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Go East! Diese Ziele in Ostdeutschland sind perfekt für einen Kurzurlaub

31.03.2017, 11:37 · Aktualisiert: 02.04.2017, 13:42

Ostern steht an – und der 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten sind auch nicht mehr weit. Kurzum: Die Zeit der verlängerten Wochenenden ist da!

Wer da Lust auf Badeseen oder tiefe Wälder bekommt, der muss dabei nicht in die Ferne – das Gute liegt oft schon im Osten. Wir zeigen vier Orte in Ostdeutschland, die sich für einen Kurztrip lohnen.

Fahr ins Leipziger Neuseenland! Zum Klicken:

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Wieso ist es dort schön?

Das Leipziger Neuseenland ist nicht nur wunderschön, sondern auch noch super jung – vielleicht sogar jünger als du selbst.

Die Seen entstanden erst in den letzten 20 Jahren aus alten Tagebau-Gebieten, und bis heute wird noch an ihnen gearbeitet. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Dinge zu entdecken, vom gut besuchten Nordstrand am Cospudener See bis hin zur olympiatauglichen Kanu-Anlage, Segelbooten und einem Freizeitpark am Wasser ist alles dabei.

Jeder der Seen hat ein eigenes Konzept, aber alle sind über Kanäle und Flüsse miteinander verbunden. Kein Wunder, dass viele Leipziger sagen: Bei uns ist man schneller am See als auf der Autobahn.

Wie komme ich hin?

  • Leipzig ist innerhalb Deutschlands gut angebunden und problemlos mit dem ICE zu erreichen.
  • Obwohl das Neuseenland südlich der Stadt und inmitten der Natur liegt, ist es noch im S-Bahn-Netz eingebunden.
  • Wer seine Unterkunft im schicken Vorort Markkleeberg aufschlägt, kann sogar mit der Straßenbahn (Linie 10/11) zum Jachthafen fahren.

Wo wohne ich?

Wer neben Wassersport, Baden und Radeln auch noch Leipzig erleben möchte, sollte sich eine Unterkunft in der Stadt suchen und von dort aus mit dem Mietauto oder dem Fahrrad das Neuseenland erkunden.

Vom Hostel "Ost-Apotheke" in Reudnitz aus kommt man sowohl an die hippe Eisenbahnstraße (nördlich) als auch direkt in Richtung Neuseenland (südlich).

Wer lieber vor Ort sein und wirklich Natur tanken möchte, findet im Seepark Auenhain Ferienhäuser, die noch ganz neu und direkt am Ufer des Markkleeberger Sees sind.

Mach eine Grenzwanderung bei Zittau!

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Wieso ist es dort schön?

Wer gerne über Grenzen geht, ist in Jonsdorf genau richtig. Denn der Luftkurort im Zittauer Gebirge ist der wirklich letzte vor der tschechischen Grenze.

Gleich dahinter beginnt Nordböhmen – dazwischen gibt es das kleinste Gebirge Deutschlands mit endlos vielen Möglichkeiten zum Klettern und Wandern. Wer mag, geht morgens in Deutschland los, isst mittags in Tschechien leckeres böhmisches Essen und kommt zum Klettern nachmittags wieder zurück.

In der Jonsdorfer Felsenstadt und am Nonnenfelsen gibt es canyonartige Schluchten und steile Felswände – wer es nach oben schafft, wird mit einem 360°-Panorama in alle Richtungen verwöhnt. Ein bisschen wie die sächsische Schweiz, nur ohne Touribusse und mit Böhmen nebenan. Wunderschön!

Auf Openstreetmap findest du die Pfade, die du betreten darfst.

Wie komme ich hin?

Die Zittauer Schmalspurbahn fährt zwar immer noch, wer aber nicht stundenlang durchs Gebirge unterwegs sein will, nimmt aber lieber das Auto. Von Dresden aus dauert es etwa eineinhalb Stunden. Hat ja keiner gesagt, dass es leicht wäre, an die Grenzen zu gehen. Lohnt sich aber.

Wo wohne ich?

In Jonsdorf gibt es zahlreiche kleine Unterkünfte. In Herbergen wie der Pension Hübner gibt es nicht nur gemütliche Holzeinrichtung, sondern auch ein familiäres Ambiente und zahlreiche Insider-Tipps von echten Locals. Die Ferienwohnungen im denkmalgeschützten Bauernhaus haben außerdem alle WLAN – im Zittauer Gebirge kurz vor Tschechien ein begehrtes Gut.

Besuch das herrlich unscheinbare Gera!

Marc Röhlig
Marc Röhlig
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Wieso ist es dort schön?

Okay, auf den ersten Blick ist es gar nicht so schön. Gera ist eine ehemalige Industriestadt, seit der Wende stehen viele Plattenbauten leer, die Fabriken sind stillgelegt. Auf den zweiten Blick tauchen dann aber viele interessante Kleinode auf.

Gera ist die Geburtsstadt des Malers Otto Dix, die Kunstsammlung der Stadt zeigt seine besten Werke. Auch der Bauherr Henry van de Velde wirkte hier – Architekturfans können tolle Jugendstil-Villen wie das Haus Schulenburg besuchen. Im Stadtwald liegt der Geraer Tierpark, entlang der Elster führt ein Radweg bis nach Leipzig.

Wie komme ich hin?

  • Gera liegt am Hermsdorfer Kreuz – ist also mit der A9 und der A4 gut in alle Richtungen verbunden.
  • Stündlich hält zudem die Regionalbahn aus Leipzig oder Erfurt.

Wo wohne ich?

In der Stadt gibt es viele Hotels und Pensionen. Etwas außerhalb – aber dafür nahe am Stadtwald – liegt die rustikale Pension "Kalte Eiche". Wer schon mal dort ist: Zum "Jagdhof" ist es nur einen kurzen Spaziergang. Die urige Jägerklause mitten im Wald bietet die besten Thüringer Klöße der Region.

Geh wandern auf der Rhön!

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Wieso ist es dort schön?

Weil Mittelgebirge eine beruhigende Wirkung haben. Die Landschaften sind sanft gewellt, die Dörfer sind klein, es wohnen kaum Menschen hier. Ideal zum Runterkommen und zum Tiere beobachten.

Entsprechend selten sieht man Autos oder andere Wanderer, gerade, wenn man im Frühling unterwegs ist. Dann kann es nämlich gerade nachts noch empfindlich kalt werden, Schneefall ist in den höheren Lagen keine Seltenheit.

Der thüringische Teil der Rhön ist der am meisten abgeschiedene, hier gibt es keine Wasserkuppe und keine fränkischen Klöster, die mit ihrem selbstgebrauten Bier die Tagesgäste anlocken. Die Dörfer wirken zuweilen etwas aus der Zeit gefallen, Gaststätten servieren Fleisch mit Kartoffeln und dicker brauner Sauce, zum Nachtisch gibt es Banana Split und zum Frühstück serviert man stolz die Schlachtplatte mit Wurstwaren aus der Metzgerei nebenan.

Wanderrouten gibt es zum Beispiel bei outdooractive.com.

Wie komme ich hin?

Mit den Zügen der Deutschen Bahn nach Bad Salzungen oder nach Fulda, von dort aus mit dem Bus weiter. Aber vorher informieren. Du betrittst den ländlichen Raum, die Busse fahren nicht oft.

Wo wohne ich?

Überall gibt es Landgasthöfe, Ferien auf dem Ponyhof und einfache Pensionen. Man sollte allerdings unbedingt vorher anrufen, nicht dass das einzige Hotel am Platze gerade Feiertag hat oder wegen eines Motorradausfluges komplett ausgebucht ist.

Wander auf den Brocken!

Marc Röhlig
Marc Röhlig
Marc Röhlig
Marc Röhlig
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Wieso ist es dort schön?

Der Harz gehört zu den schönsten und urigsten Wäldern Deutschlands. Mit Moos überwucherte Kiefern liegen neben dem Wegrand, massive Felsbrocken ragen empor – und dann dröhnt irgendwo zwischen den Bäumen eine Dampflok. Die Harzer Brockenbahn.

Vom Bahnhof Drei-Annen-Hohne schnauft sie sich auf den 1142 Meter hohen Gipfel des Brockens. Der Berg war zu DDR-Zeiten Grenzgebiet – heute können Wanderer vom Gipfel nach Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt schauen.

Wer keine Lust auf Wandern hat, der ist im Harz trotzdem gut aufgehoben: Am Fuß des Brocken liegt das wunderschöne Wernigerode. In der kleinen Altstadt schmiegen sich Fachwerkhäuser aneinander, auf einer Anhöhe wacht das Schloss Wernigerode über die Stadt.

Wie komme ich hin?

Die Anbindung ist nicht die beste. Von Hannover oder Leipzig fahren Regionalbahnen, per Auto kommst du über die B6 an.

Wo wohne ich?

Modern und einfach im Harz Hostel, ansonsten gemütlich in einer der unzähligen Pensionen zwischen Wernigerode und Drei-Annen-Hohne. Leckeres Essen und Ferienwohnungen gibt's auch im Eselskrug – eine Schmalspurbahn in Richtung Drei-Annen-Hohne startet direkt vor der Tür.

Lieber in den Norden? Bitteschön:


Haha

Nach Bushido-Phantombild: Spur führt zu weiteren Verdächtigen

31.03.2017, 11:22

Die Polizei Stade sucht mit einem Phantom-Bild nach einem Räuber. Das Dumme daran: Das Bild sieht nicht nur entfernt aus wie der Rapper Bushido, sondern ist ein Bild des Rappers – gespiegelt und mit einem Photoshopfilter überarbeitet. Anhand von einigen Merkmalen im Originalbild kann man das sehr gut nachvollziehen, wie der Bildblog gezeigt hat. Die Polizei streitet das ab.

Darum geht es: