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Trip

Der perfekte Roadtrip: Von Bucht zu Bucht in Montenegro

27.08.2017, 12:39 · Aktualisiert: 27.08.2017, 12:54

Podgoriza ist der perfekte Start. Zwei Tage sind wir im Herzen Montenegros, dieser Hauptstadt, die keine sein will. Überschaubar ist es hier, ruhig, und bei den Spaziergängen durch die kleinen Straßen entlang am Fluss fühlen wir uns direkt herrlich entspannt. 

Der Fluss Zeta ist 86 Kilometer lang und fließt durch Podgoriza.

Der Fluss Zeta ist 86 Kilometer lang und fließt durch Podgoriza. (Bild: Bento/ Marlene Borchardt)

Wir essen dicke Brötchen mit Mayo und Schinken, trinken Cappuccino mit Schokosauce (wer Cappuccino lieber ohne Schokosauce und viel Schaum mag, bestellt einen "Deutch Kaffee") und genießen die Sonne, den Rest Ostblock-Charme und die Aussicht auf die nächsten acht Tage: Wir, also ich, mein Freund und meine Tochter, wollen mit dem Auto die Küste runterfahren, an einige der schönsten Strände, die ich in Europa bislang gesehen habe.

Im Schnelldurchlauf – so schön ist Montenegro:

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Wir fahren in Richtung Budva, einem kleinen Ort an der Adria, der vor allem zum Baden und Bummeln einlädt. Das Beste: Die Fahrt dauert nur eine knappe Stunde. 

Genau das macht Montenegro zum familienfreundlichsten Land, in dem ich je mit dem Auto unterwegs war. 

Egal, wohin wir wollen: Länger als zwei Stunden sind wir nicht unterwegs. 

Perfekt für Zweijährige und die Nerven ihrer Eltern

Und die Menschen sind unfassbar freundlich. Herzlich. Zuvorkommend. Keine Ferienwohnung, in der wir nicht freundlich aufgenommen werden. In der wir nicht eingeladen werden, zu probieren, zu erzählen, zu bleiben. Und das, obwohl wir einander oft kaum verstehen. 

Wir spielen "Ich sehe was, was du nicht siehst" und rauschen der Küste entgegen. Und es gibt immer einen Ort, an dem es sich lohnt, zu halten. 

Hier sind fünf Stopps, die du dir auf deinem Trip auf keinen Fall entgehen lassen solltest: 


Was kostet der Trip?

Ein paar Zahlen zu Montenegro im August – Preise können sich selbstverständlich ändern:

Anreise: Hin und Rückflug von Hamburg nach Podgoriza 250 Euro

Mietwagen: Kleinwagen 250 Euro pro Woche

Unterkünfte: Zimmer für 2 auf Airbnb ab 17 Euro pro Nacht, Hostelzimmer ab 19 Euro pro Person

1. Der Skadarsee Nationalpark

(Bild: Unsplash)

Der See ist unser erster Zwischenstopp auf der Reise und nur etwa 30 Minuten Autofahrt von Podgoriza entfernt. Es ist der größte Südwassersee des Balkans und liegt in Montenegro und Albanien. Und obwohl wir nur kurz halten, einen kleinen Spaziergang machen und einen Kaffee trinken, lohnt sich auch ein längerer Ausflug (man kann zum Beispiel Boote mieten). 

2. Budva 

(Bild: Pixabay)

Budva ist einer der ältesten Orte an der Adria und liegt auf einer Halbinsel. Besonders im Sommer wird es richtig voll, aber auch richtig teuer. In den Boutiquen findet man vor allem Labels und im Restaurant ist es hochpreisiger als in der Hauptstadt. Dafür umso schöner. 

Budva ist wegen seiner Strände beliebt. Als einer der schönsten gilt der Jaz Beach etwas außerhalb der Stadt. Hier kann man sich auf die Liege fläzen und Kaffee oder ein Bierchen trinken. Die Liegen kosten nicht extra, sondern sind Teil der Restaurants am Strand. 

Tipp: Wer mit dem Auto etwas weiter den Berg hinauffährt, über eine Schotterpiste brettert und dem Schild mit dem Wort "Ploce" folgt, gelangt zu einem wunderbaren Restaurant. 

Von hier hat man einen Wahnsinnsblick auf das Meer. Und kann in den Pools planschen: 

(Bild: bento/ Marlene Borchardt)

Und köstliche Salate und Cevapcici essen....

(Bild: bento/ Marlene Borchardt)

3. Sveti Stefan 

(Bild: bento/ Marlene Borchardt)

Von Budva aus machen wir einen Ausflug nach Sveti Stefan. Die Hotel-Insel Aman ist über einem kleinen Damm mit dem Festland verbunden und liegt mitten im glitzernden Wasser. Eine Übernachtung kostet allerdings zwischen 700 und 3000 Euro, das können sich Gäste wie George und Amal Clooney leisten. Und auch die Strände sind leider privat und gehören zum Hotel. 

Egal, das Hotel Aman ist auch von außen schön anzusehen und um die kleine Insel herum führt ein Weg den Berg hinauf durch kleine Wälder. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Insel und das Wasser. 

(Bild: bento/Marlene Borchardt)

4. Bay of Kotor

(Bild: bento/Marlene Borchardt)

Es geht weiter nach Kotor. Wir fahren durch einen Tunnel, als wir auf der anderen Seite herauskommen, sind wir geflasht: Die Bucht liegt vor uns, eingebettet in steile Felswände. Es ist als ob jemand ein Schweizer Panorama ins Mittelmeer verlegt hätte – Kotor wird auch oft der südlichste Fjord Europas genannt. Durch die Altstadt führen enge Gassen zu kleinen Cafés, zu Boutiquen und ja: zu Souvenir-Shops. 

Wer Lust auf noch mehr Treppen hat, läuft ein Stück zum Stadttor und nimmt die 2000 Stufen hinauf zum "heiligen Iwan" (so heißt der Berg). Und jetzt nur noch den tollen Blick auf die Bucht genießen.

5. Wandern im Gebirge Lovćen

(Bild: bento/ Marlene Borchardt)

Von Kotor aus fahren wir gut 90 Minuten Serpentinen hoch bis uns ganz schwindelig wird. Die Natur wird wilder. Unseren Weg kreuzen Kühe, Kinder spielen erschreckend nah Ball an der Straße. Die Stadt unter uns wird immer kleiner, das Meer immer weiter. Es macht Spaß, hier zu fahren. Außer wenn Gegenverkehr kommt, dann geht es im Rückwärtsgang den Berg runter bis genug Platz da ist, um aneinander vorbei zu fahren. 

Auf dem Gipfel des Berges Jezerski Vhr steht das Njegoš-Mausoleum, wo im Jahr 1854 der ehemalige Fürstbischof und Dichter Petrovic Njegoš beigesetzt wurde. 

Du willst noch weiter? Ok: Es dauert nur etwa zwei Stunden bis nach Dubrovnik. 

Auch hübsch: Dubrovnik in Kroatien

Auch hübsch: Dubrovnik in Kroatien (Bild: Unsplash/Hrishikesh Kalokhe)

Na, noch nicht genug? Gleich neben Montenegro liegt Albanien...

Miriam Dahlinger/bento
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Future

Hier gibt's Geld fürs Masturbieren: Firma will Sextoy-Tester anstellen

27.08.2017, 12:37 · Aktualisiert: 27.08.2017, 12:47

Say what?!

Es gibt diese Traumjobs, die jeder machen will. Zum Beispiel Reisen und dabei Geld verdienen, Wein verkosten oder testweise in luxuriösen Restaurants schlemmen. 

Das britische Unternehmen Lovewoo sucht nun die schlüpfrige Variante davon. Nämlich jemanden, der sich mit Sextoys durch die Laken wühlt. 

Wie bitte?

Ja! Das Unternehmen mit Sitz in London hat eine Position als Sextoy-Tester ausgeschrieben.