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Trip

13½ schöne Dinge, die du im Herbst in Berlin machen kannst

29.09.2016, 17:54 · Aktualisiert: 30.09.2016, 11:25

Ja klar, der Sommer war schön und so. Aber der Herbst bringt Melancholie, bunte Blätter und heiße Schokolade. Die Tage werden kürzer, aber dafür die Nächte länger. Und dass Berlin lange Nächte feiert, weiß selbst meine Oma. Doch abgesehen von vielen Stunden im Berghain, hat Berlin im Herbst noch mehr zu bieten.

Diese dreizehneinhalb Dinge solltest du nicht verpassen:

1. Ein Spaziergang auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee.

(Bild: Anne Krüger )

Vor allem wenn am Ende des Sommers die traurigschöne Stimmung der Vergänglichkeit in der Luft liegt, sind Spaziergänge über Friedhöfe schön (nein, dafür muss man kein Satanist sein). Ein besonderes Schmuckstück mit viel Geschichte ist der 40 Hektar große jüdische Friedhof in Weißensee.

Schau mal, so schön ist der Herbst in Berlin:

Das sind die schönsten Herbstbilder aus Berlin:

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2. Mit dem Moped um den Müggelsee düsen.

(Bild: Anne Krüger )

Wenn die Blätter bunt sind und der Wald so gut nach Herbst riecht, kommt die Wehmut über den vergangenen Sommer. Doch keine Trauer aufkommen lassen: Steig auf’s Moped, schmieg dich an deinen Schatz (oder ans Tinder-Date) und mache eine Tour um den Müggelsee.

3. Erst Second-Hand-Bücher shoppen…

(Bild: Anne Krüger )

Durch Bücherläden stöbern, macht am meisten Spaß, wenn es draußen langsam ungemütlich wird. Zum Beispiel durch "Umbras Kuriositätenkabinett Antiquariat“ in der Gräfestraße in Kreuzberg. Hier kannst du dich in eine stille Ecke zurückziehen und hinein versinken in all die Geschichten dieser Welt. Während es draußen regnet, siehst du vor deinem inneren Auge Hans Castrop auf dem Zauberberg, Alice auf der Teeparty des verrückten Hutmachers oder Madame Bovary in ihren teuren Kleidern.

4. …und dann lange gemütlich im Café sitzen und lesen.

(Bild: Anne Krüger )

Und wenn du dich für ein Buch entschieden hast, kannst du es dir stundenlang in deinem Lieblingscafé – ich empfehle das Tischendorf in der Friedelstraße – gemütlich machen und lesen. Dazu eine heiße Schokolade und selbst am grausten Novembertag wird dir warm ums Herz.

5. Sonntagmorgens den Nebel im Treptower Park aufsteigen sehen.

(Bild: Anne Krüger )

Sonntag vor 10 Uhr schläft Berlin. Auf den Straßen sind nur die Nachtschwärmer von gestern. Steh also früh auf und besuch den Tretpower Park, dann bist du ganz allein am Russendenkmal und an dem kleinen See. Hier im Nebel kannst du die wunderbare herbstliche Stille genießen.

6. Durch den Plänterwald joggen und den verlassenen Spreepark anschauen.

(Bild: Anne Krüger )

Gleich neben dem Tretpower Park befindet sich der Plänterwald. Wenn du hier entlang joggst, kannst du das Riesenrad im leerstehenden Spreepark schaurig im Wind quietschen hören. Oder auch über den Zaun steigen und den verlassenen Freizeitpark selbst erkunden? Ist natürlich strengstens verboten und überhaupt nicht zu empfehlen.

7. Kuchen backen…

(Bild: Anne Krüger )

Yay, die die backfreudige Jahreszeit ist ausgebrochen! Jetzt findest du viele Gründe, einen Kuchen mit oder für deine Freunde zu backen. Besonders schmeckt der mit selbstgesammelten Obst. Dafür braucht man nicht weit aus Berlin fahren: zum Beispiel ins Havelland, wo "wilde" Äpfel- und Pflaumenbäume an jedem Wegrand stehen (das gefiel schon Herrn Ribbeck).

(Bild: Anne Krüger)

8. …oder in der Bravo Bravko Kuchenwerkstatt im 7. Kuchenhimmel schweben.

(Bild: Bravo Bravko Kuchenwerkstatt)

…und wenn du nicht selber backen magst, dann empfehle ich einen Besuch in der Bravo Bravko Kuchenwerkstatt. Aber Achtung: Bei der übertriebenen Auswahl an vorzüglichsten Kuchen, kann man sich nie entscheiden! Muss man eigentlich auch nicht, die fatty-Zeit hat gerade begonnen, siehe Supermarkt-Regal.

9. Flohmarkt am Maybach-Ufer.

(Bild: Anne Krüger )

Es wird Zeit für wollige Pullis, einen schönen Mantel und größere Kleidung, die den Winterspeck kaschieren. Wenn du auch keine Lust auf den sinnlosen Alles-muss-neu-sein-Konsum hast, dann kannst du dir warme Herbstsachen bestens auf dem Nowkoelln Flohmarkt holen oder deine ausgedienten Klamotten hier verkaufen. Der Flohmarkt findet alle zwei Wochen am Sonntag statt und ist wesentlich entspannter als der am Mauerpark.

10. Auf den Teufelsberg klettern und über Berlin blicken.

(Bild: Anne Krüger )

Klingt etwas abgedroschen, kann ich aber trotzdem nur empfehlen: Auf den Teufelsberg gehen und über das herbstliche Meer von bunten Blättern blicken. Wenn du noch nicht die spannende Geschichte des Ortes kennst (welcher einst als Spionage-Stützpunkt gedient hat und davor von Hitler als Nazi-Elite-Universität fantasiert wurde) dann buch dir eine geführte Tour.

10 1/2. Kuscheln und Umarmen – Endorphine!

Eigentlich immer und überall gut, aber besonders wenns kalt wird und so grau ist wie in Berlin: kuscheln. Wissenschaftler haben bewiesen, dass längerer Körperkontakt Endorphine freisetzt und die machen ja bekanntlich glücklich. Also ganz viel Umarmen in den nächsten Monaten.

11. Den Kreuzberg erklimmen und vom Schinkel-Denkmal den Wasserfall hinab blicken.

(Bild: Anne Krüger )

Wenn du mal wieder weiter als zur nächsten Häuserwand blicken willst, dann klettere auf den Kreuzberg im Viktoria Park. Hier oben am Schinkel-Denkmal kannst du über ganz Berlin blicken, die Siegessäule, den Potsdamer Platz und die Museumsinsel sehen. Klar: Besonders schön im Herbst.

12. Drachen steigen lassen auf dem Tempelhofer Feld.

(Bild: Anne Krüger )

Man muss kein Kind sein (oder haben), um einen Drachen steigen zu lassen. Idealer Ort dafür ist der an herbstlichen Wochenende mit tausenden Menschen bevölkerte ehemalige Flughafen Tempelhof. Das zum Park umgewandelte Flugfeld bietet für alle möglichen Freizeitbeschäftigungen ideale Vorraussetzungen. Ob Skaten, Fahrrad fahren, Urban Gardening, Fußball spielen oder perfekt im Herbst: Drachen steigen lassen.

13. Auf den Dächern der Stadt liegen, in den Himmel schauen und die Wildgänse davon fliegen sehen.

(Bild: Anne Krüger )

Bye, bye ihr Vögel. See you next year!


Musik

Zwei DJs widersetzen sich dem Regime im Iran. Das ist ihre Geschichte.

29.09.2016, 15:21 · Aktualisiert: 29.09.2016, 17:05

Der Weg in die Freiheit dauert etwa zehn Stunden und führt in eine abgelegene, staubige Berglandschaft mitten im Iran. Wind treibt die Sandkörner über die karge Landschaft, der Mond taucht die Nacht in ein silbriges Grau. Und dann kommt der Bass.

Die Menschen tanzen, heben ihre Arme in die Luft, als würden sie unsichtbare Marionetten führen. Für einen Moment sind sie all ihre Sorgen los. Dann packen Anoosh und Arash ihr DJ-Set wieder ein und fahren zurück nach Teheran. Der Alltag im Regime geht weiter.