Bild: Paul Zinken/ dpa

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Vandalismus bei der Bahn: Was führte zu dem Chaos?

19.06.2017, 11:43 · Aktualisiert: 19.06.2017, 13:59

Deutschlandweit ist es am frühen Montagmorgen zu zahlreichen Bahnstörungen gekommen. Besonders betroffen waren Hamburg, Niedersachsen, Berlin, NRW und Sachsen. Strecken waren nicht mehr befahrbar, es kam zu erheblichen Verspätungen. 

Was steckt dahinter?

Vandalismus. Die Bahn berichtet von einem Dutzend Bränden an den Kabelanlagen, die etliche Züge an der Weiterfahrt hinderten.

Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund. Das operative Abwehrzentrum (OAZ) ermittelt nun die Ursachen. Es ist zuständig für die Aufklärung extremistischer Straftaten. OAZ-Sprecherin Kathleen Doetzsch sagte zur "Bild": 

"Wir gehen von einer überregional konzipierten Aktion aus. Zwischen 1 Uhr und 4.30 Uhr gab es insgesamt zwölf Brandanschläge in fünf Bundesländern."

Außerdem gibt es Spekulationen, dass die Brände in Zusammenhang mit dem G20-Gipfel stehen. Es könnte eine erste Protestaktion gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli in Hamburg sein.

Der "Tagesspiegel" zitiert Sicherheitskreise, die Linksextremisten als Täter vermuten. "Es handelt sich offenbar um eine konzertierte Aktion mit Blick auf den G20-Gipfel in Hamburg", hieß es.

Auf der linken Plattform Indymedia behaupten Nutzer, für die Anschläge verantwortlich zu sein. "Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen!", fordern sie in dem dort hochgeladenen Bekennerschreiben. Es soll sich um Linksradikale handeln.

(Bild: Paul Zinken/ dpa)

Falls du gerade im Bahnchaos feststeckst, lenk dich mit witzigen Bahn-Ansagen ab:

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Welche Strecken sind betroffen?

Neben dem Fern- auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr. Verspätungen gibt es zum Beispiel zwischen Leipzig und Dresden, zwischen Hamburg und Lübeck, zwischen Dortmund und Bochum. In Berlin sind viele S-Bahn-Linien betroffen.

Am Montagmittag gab es noch Verspätungen von bis zu einer Stunde. Bis wann die Schäden behoben sein werden, ist unklar.


Gerechtigkeit

Was die G20-Kritiker bei ihrem Treffen mit Merkel fordern

19.06.2017, 11:42 · Aktualisiert: 23.06.2017, 14:36

In knapp drei Wochen kommt die Welt nach Hamburg – oder zumindest die Mächtigen der Welt. Am 7. und 8. Juli findet der G20-Gipfel in Hamburg statt, Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrienationen kommen auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Es soll unter anderem um die Flüchtlingsfrage gehen, um die Eindämmung von Hungersnöten und um den Kampf gegen den Terror.

Donald Trump wird kommen, Wladimir Putin wird kommen, auch Recep Tayyip Erdogan wird kommen. Und viele Gegendemonstranten – denn das Gipfeltreffen der Großen ist nicht unumstritten. Viele kritisieren, dass die Industrienationen ihren Reichtum auf der Ausbeutung ärmerer Länder gründen. Das Treffen sei reine Symbolpolitik, wirkliche Entscheidungen werden nicht getroffen.

Damit sich das ändert, findet nun vorab ein kleiner G20-Gipfel statt – der Civil20 oder C20.