Trip

Was Reisende und Gastgeber auf Airbnb erleben

16.10.2017, 10:25

"Überall lagen Zigaretten- und Jointstümmel. Die Kinder hatten in die Betten gepinkelt."

Derek Stares ist IT-Fachmann. Mit Rauchdetektoren hat er nicht viel zu tun, aber das schwarze Loch in dem weißen Gerät kam ihm dann doch sonderbar vor.

Der junge US-Amerikaner war mit seiner Frau für einen Urlaub nach Florida gefahren, wo sie ein Apartment über Airbnb gebucht hatten.

Im Schlafzimmer stand ein Doppelbett, die Bettwäsche war frisch bezogen. Darüber hing der Rauchmelder mit dem sonderbaren Loch.

Vielleicht war es Neugier oder schlicht Intuition – Derek nahm das Gerät ab und fand darin eine winzige Kamera und eine Speicherkarte.

Der Gastgeber seiner Airbnb-Unterkunft hatte seine Gäste heimlich gefilmt.

Alarmiert suchte Derek den Rest der Wohnung ab – und fand im Wohnzimmer die gleiche Konstruktion.

Er rief die Polizei. (abc News)

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Eigentlich ist die Idee von Airbnb gut: Statt Unmengen Geld für unpersönliche Hotels auszugeben, können Reisende über die Plattform günstiger bei Einheimischen übernachten. Das schafft eine ganz andere Nähe zum Ort, zu den Bewohnern. Der Gastgeber weiß, wo man die besten Croissants bekommt, vielleicht trinkt man in der Küche sogar ein Glas Wein zusammen.

Und Menschen, die ein freies Zimmer haben oder oft unterwegs sind, können ihren Wohnraum teilen und sich damit noch etwas dazu verdienen.

Aber das ist natürlich immer mit Risiko verbunden.

Letztlich weiß man nicht, mit wem man es zu tun hat. Oft wird man positiv überrascht – und manchmal böse:

Auch uns haben in den vergangenen Tagen Geschichten von Lesern erreicht, die von unangenehmen oder enttäuschenden Airbnb-Erlebnissen erzählen.

Was Reisende und Gastgeber auf Airbnb erlebt haben:

1/12

Ganz so schlimm, wie Dereks Erfahrung, war davon zum Glück keine.

Aber die Erwartungshaltungen der Nutzer gehen offensichtlich immer wieder auseinander. Die einen legen liebevoll Schokoladenherzen auf die frisch bezogenen Betten, andere machen sich nicht mal die Mühe, Zahnpastaflecken vom Badezimmerspiegel zu putzen.

Die einen Gäste bemühen sich, alles zu hinterlassen, wie es war. Andere beschweren sich über jede Kleinigkeit. Im Vordergrund steht für viele: das Geld. Für die Gäste, die sparen und die Gastgeber, die verdienen. Aber der Anstand sollte dabei niemals auf der Strecke bleiben.

Warum unser Autor gerne Airbnb nutzt – trotz aller Kritik:

Für Derek und seine Frau ist gerade nochmal alles gut gegangen. Hätten sie das Gerät nicht bemerkt, würde ein Spanner jetzt vielleicht Sexaufnahmen von ihnen im Netz verbreiten.

Die Polizei nahm ihren Gastgeber fest und stellte dabei alle elektronischen Geräte sicher. Airbnb blockierte sein Profil. Wie viele andere Gäste jedoch bereits zu seinen Opfern zählen: unklar.

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Porno-Verleger bietet 10 Millionen Dollar "Lösegeld" für Infos über Trump

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Das versprach Flynt, Herausgeber des Pornomagazins "Hustler" in einer ganzseitigen Anzeige, die am Sonntag in der "Washington Post" erschien: