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Trip

Geheimtipp in Europa: Dos and Don'ts für deine Reise nach Riga

02.05.2017, 10:33 · Aktualisiert: 05.05.2017, 16:00

Riga ist der Geheimtipp für Städtetrips im Nordosten Europas. Die Hauptstadt Lettlands überzeugt mit Gassen aus Jugendstilhäusern und mit kleinen Geschäften zum Bummeln, mit deftiger Küche samt ausgefallenen Biersorten und mit herzlichen Bewohnern, die sich über die Besucher in ihrer Stadt freuen. 

Doch das Beste ist: Obwohl Riga so viel zu bieten hat, wirkt die 700.000-Einwohner-Stadt nicht überlaufen, sondern ist gemütlich und überschaubar.

Für den perfekten Wochenend-Trip nach Riga haben wir euch neun Tipps zusammengestellt: 

DOS

Bei einer Free-Walking-Tour mitmachen.

Free-Walking-Tour

Free-Walking-Tour

Jeden Tag um zwölf Uhr steht vor der Petrikirche in der Altstadt Rigas ein gelber Koffer, dessen Besitzer auf Riga-Interessierte wartet. Mal ist es eine größere, mal eine kleinere Gruppe, die der Guide mit dem Koffer in der Hand durch die Stadt führt (Traveller). Aus der Altstadt geht es schnell in die Vororte Rigas, es werden Anekdoten aus der Geschichte und über die Kultur erzählt, Insidertipps wechseln sich mit Witzen ab. In zweieinhalb Stunden bekommt man ein Gefühl für die Stadt, deren Bewohner und Kultur. Und das zunächst ganz umsonst – denn erst nach der Tour darf jeder zahlen, so viel er mag.  

Im "Folkklubs Ala Pagrabs" essen und Bier trinken.

"Folkklubs Ala Pagrabs"

"Folkklubs Ala Pagrabs"

Von außen unscheinbar erstreckt sich am Ende der Eingangstreppe ein großes, historisches Kellergewölbe. In verzweigten Gängen wird bei Kerzenschein und Livemusik gegessen und getrunken. Obwohl das "Ala Pagrabs" (Folkklubs) mitten in der Altstadt liegt, ist das Restaurant auch unter den Einheimischen ein beliebtes Ziel. Das liegt vor allem an den fairen Preisen und daran, dass neben deftigen Speisen 28 verschiedene Fassbiersorten angeboten werden. Wenn ihr nicht auf einem der Warteplätze im Eingangsbereich landen wollt, solltet ihr vor allem am Wochenende einen Tisch reservieren.  

So schick ist Riga auf Instagram:

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Samstags auf dem "Kalnciema Quarter Farmer’s Market" bummeln.

Auf der anderen Seite der Düna, der Fluss in Riga, findet jeden Samstag ein Farmer’s Market (Kalnciemailea) statt. Hier werden regionale Produkte wie Käse, Brot, Wein, Kuchen verkauft, es gibt aber auch Klamotten, Schmuck und Kunsthandwerk. Mit Bahn oder Bus überquert man schnell die Brücke vom Zentrum und bezahlt für die Fahrt nur 1,15 Euro (Tipp: Kauft das Ticket am Kiosk, nicht im Bus selbst – dort kostet es 2 Euro). Nach dem Einkaufsbummel lohnt sich ein Spaziergang durch das umgebene Wohngebiet, das hauptsächlich aus den in Lettland weit verbreiteten Holzhäusern besteht. 

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Die Altbauten im Jugendstilquartier bewundern.

Jugendstil-Gebäude

Jugendstil-Gebäude

Rund 800 Jugendstilhäuser schmücken das Zentrum Rigas. Ein reich verziertes Haus steht neben dem anderen: Brüllende Löwenköpfe, verschnörkelte Blumenranken, meterhohe Medusenhäupter mit offenen Mündern und theatralische Masken stehlen sich gegenseitig die Show. Auf der Straße Alberta iela lassen sich besonders gut die unterschiedlichen Stilrichtungen bestaunen, die sich in Lettland vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts herausgebildet haben. Außerdem liegt dort auch das "Rigaer Jugendstilzentrum" (Jugendstils) – ein Museum, in dem das Interieur einer Wohnung aus dem Jahr 1903 nachgestellt wurde.  
 

In die Oper gehen.

In die Oper oder ins Ballett gehen, ist in Lettland eine weit verbreitete Abendbeschäftigung. Die Vorführungen in der lettischen Nationaloper in Riga (Opera) besuchen auch viele junge Menschen, was wohl mit den humanen Eintrittspreisen ab zehn Euro zu tun hat. Für den Preis kann man nicht viel falsch machen.

DON'TS

Bei Rot über die Straße gehen.

Wie in jeder Hauptstadt gibt es auch in Riga eine hohe Polizeipräsenz. So wirklich viel passiert in der Stadt aber nicht, weshalb die Beamten genug Zeit haben, jeden Rotgänger anzuhalten und 25 Euro Bußgeld einzusammeln. Also besser auch bei leerer Straße auf die Ampeln achten und brav warten. 

Die Aussichtsplattform in der Petrikirche besuchen.

Akademie der Wissenschaft

Akademie der Wissenschaft

Ein beliebter Aussichtspunkt bei Riga-Touristen ist der Turm der Petrikirche. Der Eintritt dafür kostet stolze neun Euro. Einen mindestens genauso guten Ausblick hat man aber von der Aussichtsterrasse der Lettischen Akademie der Wissenschaften - für nur vier Euro. Von dem gesparten Geld könnt ihr in den riesigen Hallen des nahegelegenen Großmarktes frische und regionale Lebensmittel kaufen. 

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Mit den Vorstellungen einer typischen Ostblockstadt nach Riga reisen.

Ja, Lettland gehört zum ehemaligen Ostblock und es wird neben Lettisch auch viel Russisch gesprochen. Aber: Lettland ist seit 2004 Mitglied der EU und man bezahlt hier wie bei uns mit Euro. Riga wurde im zwölften Jahrhundert von Deutschen gegründet und hat sich mit der Zeit unter dem Einfluss vieler europäischer Kulturen sehr westlich entwickelt. Du wirst zum Beispiel viel mehr Bier- als Wodkasorten auf der Speisekarte finden

Nicht in die erstbeste Bar in der Altstadt stolpern.

Altstadt von Riga

Altstadt von Riga

Natürlich gibt es auch in der Altstadt die ein oder andere nette Kneipe. Hauptsächlich findest du hier jedoch die typisch überteuerten Touriläden voller betrunkener Engländer. Wer nicht auf Stripbar, Ein-Euro-Kneipe oder Karaokeabend steht, kann beispielsweise im "Kanepes Kulturas centrs" (Kanepes) vorbei schauen. Das ehemalige Wohnhaus mit großer Terrasse ist jetzt als alternatives Kulturzentrum für Konzerte, Partys und Kinoabende bekannt.


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Marine Le Pen schreibt bei der Konkurrenz ab

02.05.2017, 08:11 · Aktualisiert: 02.05.2017, 10:17

Politische Reden schreiben ist echt schwer. Und wenn das die Konkurrenz – oder die ehemalige Konkurrenz – so gut macht, warum sich dann nicht dort ein wenig inspirieren lassen? Das hat sich schon Amerikas First Lady Melania Trump gedacht, als sie eine Rede Michelle Obamas fast eins zu eins übernommen hatte. (bento)

Das gleiche dachte sich wohl auch die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. In einer Wahlkampfrede am Montag im Ort Villepinte wiederholte die Rechtspopulistin Passagen, die ihr ehemaliger Konkurrent François Fillon genau so Mitte April in Puy-en-Velay formuliert hatte. (Le Monde)