Bild: Soeren Stache/dpa/Symbolbild/Club in Berlin

11.07.2018, 11:25 · Aktualisiert: 11.07.2018, 11:25

Das Drama in 3 Akten

Eine schreckliche Vorstellung: Du steckst in einem Escape-Room fest und kommst nicht mehr raus. Etwas Schadenfreude kommt allerdings auf, wenn man sich vorstellt, dass es ein Krimineller ist, der dort feststeckt. So wie es jetzt in Vancouver im US-Bundesstaat Washington passiert ist. Dort verschaffte sich nämlich ein Einbrecher Zugang zu einem Escape-Room – und konnte sich dann nicht mehr befreien.

Und so lief das ab:

1. Der erste Einbruchsversuch scheiterte noch.

Der 40 Jahre alte Mann versuchte, sich zuerst über die Hintertür des Geschäfts in einem Einkaufszentrum Zugang zu verschaffen. Betreiberin Tamara Bertrand sagte der Zeitung "The Columbian", der Verdächtige habe den Fluchtbereich schwer beschädigt. Später habe er dann seinen Weg über den Elektroraum des Büroparks gefunden, wo er in einem Schließfach einen Schlüssel für das Geschäft fand.

2. Der einzige Ausweg: Die Polizei zur Hilfe holen.

Der Escape-Room bietet thematische Räume an, in denen Gruppen Rätsel lösen müssen, um ihren Weg zu finden. Für den Einbrecher war aber wohl eher der Weg hinein das größte Abenteuer.

Mit dem erbeuteten Schlüssel öffnete der Mann Berichten zufolge eine Tür, die die beiden Rätsel-Räume miteinander verband. Dort kippte er einige Gegenstände um und war nicht mehr in der Lage, sich zu befreien. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als selbst den Notruf anzurufen und die Polizei um Hilfe zu bitten. Vier Anrufe setzte er ab. (Mashable)

3. Und am Ende stellte er sich selbst als Opfer dar.

Eine Begründung für den ganzen Vorfall hatte der Einbrecher anschließend auch: Angeblich sei in seinem eigenen Zuhause eingebrochen worden. Deshalb habe er Unterschlupf gesucht, erzählte der Mann der Polizei. Die Adresse, die er angab, existiert aber laut Behörden nicht.

Nach seiner Befreiung wurde er allerdings direkt wieder festgenommen. Und tischte noch einige andere Geschichten auf. Auch zum Burrito-Essen sei er in das Gebäude gekommen. Und ein Versehen sei das alles auch gewesen.

Chefin Tamara Bertrand scherzte:

"Wir haben jetzt eine Null-Prozent-Fluchtrate bei Verbrechen."


Fühlen

Was sind das eigentlich für Leute, die Liebesschlösser aufhängen?

11.07.2018, 10:45 · Aktualisiert: 12.07.2018, 13:08

Hier erzählen Paare und Freunde, was ihnen die Aktion bedeutet.

Ein Klick, ein Kuss – Schlüssel ins Wasser. Auf diese Art besiegeln in Köln jeden Tag viele Menschen ihre Liebe. An der Hohenzollernbrücke nahe des Hauptbahnhofes hängen Paare und Freunde Vorhängeschlösser auf. Jedes ist beschriftet: "J+P", "Helga & Hans", "Für immer und ewig".

An der Kölner Brücke hängen schätzungsweise 150.000 Schlösser, die zusammen etwa 45 Tonnen wiegen. (WDR)