Trip

Mit diesen Tricks fliege ich auch als Student First Class

28.11.2017, 17:47 · Aktualisiert: 30.11.2017, 15:00

Eigentlich fängt ein Flug mit dem Stress des Check-ins und der Sicherheitskontrolle an. Wer First Class fliegt, hat einen Extra-Schalter, geht entspannt durch eine private Sicherheitskontrolle und frühstückt dann in einer Lounge, die eher einem Restaurant mit à la carte Menü gleicht. Dann fährt man mit einer Limousine über das Rollfeld zum Flugzeug.

Ich bin mit drei Freunden in der Lufthansa First Class nach Dubai geflogen. Für 250 Euro Steuern und Gebühren – und Meilen, die wir völlig legal ohne große Kosten gesammelt haben. Vor allem: Ohne ständig zu fliegen, denn wir sind keine Geschäftsreisenden, sondern einfach nur Studenten.

Aber mit ein paar Tricks fliegt man auch als Student plötzlich erste Klasse und trinkt Champagner.

Während des Fluges gab es ein Menü und noch mehr Champagner, das Unterhaltungsprogramm erinnert an Heimkino und wenn man die Rückenlehne ein paar Zentimeter nach hinten stellt, lässt sich ein Bett herrichten – über zwei Meter lang, mit Auflage, richtigen Kissen und Decke. Nach der Landung brachte uns ein persönlicher Assistent durch die Passkontrolle und zum Taxi.

Für unser verrücktes Erlebnis in der Lufthansa First Class haben wir sogenannte American Express Membership Rewards Punkte eingelöst – 44.000 Punkte, um genau zu sein. Darüber hinaus haben wir rund 250 Euro an Steuern und Gebühren bezahlt.

So sind wir an die Punkte gekommen:

  • Für die Beantragung der American Express Gold Card haben wir 20.000 Punkten als Willkommensbonus bekommen.
  • Das Werben von je einem Freund brachte nochmal 20.000.
  • Mit ein wenig Umsatz mit der Kreditkarte kam der Rest zusammen.

Die Kreditkarte war im ersten Jahr kostenlos, sodass wir für die Punkte kaum etwas bezahlt haben. Nach einem Jahr kann man wieder kündigen und zahlt damit tatsächlich kein Geld für die Kreditkarte.

Tricks wie diese findet man entweder in Foren oder auf den entsprechenden Webseiten. Meine Freunde und ich schauen uns beispielsweise jede Kreditkarte und jedes Vielfliegerprogramm genau an, um “Schwachstellen” auszumachen. Das dauert manchmal nur eine halbe Stunde, teilweise aber auch viele Stunden oder gar Tage. Das klingt nach viel Zeit, die gefundenen Tricks sind es aber definitiv wert.

Der identische Trick, der uns in die Lufthansa First Class gebracht hat, lässt sich so heute nicht mehr nachstellen. Aber es gibt andere Tricks dieser Art. Sonst wäre ich als Student noch nicht mit zahlreichen anderen Airlines in der Business Class geflogen oder wäre in Luxushotels auf der ganzen Welt untergekommen.

Wir denken: Was wir können, das kann jeder.

Wer ein bisschen Zeit investiert und alle Tricks nutzt, reist luxuriös und zahlt am Ende nicht viel mehr als die Freunde, die auf der nächsten Reise wieder im Hostel absteigen.

Zu so einem verrückten Hobby kommt man nicht von einem Tag auf den anderen. Ich verreise schon seit vielen Jahren extrem gerne und habe mich tage- oder vielleicht sogar wochenlang eingelesen.

Ich will niemandem erzählen, dass komfortables Reisen mit Meilen und Punkten kostenlos ist. Wahrscheinlich kommt man auch günstiger weg, wenn man einfach das günstigste Angebot nimmt. Aber man schafft es eben auch in die First Class, ohne arm zu werden.

In Deutschland ist dieser Trend noch nicht so stark angekommen wie etwa in den USA. Dort gibt es "Points & Miles"-Blogger, die längst zu Millionären geworden sind. Ben Schlappig von onemileatatime.com fliegt beispielsweise über 100-mal im Jahr in der Business Class und wohnt ausschließlich in Hotels – so verrückt sind wir noch nicht.

In Deutschland gibt es mittlerweile allerdings auch immer mehr Blogger, mehr Plattformen und natürlich auch mehr Menschen, die diesem verrückten Hobby nachgehen.

Aus unserem Hobby ist zwischenzeitlich auch ein Business geworden: Wir betreiben eine Website, reisetopia, auf der wir auf Aktionen hinweisen. Zwar sind Artikel, Guides und Tipps für unsere Leser kostenlos, wir erhalten allerdings bei einigen Angeboten eine Provision bei erfolgreicher Buchung.

Wir informieren die Hotels oder Airlines auch nicht vor unserem Aufenthalt, um bevorzugt behandelt zu werden.

Im Unterschied zu vielen Reise- oder Travel-Bloggern lassen wir uns unsere Reisen aber nicht bezahlen, sondern verwenden nur unsere Einnahmen und unser privates Geld, um Luxushotels, Airlines und andere Dinge zu auszutesten. Wir informieren die Hotels oder Airlines auch nicht vor unserem Aufenthalt, um bevorzugt behandelt zu werden.

Mit einer kritischen Distanz ist man zudem motivierter, Schwachstellen in den verschiedenen Loyalitätsprogrammen zu finden und so einen richtig guten Deal zu machen und dessen Nutzung natürlich auch den Lesern zu ermöglichen. In luxuriöse Lounges oder durch ein Upgrade in eine Suite kommen wir aber auch so – allerdings nicht, weil wir über Airlines und Hotels schreiben, sondern weil wir beispielsweise Statusvorteile bei Hotelketten oder Fluglinien geschickt nutzen.

Moritz, Severin Jan und ich werden unseren gemeinsamen First Class Flug definitiv nicht vergessen. Für mich steht demnächst nicht nur der nächste First Class Flug, sondern auch noch eine Woche Urlaub in einer privaten Villa in einem Luxusresort an – bezahlt habe ich natürlich mit Meilen und Punkten.

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