Trip

Wir waren auf einem Festival für Erwachsene – und konnten endlich wieder Kind sein!

11.08.2017, 15:30 · Aktualisiert: 21.09.2017, 11:27

Unsere Freunde waren sich einig: Auf dem Summer’s Tale Festival ist es "wirklich wunderschön" – die Zeltplätze, die Stände, die Deko, einfach alles – aber es gebe halt auch einen Haken. Die Kinder nämlich. Viele davon. "Weil es da so viele Workshops und Spielplätze gibt, gehen halt auch eine Menge Eltern hin", wurden wir gewarnt. "Das ist schon ganz anders als beim Hurricane oder so." 

Und es ist ja schließlich so: Beim Festival will man sich gehen lassen! Man will tanzen dürfen, ohne über Dreijährige zu stolpern! Man will sich auch mal nicht-jugendfrei aufführen dürfen! Man will die Nacht durchmachen, und nicht um 8 die Musik auf Zeltlautstärke runter-regeln müssen, weil Babys keinen Bass vertragen!

(Bild: Giphy)

Die größte Überraschung beim Festival war dann allerdings: Statt zu stören, waren die Kids genau das, was das Festival für uns perfekt gemacht hat. Dass viele Familien anwesend waren, hat das Wochenende nicht kaputtgemacht, sondern bereichert. 

Denn was man auf dem Festival eigentlich will, ist Kind sein – frei, unbekümmert, nur auf Spaß aus. Und das geht am allerbesten, wenn man – genau: von Kindern umringt ist. So konnten wir wieder all die Dinge genießen, die wir als Kinder schon geliebt haben. 

Wohnen wie im Sommerlager

Zelten gehört beim Festival ja eh dazu. In den großen Familien-Zelten auf dem Glamping-Zeltplatz kommt aber gleich noch mal mehr Stimmung auf, weil man sich da auch zum Schlafen nicht in stickige Ein- bis Zweimannzelte zurückziehen muss. Stattdessen kann man schnacken, bis einem die Augen zufallen. Selbst Gruselgeschichten könnte man sich erzählen – mit Taschenlampe unterm Kinn und allem. Aber das war uns dann doch zu kindisch (ja, okay: zu gruselig).

Sich Geschichten vorlesen lassen wie von den Eltern

"Stellt euch vor, ihr seht eine Walfamilie im Ozean schwimmen…" Bei der Morgenmeditation im nassen Gras sitzen und halb wegnicken, während eine nette Frau entspannende Bilder in deine Gedanken malt… man kann das ja kitschig oder eso nennen, wenn man unbedingt will. 

Fakt ist aber: Wenn man sich darauf einlässt, macht es unglaublich Spaß und dein Wochenende unendlich vielseitiger, als es mit der üblichen Festival-Mischung aus Bands und Bier je hätte sein können. Und sich ohne ironische Distanz oder die Angst, sich lächerlich zu machen, auf eine Sache einzulassen – ist es nicht das, was Kindsein ausmacht?

Turnen wie im Sportunterricht 

Auf einem "normalen" Festival hätten wir den Vormittag gelangweilt vor dem Zelt verbracht. Auf dem Summer’s Tale haben wir stattdessen AcroYoga gemacht: Nicht AggroYoga, wie wir zuerst verstanden hatten, sondern eine Mischung aus Yoga und Akrobatik, die man zu zweit oder dritt ausführt. Das hat großen Spaß gemacht und war nur einer von mehreren Kursen, in denen man auf dem Festival rumturnen, umfallen und sich totlachen konnte. 

Das ist übrigens eine ungeahnt natürliche Art und Weise, neue Leute kennenzulernen: Nachdem man sich gegenseitig die Beine über die Schultern geworfen hat, feiert es sich nämlich um so ausgelassener. 

 Basteln wie im Kindergarten

Wenn wir ehrlich sind, ist es mit gutem Kinderprogramm wie mit guten Kinderbüchern: Als Erwachsener hat man da fast noch mehr Spaß dran. Die Handwerker-Workshops auf dem Festival waren zwar nicht nur für Kinder gedacht, erinnerten zumindest uns aber doch sehr an technisches Werken und Weihnachtsschmuck-Basteln im Kindi. Im positiven Sinn natürlich.

So haben wir zum Beispiel ziemlich hässliche Hocker gebaut, auf die wir dann stolz waren wie Bolle, sodass wir am liebsten zu unseren Eltern gelaufen wären, so: "Mama, Mama, schau mal, was ich gemacht habe!" Und Mama so: "Toll hast du das gemacht! Zur Belohnung schauen wir als nächstes beim Whiskey-Tasting vorbei!"

Die Welt entdecken wie zu Grundschulzeiten

Wer wieder Kind sein will, der muss lernen, die Welt wieder wie ein Kind zu sehen. Man kann sein Wochenende zum Beispiel damit verbringen, die Wälder und Flüsse in der Umgebung zu erkunden, als hätte man noch nie Wälder und Flüsse gesehen. Und stimmt ja auch ein bisschen. Nach einer Runde Kräuterwandern und Fährtenlesen haben zumindest wir festgestellt, dass wir wahrscheinlich weniger Ahnung von Vogelarten und Baumsorten haben, als jedes Grundschulkind. 

Ebenfalls zu empfehlen: Mit dem Kanu einen sehr kurvigen, überwachsenen, hin und wieder recht wilden und aber die ganze Zeit extrem idyllischen Fluss hinunterpaddeln. Danach ist man so nass, dass einem auch ein Regenguss während dem Headliner-Konzert nichts mehr anhaben kann. 

Dreckig werden wie auf dem Spielplatz

Wenn man Glamping sagt, dann denken Leute immer, man sei sich zu fein für echtes Campen. Sie stellen sich vor, man käme im weißen Hemd zum Festival und hielte seinen Pappbecher, indem man den kleinen Finger abspreizt. Fakt ist: Nach 24 Stunden auf dem Summer’s Tale waren wir so dreckig, dass jeder Wacken-Besucher die Nase gerümpft hätte.

Insgesamt müssen wir sagen: Es lässt sich nirgendwo besser Kind sein als auf einem Festival für Erwachsene. Vor allem, wenn man selber noch keine Kinder hat. Denn dann gilt: Wenn abends der Spielpark schließt und die Kinder in ihren Schlafsäcken liegen, können wir zur Abwechslung auch mal...

Feiern wie ein Irrer!

(Bild: Giphy)

...oder wie ein Einhorn. Deine Sache. 

Kundeninformation

 

Erwachsenwerden muss nichts mit Langeweile zu tun haben. Das weiß auch Mercedes-Benz.


 

Die Kampagne "Grow up" erzählt die Geschichten einer neuen Generation. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die im Spannungsfeld zwischen coolem Erwachsenwerden und Spießertum das Lebensgefühl der neuen Kompaktwagen verkörpern. Einer der Protagonisten ist der US-Rapper A$AP Rocky.

www.mercedes-benz.com/growup


Streaming

Bronn-Darsteller hat Ärger mit dem Postboten – wegen seiner Rolle in "Game of Thrones"

11.08.2017, 15:22 · Aktualisiert: 11.08.2017, 15:26

Keine Briefe für Schurken!