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Dos & Don'ts für deinen Trip nach Dublin

04.04.2017, 15:35 · Aktualisiert: 15.04.2017, 11:21

Pubs, Knochen und eine Zeitreise

Die Hauptstadt der grünen Insel hat so viel mehr zu bieten als Guinness, Whiskey und Saint Patrick's Day. Nachdem Irland durch die Finanzkrise schwer gebeutelt wurde, geht es mit Dublin momentan wieder bergauf. Dieser Umbruch macht die Stadt gerade jetzt so spannend.

Da Dublin auf relativ kleinem Raum viel zu bieten hat, eignet es sich super für Wochenend-Trips - besonders für Foodies.

Was dürft ihr nicht verpassen – und wo erwarten euch nur langweile Touristenmassen?

DOS

Ins Museum gehen – und eine Zeitreise erleben

Dublin hat eine Vielzahl an sehenswerten Museen. Während die National Gallery eines der beeindruckendsten Werke von Caravaggio zeigt, dem Bad Boy unter den Künstlern des 17. Jahrhunderts, bietet das Natural History Museum direkt um die Ecke am Merrion Square die Möglichkeit einer Zeitreise.

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In den letzen hundert Jahren hat sich das Museum fast nicht verändert. Nicht ohne Grund nennen es die Dubliner "The Dead Zoo": Es ist von oben bis unten voll mit zu Forschungszwecken gesammelten Tierpräparaten.

Wer es moderner mag, findet in der ans Trinity College angeschlossenen Science Gallery Ausstellungen, die sich mit (digitaler) Zukunftsgeschichte auseinandersetzen.

Schöne Bilder aus Dublin - zum Klicken:

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Auf ein Pint und eine Pizza im The Bernard Shaw Pub

The Bernard Shaw ist zwar nicht der klassischste der mehr als 700 Pubs innerhalb der Stadtgrenze, aber einer der interessantesten: Im Hinterhof versorgt der Big Blue Bus (ein umgebauter Doppeldecker) die Menge zuverlässig das ganze Jahr über mit Pizza, nebenan bietet der Eatyard im Frühjahr und Sommer eine Auswahl an leckerem Streetfood.

Außerdem finden im Bernard Shaw regelmäßig verschiedene Märkte statt – vom Vintage-Flohmarkt über den kleinen Bauernmarkt ist alles dabei.

Wenn man schon mal im Stadtteil Portobello ist, sollte es gleich weitergehen zur Bretzel Bakery. Sie bietet eine fast vergessene Dubliner Spezialität an: den Gur Cake. Die Mischung aus Mürbeteig, Zimt und getrockneten Früchten sollte man probieren. Die gewonnene Energie lässt sich anschließend wunderbar beim Spaziergang am nahegelegenen Kanal verbrennen.

Personalisierte Cocktails im Drop Dead Twice trinken

Auch für Menschen, die keine Lust auf ein schnödes Bier haben, hat Dublin viel zu bieten. In den letzten Jahren haben zahlreiche kreative Cocktailbars eröffnet. Eine davon ist das Drop Dead Twice in der Francis Street. Sie funktioniert nach dem Bring Your Own-Prinzip.

Du buchst einen Tisch und bringst eine Flasche deiner liebsten Spirituose mit. Mit dem Bartender besprichst du dann, was du gerne trinkst - und er oder sie mixt aus deinem Alkohol und zahlreichen weiteren Zutaten Cocktails genau nach deinen Vorstellungen.

Wem das zu aufwendig ist, der findet im The Liquor Rooms am Wellington Quay sicher einen Drink nach seinem Geschmack.

Die Liebeskummer-Knochen von St. Valentine besuchen

Dublin besitzt eine Unmenge kleiner Geheimnisse. Eins davon befindet sich in der Whitefriar Street Church. Hier findet man auf der rechten Seite, etwa in der Mitte des Kirchenschiffs, einen Schrein, der angeblich Reliquien des heiligen St. Valentine beherbergt. Viele Iren zünden hier eine Kerze an und hoffen besonders bei Liebeskummer auf Unterstützung von oben.

Was ganz sicher bei Liebeskummer hilft, ist ein Donut bei Aungier Danger gleich um die Ecke.

Mit dem Dart nach Greystones zuckeln

Dublin selbst kann man wunderbar zu Fuß erkunden. Wer den Trubel aber mal entfliehen möchte, sollte mit dem Zug nach Greystones fahren. Von der Connolly Station aus erreicht man die kleine Küstenstadt im County Wicklow in circa einer Stunde.

Der Dart schlängelt sich die gesamte Fahrt über die Küste entlang und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Irische See.

In Greystones angekommen kann man entweder vegan essen bei The Happy Pear oder im Mrs Robinson einen Drink nehmen. Die Einrichtung dort erinnert stark an das Wohnzimmer einer exzentrischen Erbtante.

DON'TS

Auf der Grafton Street einkaufen (besonders am Wochenende)

Die Grafton Street ist die Haupteinkaufsstraße von Dublin. Wer hier shoppt, findet jedoch nur die gleichen Marken wie in so ziemlich jeder "Highstreet", ob in München, Bottrop oder Liverpool. Besonders am Wochenende ist es ziemlich voll. Wer zu langsam geht oder auch noch abrupt stehen bleibt, zieht schnell den Groll seiner Umwelt auf sich.

Am besten ist, die Grafton Street komplett zu meiden und die parallel verlaufende Dawson Street zu besuchen. Dort befindet sich neben kleineren Läden auch Hodges Figgis, Irlands älteste Buchhandlung. Auf drei Stockwerken findet man dort so ziemlich alles, was man sich an Büchern wünschen kann.

In Temple Bar ausgehen

Mit anderen Touristen in überfüllten Pubs sieben Euro oder mehr für ein Pint bezahlen - das ist Temple Bar. Besonders am Abend und Wochenende wird es hier schnell voll und eng.

Viele Dubliner meiden die Gegend, wenn sie nicht auf ein Konzert in der Button Factory gehen, einem kleinen, etwas schäbigen Club.

Da die kleinen Gassen, mit ihrem Kopfsteinpflaster und den Pubs trotzdem hübsch sind, empfiehlt sich ein Besuch am Morgen.

Sich nicht beim Busfahrer bedanken

Die Dubliner haben eine schwierige Beziehung zu ihren Busfahrern. In den letzten Monaten ist es vermehrt zu Streiks gekommen, die das gesamte Busnetz lahmgelegt haben.

Trotzdem würde kein Dubliner aus einem Bus aussteigen, ohne sich kurz beim Fahrer zu bedanken! In Kleinigkeiten wie diesen zeigt sich, wie aufgeschlossen und höflich die Iren sind.

Die Iren als Briten bezeichnen

Während der nördliche Teil der irischen Insel zum Vereinigten Königreich gehört, ist die Republik Irland ein unabhängiger Staat. Mit seiner Hauptstadt Dublin wird er auch nach dem Brexit noch zur EU gehören.

Die Iren sind stolz auf ihre Unabhängigkeit – und reagieren entsprechend empfindlich, wenn sie als Briten bezeichnet werden.

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So will London den Coffee-to-go-Bechern den Kampf ansagen

04.04.2017, 14:20

Ein Kaffee auf dem Weg zur Arbeit oder beim Sightseeing schön mit einem Kaffee durch die Stadt schlendern: Für viele Menschen gehören Coffee-to-go-Becher zum Alltag. Doch genau dadurch sind sie ein riesiges Umweltproblem.

London hat jetzt eine neue Idee, um gegen den Wegwerfwahn vorzugehen – und zwar mit noch mehr Kaffeebechern.