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"Fair enough": 11 Dos & Don'ts für deine Reise nach London

09.10.2016, 08:49 · Aktualisiert: 15.04.2017, 11:27

Man muss die Briten beneiden – trotz Brexit-Magengeschwürs und dubioser Vorlieben für schlechte Kekse. Sie haben eine der schönsten Hauptstädte. Eine Mischung aus Historie, Kunst und britischem Charme lockt auch den härtesten Berliner alle paar Jahre aus seinem Stamm-Späti hervor und über den Ärmelkanal.

Wir haben elf London-Tipps gesammelt, die hoffentlich auch für dich ein Anreiz sind, mal wieder Euro gegen Pfund umzutauschen und in den Flieger zu steigen. Enjoy!

Do's

1. Durch die Brick-Lane flanieren

Wo anfangen? Eine gute Möglichkeit, in die Stadt zu finden, ist ein Ausflug zur Brick Lane – einer Straße im Londoner Stadtbezirk Tower Hamlets. Sie reicht von Bethnal Green bis Whitechapel im Süden und ist eine der bekanntesten und lebendigsten Straßen des Londoner East Ends. An jeder Ecke gibt es Cafés, nette Läden und Restaurants.

2. Im Bussey Building zum Frisör gehen

Das Bussey Building ist ein industrieller Gebäudekomplex, den man durch einen sehr schmalen Korridor von der Rye Lane erreicht. Der Eingang ist etwas versteckt, sodass man ihn leicht übersieht. Ist man aber erstmal drin, hat man das Gefühl, ein echter Glückspilz zu sein. Auf einem überschaubaren Gelände gibt es Workshops, Drinks, Record-Stores – und im Idealfall hat sogar der Frisör offen.

Die Rye Lane war im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert die Oxford Street von South London. Der Flair ist bis heute erhalten geblieben.

3. Im Blitz-Store stöbern

Wir finden, der Laden Blitz in der Hanbury Street ist einer der besten Vintage-Läden der Stadt. Das "Time"-Magazine und "Vogue" sind der gleichen Meinung. Auf zwei Stockwerken findet man über 20.000 ausgewählte Stücke und günstige Teile von Marken wie Barbour, Reebok, Harrington oder Nike.

4. Frühstücken in Highbury and Islington

Darf’s vielleicht ein bisschen fancy sein? Raus aus der Station "Highbury & Islington", dann ein Stückchen die Offord Road entlang laufen und die Häuser bestaunen, und schließlich schön im Sunday schlemmen. Foodblogger schwören auf Buttermilch Pancakes mit Bacon oder Eggs Benedict mit Chili-Marmelade und Avocado-Salat. Full English Breakfast geht natürlich auch. Danach lieber schnell eine Runde spazieren gehen.

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5. Abhängen in Dalston

Dalston liegt im inzwischen hippen Borough of Hackney und leidet wie alles, was von kaufkräftigen Mietinteressenten für sich entdeckt wurde, an den Folgen der Gentrifizierung. Einst wurden dort alte Pferde an Reisende vermietet, die in die Innenstadt reiten wollten. Heute stolpert man von Flohmarkt zu Pub zu Lagerhalle. Am Samstagmorgen ist vor allem der Broadway-Market beliebt. Auch die nahegelegenen London Fields sind einen Blick wert.

6. Nachmittags ins Tate

Es soll ja manchmal regnen in London. Aber selbst wenn nicht: Ein Besuch im Tate Modern, dem Museum für zeitgenössische Kunst, lohnt sich immer. Einzige Voraussetzung: Ein Grundinteresse an den aktuellen Ausstellungen.

Don’ts

1. Sich den Bauch auf dem Camden Market vollschlagen

Keine Frage, der riesige verwinkelte Markt direkt neben dem Camden Lock ist beeindruckend, das Essen schmeckt und zwischen Touri-Shops gibt es immer noch ein paar originelle Läden. Vor allem ist man dort aber umgeben von Touristen.

Mehr echtes London-Feeling bekommt man auf dem Borough Market im Süden der Stadt, wo sich am Wochenende Einheimische drängen, um Scallops zu essen und Gin zu kaufen. Am besten geht man mit leerem Magen nach Borough, dort gibt es nämlich das beste (und leider auch teuerste) Grilled-Cheese-Sandwich der Stadt.

2. Erst nach 22 Uhr in einen Pub gehen

Man sollte nicht denken, spätabends sei die beste Zeit für einen echten englischen Pub. Die meisten Läden schließen schon um Mitternacht, auch in der Hauptstadt. Besser: direkt nach Feierabend (also gegen 17.30 Uhr) oder an Wochenendnachmittagen in den nächsten Pub setzen. Dann trifft man mit Sicherheit auf echte (und im besten Fall schon angetrunkene) Londoner. Und im Zweifel kann man sich immer mit den Menschen hinter der Bar unterhalten.

3. Fish and Chips essen

Nicht weil das englische Nationalgericht grundsätzlich eklig wäre, nein. Aber in London sind Fish and Chips meist überteuert, man zahlt schnell mal 15 Pfund für eine Portion. Und wirklich gut schmecken sie sowieso nur am Meer.

4. Zum Picknick in den Hyde Park gehen

Mal ehrlich: Londons berühmtester Park ist eher so okay und meist auch ziemlich voll. Mehr Ruhe gibt es in Hampstead Heath. Das mehr als 300 Hektar große Areal ist mit seinen Seen und Wäldern mehr countryside als klassischer Stadtpark. Auch am Wochenende findet man hier einen ruhigen Platz, um die Picknickdecke auszubreiten und ein Buch zu lesen. Vom Parliament Hill im Süden hat man außerdem einen schönen Blick auf die Stadt.

5. Zu hohe Erwartungen an die Clubs haben

Klar kann man in London feiern – wenn nicht gerade wieder eine der spannendsten Institutionen geschlossen wurde. Und man im Vorhinein Tickets bekommen hat. Wer spontan ausgehen will, wird nämlich meist verwundert auf die vielen ausverkauften Veranstaltungen blicken und sich fragen: Wie schaffen die Deutschen es eigentlich trotz legendärer Planungswut beim Feiern so spontan zu sein?

Wie dem auch sei: Für Kurzentschlossene lohnt sich ein Besuch im XOYO, Village Underground oder Corsica Studio. Dunkel, eng, wummernd. Für ein paar Stunden wird es reichen. Partys, die länger gehen, sind für Touristen in der Regel unauffindbar.


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