02.05.2018, 16:51

Mehr Geld für Erasmus gibt's auch.

Zum 18. Geburtstag eine ganz große Reise antreten und Europa erkunden – und das ganz umsonst. Mit dem neuen EU-Budget könnte das möglich werden.

Was ist passiert?

Am Mittwoch wurde der Haushaltsentwurf von Haushaltskommissar Günther Oettinger vorgestellt. Darin werden die Ausgaben der EU-Kommission für die Zeit von 2021 bis 2027 geplant. Der Plan sieht vor, die Ausgaben für Programme für junge Europäer und Europäerinnen, darunter auch Erasmus Plus, zu verdoppeln. Außerdem enthalten: 700 Millionen Euro, die für Interrail-Tickets für junge Menschen zur Verfügung werden sollen. (EU)

Worum geht es?

Ein Interrail-Ticket ermöglicht es, Züge innerhalb Europas für einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt zu nutzen. Bisher war diese Art zu reisen relativ teuer, die regulären Preise gehen bei 175 Euro los. Mit EU-Unterstützung könnten einige junge EU-Bürger die Tickets nun geschenkt bekommen.

Die Idee geht auf eine Initiative des CSU-Europapolitikers Manfred Weber zurück. Er hatte den Vorschlag eines kostenlosen Bahnticket zum 18. Geburtstag von Berliner Aktivisten aufgegriffen. Zunächst war allerdings unklar, was aus dem Vorschlag wird – ursprünglich hieß es, nur 2,5 Millionen Euro stünden bereit, dann war von zwölf Millionen die Rede. (bento)

Was passiert als Nächstes?

Mit 700 Millionen liegt die neue Summe nun deutlich über diesen Planungen. Allerdings ist auch jetzt nicht klar, ob das Angebot dann wirklich für alle volljährigen EU-Bürgerinnen und Bürger gelten wird – denn die Kosten dafür würden schätzungsweise bei mehr als einer Milliarde Euro liegen.

Zudem ist der am Mittwoch präsentierte Haushalt ist zunächst nur ein Vorschlag. Die einzelnen EU-Mitgliedstaaten müssen ihn in den kommenden Monaten verhandeln. Die Entscheidung, ob das Budget so angenommen wird, muss am Ende einstimmig fallen.

Die 700 Millionen sind dennoch ein Wort – und lassen hoffen. Initiator Weber feiert auf Twitter schon seinen Erfolg:


Food

In Schottland gibt es jetzt einen Mindestpreis für alkoholische Getränke

02.05.2018, 16:43 · Aktualisiert: 02.05.2018, 18:04

Dem billigen Fusel geht es an den Kragen.

In Schottland war es bisher (wie in vielen anderen europäischen Ländern auch) möglich, sich für sehr wenig Geld sehr stark zu betrinken.

Dagegen hat das Land nun ein weltweit einzigartiges Gesetz erlassen: Es schreibt einen Mindestverkaufspreis für alkoholische Getränke vor. Ab dem 1. Mai liegt er bei 50 Pence, also etwa 57 Cent, pro Alkoholeinheit, das heißt 10 Milliliter reinen Alkohols. (BBC)