Bild: Anders Wester/Mediabank Göteborg & Co

Trip

Das bessere Stockholm? 10 Dos & Don’ts für deinen Trip nach Göteborg

03.08.2017, 18:49 · Aktualisiert: 04.08.2017, 08:02

In der Kategorie "Städte in Schweden" fällt vielen nur Stockholm ein. Göteborg, die zweitgrößte Stadt, ist aber mindestens genauso schön. Nicht so überlaufen wie die Hauptstadt und mit einem Flair zwischen Kleinstadt und großer weiter Welt: Im Hafen ankern Frachter und Fähren neben kleinen Segelbooten, man kann kleine Gassen erkunden und Wochenenden auf Festivals in der Stadt feiern.

Hier sind zehn Tipps für den perfekten Göteborg-Trip.

DOS

Die Stadt auf deine Weise entdecken.

Hat nicht jede Großstadt ihre "Touri-Linie"? Was in Berlin der 100er-Bus ist, ist in Göteborg die Straßenbahn 3. Sie fährt vom Stadtzentrum aus durch die schönsten Viertel der Stadt, zum Beispiel in die malerische Vasastan.


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Göteborg ist aber eigentlich eine Fahrradstadt. Mit den Leihfahrrädern von "Styr & Ställ" (dt. Steuern und Abstellen) kannst auch du als Tourist dir die Stadt "erradeln". Besonders schöne Strecken gibt es unten am Hafen. Wenn ein bisschen Zeit übrig ist, solltest du unbedingt über die Älvsborgsbron in den neuen Stadtteil Västra Eriksberg fahren und dort den Abend bei einer Runde Beach-Fußball oder Bier ausklingen lassen.

Göteborg im Schnelldurchlauf – die schönsten Bilder aus der Stadt

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Die Zeit vergessen in Haga.

Früher ein Arbeiterviertel, heute ein Magnet für kleine Cafés im Vintagelook und mit viel Kuchenauswahl, kleine Läden und Studenten: In Haga kann man sich wohlfühlen und auch mal den halben Tag mit Kaffeetrinken und Einkaufen verbringen.

Liebhaber des skandinavischen Einrichtungsstils sollten einen Abstecher zu "Hem i Haga" machen und können in den vielen Antiquitätengeschäften stöbern.

Zum Mittag ist man im "En Deli Haga" genau richtig. Hier wird mediterranes Essen aus lokal produzierten Zutaten serviert. Dort findet sich auch an jeder Ecke ein Café. Die können vor allem nach der Mittagszeit brechend voll sein. Bei den Schweden gehört eine Kaffeepause nämlich fest zum (Arbeits-)Alltag, "fika" ist der Fachbegriff dafür.

Absolutes Muss: Im kleinen, aber traditionsreichen Café Husaren die besten und vor allem größten Kanelbullar (Zimtschnecken) der Welt essen. Wer die Zeit hat, sollte auf jeden Fall auf einen zweiten Kaffee bleiben. Denn der ist in Schweden umsonst – "påtår" sagt man dazu.

Im Foodie-Paradies schwelgen.

Die "Feskekörka" ist Göteborgs Fischmarkt. In der alten Fischerkirche am Fisketorget findet sich heute alles von frischen Krabben (räkör genannt) bis hin zu ganzen Fischgerichten. Hier kommt die Ware direkt von den Fischern und aus der Region um Göteborg. Achtung: Sonntag und Montag ist der Fischmarkt geschlossen.

Eine Menge leckere Spezialitäten gibt es auch in der "Stora Saluhallen", der großen Markthalle. Hier kann man nicht nur Zutaten einkaufen, sondern auch direkt essen. Die besten Kaffeeteilchen der Stadt gibt es übrigens bei "Steinbrenner & Nyberg".

Durch die Altstadt bummeln.

Direkt neben der "Stora Saluhallen" geht es in die Altstadt. Hier findest du viele skandinavische Labels und Einrichtungsgeschäfte. Durch die kleinen Gassen und Passagen kann man auch bei schlechtem Wetter bummeln: Viele der alten Häuser haben Markisen, einige Durchgänge sind überdacht. Wer sich inspirieren lassen will, ist bei Twist&Tango, Odd Molly und Granit richtig.

Auf Festivals abfeiern.

Skandinavien mag für lange, dunkle Winter bekannt sein. Zum Glück gibt es auch einen langen Sommer. Dann verlagert sich das Leben nach draußen. Bei Festivals und Kulturveranstaltungen in Göteborgs Parks kannst du feiern, mitsingen und Kunst bestaunen.

Das "Kulturkalas" wird von der Stadt organisiert und ist gratis. Neben Konzerten, Outdoor-Kino, Comedy und Literatur gibt es hier auch verschiedene Kunstmärkte. Festival-Feeling mitten in der Stadt gibt es beim "Way Out West" im August. Headliner sind dieses Jahr Frank Ocean, Lana del Rey und Major Lazer.

Landluft schnuppern.

Mit den Västtrafik-Bussen kommt man vom Hauptbahnhof am Drottningtorget unkompliziert in die Kleinstädte um Göteborg herum. Besonders schön sind Kungälv und Lysekil, die beide an der Westküste liegen. Auch die Insel Marstrand ist nicht weit. Im Sommer ist sie ein Seglerparadies.

Mit der Straßenbahn-Linie 11 Richtung Saltholmen gelangt man direkt an den Anleger des Schärendampfers, das Bahnticket gilt auch für die Fähre. Von hier aus kann man verschiedene Inseln im südlichen Schärengarten Göteborgs erkunden. Besonders schön ist Vrångö, die Insel ist seit 1979 Naturschutzgebiet.

DON’TS

In Touri-Booten durch die Stadt fahren.

Die Boote sind zwar immer voll, aber die Rundfahrten lohnen nicht sonderlich. Durch Göteborg fließt allein die Göta Älv, ein Kanal. Das bedeutet, dass man vom Bootsrand aus wenig sehen kann – obwohl die Tickets eher teuer sind.

Saufen bis zum Umfallen.

Häufig hört man, dass Urlaub in Skandinavien so teuer wäre. Vor allem ist es teuer, Alkohol zu kaufen oder im Restaurant zu bestellen. Dieser wird nämlich als hoch besteuert. So will die Regierung die Gesundheit der Bevölkerung schützen. Wer sich wegen der Preise in Kronen nicht sicher ist: Einfach mit Apps wie z. B. "My Währung" umrechnen.

Zu viel Bargeld abheben.

Schweden steht kurz davor, eine vollständig bargeldlose Gesellschaft zu werden. Selbst in kleineren Cafés und Läden wird Kartenzahlung akzeptiert, wenn nicht sogar lieber gesehen als Scheine und Münzen. Also lieber die Karte zücken. Später kannst du die Kronen eh nicht mehr gebrauchen.

Liseberg besuchen.

Der größte Freizeitpark Schwedens liegt tatsächlich nicht bei Stockholm, sondern in Göteborg. Trotzdem ist es ein Park wie jeder andere. Mit der Zeit kann man Besseres anfangen – zum Beispiel einen Ausflug in den Schärengarten oder einen Spaziergang im Slottskogen.


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Das Schiff der Flüchtlingshelfer von "Jugend Rettet" wurde festgesetzt

03.08.2017, 17:43

Das steckt dahinter.

Was ist passiert?

Das Rettungsschiff der deutschen NGO "Jugend Rettet" wurde offenbar am Mittwochabend von italienischen Behörden festgesetzt. Die italienische Polizei will Beweise haben, dass die Organisation mit Schleppern zusammengearbeitet hat.

Am Mittwochvormittag kursierten zum ersten Mal Meldungen, dass das Schiff "luventa" vor der italienischen Insel Lampedusa beschlagnahmt wurde – nachdem sie dort zwei aufgegriffene Flüchtlinge hingebracht hatten.