rom nur zum Frühstück. Wer nach 12 Uhr oder gar nach dem Mittag- oder Abendessen einen bestellt, wird von den Römern verachtend als "barbaro" (Barbar) angeschaut.

Wenn du dich also nicht sofort als Touri outen willst, bestellst du einen Espresso. Den mit dem schönsten Blick über Rom gibt es im Zentrum auf dem Kapitol. Das "Caffè Capitolino" befindet sich in einem Gebäude am Ende der kleinen Seitenstraße rechts vom Kapitol. Vorbei am Wachmann gehst du die Treppen hoch und kommst auf die Dachterrasse.

Niemals in einer AS Rom-Bar von Miroslav Klose sprechen

Riesige Fahnen mit der kapitolinischen Wölfin und laute Anfeuerungsrufe machen dich darauf aufmerksam, dass der Fußballverein AS Rom spielt. Die anwesenden Römer werden dich gern in ihrer Mitte aufnehmen, es ist nicht schwer, in Kontakt zu kommen.

Nach kurzer Zeit fragt man dich, was du am Abend vorhast und ehe du dich versiehst, hast du eine Verabredung zum Aperitivo. Aber auch, wenn Miro einer von uns ist, solltest du dies auf keinen Fall in einer AS-Rom Bar verkünden, weil der zuletzt beim Erzfein Lazio Rom gespielt hat. In keiner anderen italienischen Stadt ist das Fußball-Derby so hart wie in Rom. Basta.

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Dieser Typ isst jeden Tag ein Bild von Jason Segel

18.02.2017, 18:03 · Aktualisiert: 19.02.2017, 10:46

Solange, bis Jason Segel eins von ihm isst.

Das Internet ist ein dunkler Ort und deswegen wundert es wohl niemanden, dass es dort Videos mit solchen Absichtserklärungen gibt: "I Eat a Picture of Jason Segel Everyday Until He Eats A Picture of Me." Ich werde jeden Tag ein Bild von Jason Segel essen, bis er ein Bild von mir isst.

Alles klar.

Belohnt wurde die verirrte Challenge mit der stärksten Währung: Aufmerksamkeit: Fast eine halbe Million Menschen haben das erste Video angeschaut.

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