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Street Art und Cocktails zum Frühstück! Dos and Don'ts für deine Reise nach Belfast

25.06.2017, 11:17

Hach, Belfast. Lange war die Stadt sowas wie ein touristisches Stiefkind in Nordirland. Völlig zu Unrecht, denn die nordirische Hauptstadt ist so etwas wie die Antithese des Massentourismus'. 

Die Stadt am River Lagan ist voll mit interessanter und schwieriger Geschichte, die auch heute noch sichtbar und erlebbar ist. Das schöne: Man kann alles wunderbar zu Fuß erkunden.

Belfast im Schnelldurchlauf – Die schönsten Bilder aus der Stadt:

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Mit diesen Dos and Don'ts verbringst du in Belfast den perfekten Städtetrip:

Dos

1. Im Ulster Museum und dem Palmenhaus in eine andere Welt eintauchen.

Das Ulster Museum befindet sich im botanischen Garten der Stadt, der von der Stadtmitte aus zu Fuß erreichbar ist. Es bietet neben einer Kunst- und Gemäldesammlung einen umfangreichen Bestand an Ausstellungsstücken wie Tier- und Pflanzenpräparate. Aber besonders ans Herz zu legen ist jedem Belfast-Besucher eine Sammlung, die sich speziell mit irischer Geschichte und den "Troubles" (dem Nordirlandkonflikt zwischen 1969 und 1998) auseinandersetzt.

Wer nach so viel Geschichte kurzweilige Zerstreuung sucht, findet sie im nahe gelegenen Palmenhaus. Der 1840 erbaute Glas- und Metallbau ist zu jeder Jahreszeit bei Einheimischen und Besuchern beliebt. Klar, denn das tropische Klima dort ist an so manchem verregneten Tag in Belfast eine wunderbare Abwechslung.

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2. Bei Maggie Mays Ulster Fry essen oder Cocktails zum Frühstück bei Miel et Moi.

Es gibt eine nicht endend wollende Diskussion darüber, wo man das beste Ulster Fry (die lokale Variante des Full English Breakfast) in Belfast bekommt. Ein Ort, der auf jeden Fall weit oben auf der Liste steht, ist das Maggie Mays. Das Café liegt in Laufweite zum botanischen Garten und ist besonders bei Studenten und jungen Familien beliebt. Zum Fry aus Eiern, Bacon, Würstchen, Kartoffelbrot, etc. empfiehlt es sich übrigens "Gravy“, also Bratensoße, zu bestellen. 

Wem das zu deftig ist, der fühlt sich vielleicht im Miel et Moi besser aufgehoben. Die Café-Bar kombiniert als Nordirlands erste "fully-licenced" Patisserie leckere Cocktails mit wunderschönen Törtchen, die in der hauseigenen Bäckerei handgemacht werden.

3. Picknick mit Blick über Belfast und die Bucht.

Für die Fahrt zum Belfast Castle am Hang des Cave Hill lohnt sich sogar ein Taxi. Das Schloss liegt 120 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen fantastischen Blick über ganz Belfast.

Wenn das Wetter an einem  Samstag gut ist, kann man vor dem Trip zum Castle auf dem St George's Market einige lokale Leckereien einkaufen und im Schlosspark, etwas abseits vom Besuchertrubel, ein kleines Picknick machen. Der St George's Market bietet auch an anderen Wochentagen eine tolle Auswahl. Mit einem Angebot von handgemachter Marmelade bis zu antiken Möbeln lädt das historische Bauwerk auch im Regen zum stöbern ein.

4. Im Cathedral Quarter um die Häuser ziehen.

Tagsüber kann man im Cathedral Quarter bei der Belfast School of Art die Street Art bewundern: Von LGBT-Gemälden (die als Erinnerung daran dienen, das queeren Menschen in Nordirland weiter Rechte vorenthalten werden, die für Menschen in Großbritannien und der Republik Irland selbstverständlich sind) zu bunten Fabelwesen ist für jeden etwas dabei. 

Mehr dazu hier:

5. Bis zum Abend im Cathedral Quarter bleiben – dann wird die Ecke zur Ausgehmeile. 

Die Grundlage für einen feuchtfröhlichen Abend kann man im Bootleggers schaffen. Ein Burger Joint, der irgendwo zwischen Bar, Diner und Speakeasy einzuordnen ist. Besonders witzig: An den Wänden hängen zum Teil alte deutsche Wandkarten, die der ein oder vielleicht noch aus der Grundschule kennt.

Don'ts

1. Sich nicht über Nordirlands Geschichte informieren.

Der Nordirlandkonflikt wurde 1998 mit dem Good Friday Agreement durch einen Waffenstillstand befriedet, doch Belfast ist bis heute eine Stadt in der politische Extreme aufeinandertreffen. Ein Ort, an dem das auch bis heute erlebbar bleibt, sind die sogenannten Peace Walls:

Viele der Peace Walls sind mit politischen Wandbildern bemalt, die sich jeweils nach politischer Allianz der Nachbarschaft unterscheiden. Es gibt zwar Pläne alle Peace Walls bis 2023 zu entfernen, doch selbst dieser Schritt wird kontrovers diskutiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Situation in Nordirland, besonders im Bezug auf den anstehenden Brexit und die Regierungsneubildung in Westminster, in Zukunft entwickelt.

Hier gibt's noch mehr zum Thema:

2. Zum Titanic Belfast gehen.

Wer multimediale Erlebnismuseen mag und sich für den 1912 gesunkenen Luxusliner interessiert, hat vielleicht Spaß an dem Publikumsmagneten Titanic Belfast. Doch besonders in den Sommermonaten ist es hier oft voll und deshalb auch anstrengend. Architektonisch beeindruckend ist das Gebäude im Titanic Quarter sicherlich, aber vielleicht reicht auch der Blick von außen während eines Spaziergangs im Quartier. 

2. Nur in der Stadt bleiben.

Wenn man etwas mehr Zeit für Nordirland hat, bietet es sich an Belfast, so schön es auch ist, zu verlassen. 

Das Umland ist reich an Naturschönheiten, die man wunderbar erwandern kann. Giant's Causeway, eine atemberaubend schöne Felsformation liegt etwa eine Autostunde nördlich an der Küste. Eine Stunde südlich von Belfast befinden sich die Mourne Mountains, welche angeblich C.S. Lewis zu "Die Chroniken von Narnia" inspiriert haben sollen. Aber auch für Fans der Serie "Game of Thrones", welche zum Teil in Nordirland gedreht wurde, gibt es eine große Anzahl geführter Touren und Trecks zu Serienschauplätzen wie den Dark Hedges in Ballymoney. 

3. Seinen Regenschirm vergessen oder sich auf den Wetterbericht verlassen.

Das Wetter auf der irischen Insel ist unberechenbar. Was morgens wie wolkenloser Himmel und Sonnenschein aussieht, schlägt gerne mal in kurze, heftige Schauer um, besonders im Sommer. Deshalb: Immer einen Regenschirm dabei haben, wenn man die Stadt erkundet. Aber Belfasts Bewohner sind an ihr Wetter gewöhnt und lassen sich davon nicht die Stimmung verderben.

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