Bild: Reuters/Christian Hartmann

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Frankreich: Macron und Le Pen kommen in die Stichwahl

23.04.2017, 20:04 · Aktualisiert: 24.04.2017, 18:16

Emmanuel Macron und Marine Le Pen haben die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen erzielte der unabhängige Kandidat Macron am Sonntag 24,01 Prozent der Stimmen. Die Chefin des Front National bekam 21,30 Prozent. ("Le Monde", detaillierte Ergebnisse gibt es auf der Website des Innenministeriums; beides auf Französisch)

Die Gewinner werden am 7. Mai in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

So reagierten die Gewinner

In seiner Dankesrede sprach Macron vom vereinten "Frankreich der Patrioten in einem schützenden Europa", für das er stehe. "Der Kampf dafür beginnt heute Abend, und wir werden ihn gewinnen".

Le Pen feierte sich als "Kandidatin des Volkes". Sie dankte ihren Wählern, die ihr die Aufgabe übertragen hätten, "unser Land zu verteidigen – seine Kultur, seinen Wohlstand, seine Unabhängigkeit". ("Le Monde", auf Französisch)

Um französischer Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die absolute Mehrheit, also mehr als die Hälfte aller Stimmen. Das hat bislang noch niemand in der ersten Wahlrunde geschafft. Deshalb wurden auch diesmal von vornherein zwei Wahltermine festgelegt. (bento)

In diesem Jahr war unklar, wer die Stichwahl um das Amt des französischen Präsidenten erreicht: Noch kurz vor dem ersten Wahlgang hatten vier der elf Kandidaten in Umfragen fast gleichauf gelegen (bento). Mehrere Medien hatten vorab angekündigt, dass die Namen der Gewinner wegen des knappen Rennens später feststehen könnten als üblich ("Le Monde", auf Französisch).

Tatsächlich knapp war das Abschneiden der Nächstplatzierten: Der Republikaner François Fillon und der Linke Jean-Luc Mélenchon folgen demnach mit 20,01 und 19,58 Prozent. Benoît Hamon, Kandidat der Parti socialiste, erreichte nur 6,36 Prozent.

Wir haben die Wahl bei WhatsApp begleitet. Hier sind Auszüge aus dem Chat:

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Bereits unmittelbar nach Bekanntgabe der Hochrechnungen riefen viele Politiker dazu auf, in der Stichwahl für Macron und damit gegen den Front National zu stimmen, darunter Benoît Hamon und der französische Premierminister Bernard Cazeneuve. Auch François Fillon sagte, er werde für Macron stimmen.

"Ich rufe dazu auf, den Front National so hoch wie möglich zu schlagen, indem man für Emmanuel Macron stimmt, auch wenn er nicht der Linken angehört."
Benoît Hamon

Die Wahlbeteiligung in dieser ersten Runde war, wie bei Präsidentschaftswahlen üblich, hoch: 78,7 Prozent der wahlberechtigten Franzosen gaben ihre Stimme ab ("Le Monde", auf Französisch), etwas weniger als bei der ersten Runde im Jahr 2012. An französischen Konsulaten im Ausland entstanden zum Teil lange Schlangen ("Le Monde", auf Französisch).

Wegen der hohen Terrorgefahr wurden die Wahllokale streng bewacht, etwa 50.000 Polizisten und 7000 Soldaten waren im Einsatz (SPIEGEL ONLINE). In Besançon und Saint-Omer wurden Wahllokale vorübergehend geschlossen, weil verdächtige Fahrzeuge in der Nähe abgestellt worden waren (LCI, auf Französisch).

Auch für die Stichwahl am 7. Mai wollen wir wieder einen WhatsApp-Chat starten. Hier kannst du dich anmelden:


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