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28.05.2018, 12:41 · Aktualisiert: 28.05.2018, 13:38

Auch beim City-Ticket gibt's Änderungen.

Zugreisen in Deutschland könnten ein bisschen günstiger werden. Die Deutsche Bahn hat kurz vor dem Sommer angekündigt, das City-Ticket auszuweiten und – neben dem Sparpreis – einen "Super Sparpreis" einzuführen.

Was passiert mit dem City-Ticket?

Wenn Reisende mit Bahncard eine Ticket für eine Fahrt über 100 Kilometer kaufen, dann haben sie bisher automatisch und kostenlos auch ein City-Ticket dazu gebucht. Das bedeutet, dass Reisende am Start- und Zielbahnhof dazu berechtigt sind, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, um zu ihrem Endziel in der Stadt zu kommen – etwa einem Airbnb oder Hotel in der Innenstadt. Der Hinweis "+City" taucht auf dem Ticket hinter dem Bahnhofsnamen auf.

Der Geltungsbereich entspricht dann in der Regel einem Einzelfahrschein innerhalb des Stadtgebiets. Das City-Ticket beinhaltet etwa S- und U-Bahn, Tram oder Bus.

In Zukunft soll das City-Ticket nun auch automatisch bei allen Reisenden ohne Bahncard gelten – aber auch in diesem Fall nur, wenn sie eine Fernverkehrs-Fahrkarte über 100 Kilometer Entfernung buchen.

Und was bedeutet der neue "Super Sparpreis"?

Für 19,90 Euro können Reisende jetzt in der 2. Klasse mit dem "Super Sparpreis" fahren, für die 1. Klasse muss man 29,90 Euro hinblättern. Der Unterschied zum bisherigen Sparpreis – der 29,90 Euro kostet – ist, dass es kein City-Ticket beinhaltet und nicht storniert werden kann. Auch beim "Super Sparpreis" besteht Zugbindung und es gilt der Bahncard-25-Rabatt.

Für den regulären Sparpreis gibt es ebenfalls eine kleine Änderung: Die bisherige Bearbeitungsgebühr bei einer Stornierung beträgt nur noch 10 Euro und nicht mehr 19,90 Euro. Der restliche Ticketpreis wird den Reisenden als Gutschein gutgeschrieben.


Gerechtigkeit

Zehntausende Berliner bassen die AfD weg und zeigen nebenbei, was gerade schief läuft

28.05.2018, 12:30 · Aktualisiert: 28.05.2018, 12:17

25.000 Menschen demonstrieren für ein weltoffenes Land, 5000 dagegen.

5000 AfD-Fans sind am Sonntag in Berlin auf die Straße gegangen. Allerdings haben gleichzeitig mindestens fünfmal so viele Menschen gegen den Aufmarsch der Rechten demonstriert, 25.000 Menschen zählte die Polizei auf der Gegendemo, die Veranstalter sprachen von 70.000.

Ihr Motto: "AfD wegbassen".

Schon rein zahlenmäßig ist ihnen das gelungen. Seitdem dieses Verhältnis klar ist, empören sich Menschen. Ihr Argument: Parteien und Medien beschäftigten sich zu viel mit der Anti-Flüchtlings-Erzählung der AfD, übernehmen teilweise ihre Wortwahl.

Auch linke Parteien würden sich am rechten Rand anbiedern, statt Politik für ihre Stammwähler zu machen. Dabei habe nicht zuletzt die Demo am Sonntag in Berlin gezeigt, welche Meinung die große Mehrheit der Deutschen tatsächlich vertrete.