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Hier spürst du Europa: 10 Dos and Don'ts für Brüssel

16.06.2017, 18:07

Was man in der belgischen Hauptstadt unbedingt machen sollte - und was man lieber sein lässt

Waffeln, Comics & Eurobubble: Brüssel ist voller Kontraste und Gegensätze, ein Gemisch aus Sprachen und Kulturen. Hier gibt es 10 Brüssel-Tipps für euren Trip in die belgische Metropole.

Dos:

1. Ab in den kulinarischen Himmel

Verführung lauert hier an jeder Ecke, in Form von frischen Waffeln, einer Portion Fritten mit der berühmten "Sauce Andalouse" oder belgischen Pralinen. Wer echte belgische Hausmannskost wie "Stoofvlees" oder "Moules-frites" genießen möchte, sollte aber auf keinen Fall auf Touristenfallen im "Quarter de L'Ilot Sacre" reinfallen.

Deshalb: Raus aus dem Touri-Rummel, rein in die Seitenstraßen! Geheimtipps: das schummrige "Fin de Siècle" und die Bar "Le Gens Que J’aime", wo man in gemütlichen Sesseln zwischen vergilbten Porträts und Kronleuchtern sitzt, heiße belgische Schokolade schlürfend.

2. Ein Bier auf dem Friedhof trinken

Wer eingeladen wird, ein „Bier auf dem Friedhof“ zu trinken, braucht keine Angst zu haben. Denn: Brüssel ist auch eine Studentenstadt und die Gegend rund um den "Cimetière d'Ixelles", nahe der Universitäten VUB&ULB, ist ein beliebter Treffpunkt.

Da Bier ohnehin das Heiligtum der Belgier ist, kommt man nicht drum herum im "El Café" oder "Le Tavernier" ein Duvel, Chouffe oder Chimay zu probieren. Wer kein Bier mag, kann sich am belgischen Kriek, einem Kirschbier, versuchen. Für die ganz Mutigen gibt es sogar eins mit Schokoladengeschmack.

3. Sich über die Dächer der Stadt wagen

Das geht gleich an mehreren Stellen: Auf den Treppen des Mont des Artes, wo man eingerahmt von Kulturstätten auf die Altstadt herabblickt; in warmen Sommernächten auf den Stufen des Palais de Justice, um im Sonnenuntergang zu schwelgen, auf dem Dach der Basilique de Koekelberg oder dem wunderschönen gotischen Stadhuis, um dem wuseligen Treiben des Grotemarkt zu entfliehen – und einmal im Jahr zu seinen Füßen den Blumenteppich zu bewundern.

So schön ist Brüssel:

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4. Das Zentrum der Macht erkunden

Brüssel ist das Herz der EU, und nirgends kann so gut über Politik diskutiert und gestritten werden wie im Quartier Européen. Ein Abstecher in die EU-Institutionen und das Parlamentarium lohnt sich, um das Zentrum der Macht aus der Nähe zu betrachten.

Donnerstags trifft sich die junge EU-Entourage am Place Luxembourg zum Afterwork. Klingt steif und langweilig? Es ist genau das Gegenteil! Hier networken, tanzen und amüsieren sich Studis neben Brüsselern und Anzug-tragenden EU-Bürokraten.

5. Künstler treffen

Egal ob Comic-Museum oder flämische Meister im Musées Royaux des Beaux-Arts – Brüssel ist ein Paradies für Museums- und Kunstliebhaber. Darunter auch Exoten wie das "Museum of Cocoa and Chocolate". Architekturliebhaber kommen bei einem Art-Nouveau-Spaziergang auf ihre Kosten.

Und das Kulturzentrum auf dem Place Flagey mit Ausstellungen, Konzerten und Filmscreenings ist der hippe Künstlertreff der Stadt: Beliebter Ort für Einheimische und junge Künstler ist das Café Belga.

6. Stöbern gehen

Rund um den Mont des Arts wartet ein Künstlerviertel mit Vintage-Läden, kleinen Galerien wie der Bortiergalerij oder dem Postkartenhimmel Avec Plaizier zum Schmökern und Stöbern.

7. Sich in Royalen Gewächshäusern vor Lärm verstecken

Belgien ist ein Königreich, daher ist der Königssitz im Stadtzentrum weniger überraschend. Doch im 5 km entfernten Laeken steht mit den Königlichen Gewächshäusern, eine Stadt aus Glas und Botanik, die nicht nur für die Royals eine Zufluchtsoase weg von der lauten Hauptstadt bietet.

Don'ts:

1. Die letzte Metro verpassen

Brüssel ist nicht Berlin, die Metro fährt werktags nur bis knapp nach Mitternacht, am Wochenende minimal länger. Daher sollte man sich vorzeitig überlegen, wie man nach Hause kommt. Eine Alternative sind die "Noctis"-Sammelnachtbusse.

2. Sich vom Innenleben des Atomiums enttäuschen lassen

Das Wahrzeichen im Norden Brüssels wurde für die Expo '58 entworfen. Zwar lohnt sich ein Spaziergang über das Expo-Areal. Doch die Ausstellung in den futuristischen Kugeln ist am Ende enttäuschend – ebenso wie der Ausblick.

3. Nicht auf den Sprachkrieg einlassen

Es gibt eine historisch tief verwurzelte Abneigung zwischen niederländischsprechenden Flamen im Norden und den französischsprachigen Wallonen im Süden Belgiens. Da kann es vorkommen, dass man von den Einheimischen zurechtgewiesen wird, wenn man die "falsche Sprache" benutzt.

Brüssel ist aber offiziell bilingual, die große Mehrheit spricht gut Englisch und ist sowohl in Sprach- als auch Politikfragen eher lockerer eingestellt. Trotzdem sollte man bei Bargesprächen die Finger von dem Thema lassen.


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