Trip

Ab in den Süden! Diese Ziele in Bayern und Baden-Württemberg sind perfekt für einen Kurztrip

11.04.2017, 18:57

In Süddeutschland ist es einfach am schönsten – finden zumindest die Menschen, die in Deutschland Urlaub machen. Laut Übernachtungsstatistik des Statistischen Bundesamts zieht es jedes Jahr mit Abstand die meisten Touristen (aus dem In- und Ausland) nach Bayern, an zweiter Stelle folgt Nachbarland Baden-Württemberg.

Wen wundert's? Schließlich hat der Süden mit seinen hohen Bergen, tiefblauen Seen und romantischen Städten ziemlich viel zu bieten. Und: Das Wetter ist dort meist auch besser als im Rest Deutschlands. Also auf geht's!

Wir haben fünf Orte in Süddeutschland gesammelt, die sich wunderbar für einen Kurztrip eignen. 

Miriam: Walchensee und Kochelsee

(Bild: Imago/Westend61)

Warum?

Wenn man nach der einstündigen Fahrt von München zum Walchensee aus dem Auto steigt, fühlt man sich sofort wie im Urlaub – nicht zuletzt wegen der vielen Surfer auf dem Wasser. 

Der Walchensee liegt im wunderschönen Bergpanorama der bayerischen Voralpen. Wer gerne wandert, besteigt am besten den Herzogstand und genießt die einmalige Aussicht auf Walchensee und Karwendel im Süden und den benachbarten Kochelsee im Norden. Im Berggasthaus sollte man einen Brotzeitteller und eine Maß Radler (oder Spezi) bestellen. Wer nicht laufen mag, fährt zum Mittagessen einfach mit dem Lift zum Gasthaus.

Bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Ausflug an den zehn Minuten entfernten Kochelsee, der durch sechs Wasserkraftwerk-Rohre mit dem Walchensee verbunden ist. Im Franz Marc Museum kann man die berühmten blauen Pferde und gelben Kühe bestaunen. Danach in der Kristalltherme Trimini die Seele baumeln lassen – natürlich mit Seeblick.

Wie komme ich hin?

Von München aus entweder mit dem Auto über die A95 oder umweltfreundlicher mit der Regionalbahn nach Kochel. Beides dauert circa eine Stunde.

Wo wohne ich?

Ab Mai schläfst du am Besten auf dem Campingplatz Walchensee. Dort kannst du mit den anderen (jungen) Gästen grillen und dir Schauergeschichten vom Seeungeheuer erzählen, das im 192 Meter tiefen Walchensee lauert. Im Herbst und Winter empfiehlt sich einer der urigen bayerischen Landgasthöfe.


Basti: Würzburg

(Bild: Imago/Imagebroker)

Warum?

Weil es hier wunderschön ist! Die Stadt liegt zwischen Weinhängen eingekesselt am Main. Überall gibt es romantische Gassen und Biergärten, schöne Architektur und alte Bauwerke. In der Lommbock-Kulisse lässt man sich treiben, flaniert am Fluss entlang, schlägt sich den Bauch mit Meefischli und Wein voll – und freut sich über das überdurchschnittlich gute Wetter. 

Du bist genau einen Tag lang in Würzburg? Dann könnte der zum Beispiel so aussehen: Zum Wachwerden gehst du in den Hofgarten und schaust den vielen Brautpaaren zu, die dort ihre Hochzeitsfotos aufnehmen lassen. Nachmittags setzt du dich mit Mainblick ins Alter Kranen und bestellst dir ein paar Keiler oder das leckere Würzburger Hofbräu. Yummy!

Abends stellst du dich zu den Menschenmassen auf die alte Mainbrücke und trinkst im Stehen zwei Gläser Wein aus dem kleinen Holzausschank der Alten Mainmühle. Über dir thront die Festung Marienberg, unter dir glitzert der Main. Herrlich! 

Wie komme ich hin?

Wer kein Auto hat, kann Würzburg super mit der Bahn erreichen. Das geht sowohl mit dem ICE als auch mit der (günstigeren) Bummelbahn. Auch aus weiter entfernten Städten lohnt sich ein Blick in Mitfahrzentralen wie Bla Bla Car – weil in Würzburg viele Studenten wohnen, gibt es häufig günstige Angebote. 

Wo wohne ich?

Zentral und günstig wohnst du im Hostel Babelfish, das liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Wer auf Lagerfeuer-Romantik steht: In den Städten und Dörfern rund um Würzburg gibt es viele Campingplätze.


Eva: Konstanz

(Bild: Imago/Westend61)

Warum?

Schon die Anreise ist ein Erlebnis: Der Zug fährt gefühlt direkt in den Bodensee, bevor er in einem kleinen Kopfbahnhof buchstäblich am Ende Deutschlands zum Stehen kommt. Wer nach Konstanz fährt, ist eigentlich schon in der Schweiz, allerdings ohne die entsprechenden Preise – was das Studentenstädtchen auch für Schweizer zu einem beliebten Reiseziel macht.

In der Altstadt reihen sich Cafés, Kneipen und Bars aneinander. Im Café Voglhaus werden fast nur Zutaten aus der Region verwendet, die dank ihres ganzjährig milden Klimas für den Anbau von Gemüse bekannt ist.

Das Bodensee-Ufer eignet sich perfekt für lange Spaziergänge und Radtouren, im Sommer kann man im See baden. Ein Besuch auf der Insel Mainau mit ihren subtropischen Gärten und Parkanlagen ist ein Muss. Und wer kann, isst irgendwo Felchen, eine Fischart, die nur hier im Bodensee vorkommt. 

Wie komme ich hin?

Mit den Zügen der Deutschen Bahn von Stuttgart oder von Zürich aus. Mit dem Auto erreichst du Konstanz über die A81 und die B33.

Wo wohne ich?

Wer die höheren Preise nicht scheut, logiert auf der Schweizer Seite in der Jugendherberge Kreuzlingen, einer renovierten Villa mit eigenem Park. Zentral in der Konstanzer Altstadt liegt die "Herberge Glueckseeligkeit".

Du brauchst mehr Inspiration? Instagram-Star Jannik Obenhoff zeigt, wie schön Deutschland ist:

Jannik Obenhoff
Jannik Obenhoff
Jannik Obenhoff
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Jannik Obenhoff
Jannik Obenhoff
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Caro: Besenwanderungen in Stuttgart

(Bild: imago/ Westend61)

Warum? 

Weil die Besâ zu den schönsten und authentischsten schwäbischen Traditionen gehört. Während der Besenwanderung öffnen die örtlichen Winzer (auf Schwäbisch: Wengertern) ihre Häuser für hungrige und durstige Wanderer, schenken ihre Weine aus und bieten deftige Speisen an, von Schlachtplatten über Sauerkraut bis Maultauschen. Traditionell öffneten die Besenwirtschaften nach der Weinlese im Herbst und für höchstens vier Monate im Jahr; heute haben viele auch im Frühling und Sommer geöffnet. Hier kannst du nachschauen, wann welche Wirtschaft in der Region offen hat.

Wer durch die Stuttgarter Weinberge wandert (die praktisch mitten in der Stadt liegen) kann die Besenwirtschaften gar nicht verfehlen, sie sind nämlich mit einem Reisigbesen über der Haustür gekennzeichnet. Drinnen herrscht meist ausgelassene Stimmung, Tischgrenzen spielen keine Rolle – den Viertele (Maßeinheit für ein Viertel Liter Wein) sei Dank. 

Eine der beliebtesten Routen ist der Weinwanderweg von Obertürkheim nach Untertürkheim, der neben den Reblandschaften auch an der Grabkapelle auf dem Württemberg vorbeiführt. Andere schöne Weinwanderwege findest du hier

Wie komme ich hin?

Am besten fährst du mit dem Zug zum Stuttgarter Hauptbahnhof, dann bist du schon mitten in der Stadt; von dort erreichst du  die Wanderwege mit U- und S-Bahn. Günstiger sind oft Fernbusse, die etwas außerhalb der Stadt ankommen, aber trotzdem gut angebunden sind. 

Wo wohne ich?

Recht günstig (ab ca. 28 Euro pro Nacht) übernachtest du in der Jugendherberge Stuttgart International, die sehr zentral liegt. Ansonsten findest du auch über Airbnb ein Zimmer. 

Eine Besenwanderung in Bildern:

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Julia: Garmisch-Partenkirchen

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Warum?

"Fahren da nicht nur Rentner hin!?" – Garmisch-Partenkirchen hat unter jüngeren Menschen einen nicht ganz so guten Ruf. Dabei ist das kleine Örtchen in den bayerischen Alpen ein hervorragendes Ziel für einen Kurztrip, im Sommer und im Winter. Garmisch liegt nämlich nicht nur in der Nähe einiger Ski-Pisten, du kannst von dort aus auch mit der Zahnradbahn auf die Zugspitze oder auf die Alp-Spitze fahren. Nach einem halbstündigen Spaziergang bist du außerdem direkt an der Partnachklamm, einer beeindruckende Schlucht zwischen Felswänden.

Wie komme ich hin?

Am einfachsten mit dem Zug. Bis München fahren ICEs und danach geht es mit der Regionalbahn weiter. Wer kein Gewissen hat, kann auch bequem fliegen: Vom Flughafen München ist man in circa eineinhalb bis zwei Stunden in Garmisch-Partenkirchen. 

Wo wohne ich?

Am günstigsten wohnt es sich, vor allem mit mehreren Personen, in Ferienwohnungen oder kleineren Pensionen. Für ein Hotelzimmer müssen Urlauber rund 100 Euro einplanen. Ähnliche Preisklasse, aber mal was anderes: Kleine Berghütten auf Campingplätzen.

Süddeutschland ist dir zu weit weg? Wir haben auch Tipps für den Norden:


Future

Geld fürs Studieren: So bekommst du auch als Normalo ein Stipendium

11.04.2017, 17:45 · Aktualisiert: 15.04.2017, 10:32

In Deutschland gibt es rund 2,8 Millionen Studenten. Vier Prozent von ihnen bekommen ein Stipendium, sagt das Deutsche Studentenwerk. Es scheint, als ist die Förderung nur etwas für Überflieger. Wer sich nicht schon in der Schule ehrenamtlich engagiert hat, musiziert und drei Fremdsprachen spricht, hat keine Chance auf eine Förderung.

Ein großer Irrtum, findet Mira Maier. Für ihre eigene Doktorarbeit hat die 31-Jährige monatelang nach einem geeigneten Stipendium gesucht. Und bei ihrer Recherche festgestellt: "Es gibt unzählige Förderangebote, wahrscheinlich in Millionenhöhe, die jährlich ins Leere laufen." Das brachte die Betriebswirtin auf eine Idee: "Ich wollte es den Studenten in Zukunft erleichtern, eine Förderung zu finden", sagt Mira zu bento.