23.11.2017, 12:19 · Aktualisiert: 23.11.2017, 17:47

Theoretisch kann man Menschen um sich herum natürlich immer eine Freude machen - aber zu Weihnachten macht das einfach besonders viel Spaß. Und während man in Deutschland noch streitet, ob Weihnachtsmärkte auch Lichtermärkte genannt werden dürfen, hat sich Neuseeland etwas wirklich Süßes ausgedacht, was auch noch das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

Ein landesweites Wichteln!

Die Regeln sind einfach: Jeder mit einem Twitter-Account kann mitmachen und bekommt dann zufällig einen anderen Neuseeländer zugelost.

Die Post sorgt dafür, dass jeder ein Geschenk bekommt, ohne die Adressen oder richtigen Namen der teilnehmenden Menschen rauszugeben. Stattdessen erhalten die Teilnehmer einfach den Twitter-Namen der Person, die sie beschenken dürfen.

So bekommen sie einen Anhaltspunkt, was der andere mögen könnte:

Aber: Nur wer auch etwas einschickt, bekommt etwas zurück – darauf achtet dann auch die Post und sammelt bis Mitte Dezember alle Einsendungen. Wenn jemand kein Geschenk verschickt hat, wird das für ihn bestimmte an eine wohltätige Organisation gespendet.

Bis zum 22. November konnten sich die Neuseeländer registrieren, seit dem 23. wissen sie auch, wen sie in diesem Jahr heimlich beschenken dürfen. Und das bedeutet:

Jetzt wird gestalkt.

Auf Twitter freuen sich die Teilnehmer über die oft skurrilen Paarungen:

"Ich hoffe, meine 16-jährige Geschenkpartnerin findet es nicht komisch, von einem 47-Jährigen beschenkt zu werden. Genau so wenig wie meine Frau, wenn ich für eine Jüngere einkaufen gehe...", schreibt dieser Mann.

Andere geben ihrem geheimen Partner ganz offensiv Tipps, damit sie keinen Unfug zugeschickt bekommen.

Doch nicht nur Privatpersonen nehmen an der Aktion teil, auch die Polizei und sogar die Premierministerin sind dabei:

Ausgedacht hat sich das Spiel Sam Elton-Walters, ein Kürbiszüchter aus dem nord-neuseeländischen Hamilton. 2010 scherzte er auf Twitter mit einem Freund über die Idee, und startete sie einfach mal als Hashtag #nzsecretsanta.

"Ich war nicht sicher, dass das klappen würde. Aber ich wusste, dass ich das probieren will. Und dass ziemlich viele Leute damit Spaß haben könnten", erklärte Sam kürzlich in einem Ted-Talk. Und er hatte Recht: Schon im ersten Jahr, 2010, meldeten sich 368 Menschen für den Spaß an. Damals kümmerte er sich noch selbst um den Geschenktausch, doch nach zwei Jahren bat er auf Twitter um Unterstützung – und die Post meldete sich. Jedes Jahr kommen neue Wichtel dazu, dieses sind schon 3600 bei der Aktion dabei.

Zwar ist es noch ein großer Schritt, bis alle 4,6 Millionen Einwohner-Land an der Aktion teilnehmen. Doch Sam ist sich sicher, mit der Idee etwas richtig Gutes geschaffen zu haben:

Für viele Menschen ist es das einzige Geschenk, das sie in diesem Jahr bekommen werden.
Sam Elton-Walters

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Today

Nach IS-Verdacht: Polizei lässt festgenommene Syrer wieder frei

23.11.2017, 11:59

Erst ging es um mögliche Anschläge und eine Mitgliedschaft bei der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) – jetzt sind alle Vorwürfe wieder vom Tisch. 

Die sechs am Dienstag festgenommenen Syrer kommen wieder frei. Das bestätigte nun ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Demnach gebe es weder dringende Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags noch auf eine IS-Mitgliedschaft. (Tagesschau)