Bild: Lionel C. Bendtner

28.04.2017, 08:58

Polizisten haben Anfang April Pfefferspray gegen junge Menschen eingesetzt, die mit einer friedlichen Sitzblockade gegen einen rechten Aufmarsch in Sonneberg in Thüringen protestiert hatten (bento). Wie sich jetzt herausstellt, hatten die Polizisten dafür gar keine Erlaubnis vom Innenministerium. Das berichtet Thüringen24.

Warum das Pfefferspray dennoch eingesetzt worden sei, werde derzeit geprüft, sagte Innenstaatssekretär Udo Götze am Donnerstag im Innenausschuss des Landtages in Erfurt. Nach einem Erlass aus dem Jahr 2016 solle das Gas grundsätzlich nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden.

Was war passiert?

Vor gut vier Wochen hatten sich in der Stadt etwa 15 Gegendemonstranten zusammengeschlossen, um einen Aufmarsch der Thügida zu stoppen. Damals hatte der Thüringer Fotojournalist Lionel C. Bendtner bento die Situation so beschrieben: "Als die Thügida-Demonstranten noch etwa 150 Meter entfernt waren, griffen plötzlich Polizisten ein."

Erst hätten sie einige der Gegendemonstranten aus der Sitzblockade gezogen und von der Straße geschubst, dann habe sich plötzlich einer der Polizisten vor der Blockade aufgebaut und die Gruppe von rechts nach links mit Pfefferspray besprüht.

"Es gab keinerlei Aufforderungen, die Straße frei zu machen", sagt Bendtner, "und es war eindeutig keine Gefahrensituation, in der das Pfefferspray eingesetzt wurde."

Auch die Polizei bestätigte bento damals den Vorfall. Noch am Tag der Demonstration gingen Strafanzeigen gegen Polizeibeamte ein.

Hier kannst du auf flickr eine Fotostrecke zu dem Vorfall sehen.

Wie geht's jetzt weiter?

Ob der Einsatz für die Polizisten rechtliche Konsequenzen hat, steht noch nicht fest. Nach Angaben des Staatssekretärs werden erst nich die strafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgewartet.

Hier kannst du den Fall noch mal nachlesen:


Today

Michelle Obama will nicht Präsidentin werden - aber sie hat einen guten Grund

28.04.2017, 08:35

Es war die größte Hoffnung für einige Amerikaner, dass die Obamas eines Tages ins Weiße Haus zurückkehren würden – mit Michelle Obama als Präsidentin. Doch diese Spekulationen sind jetzt ein für alle Mal beendet worden. 

Michelle Obama will sich niemals für ein politisches Amt bewerben. Denn sie würde ihren Kindern das nicht noch einmal zumuten wollen, sagte sie bei einer Podiumsdiskussion des "American Institute of Architecture" in Orlando. Es war ihr erster Auftritt seit dem Ende der Präsidentschaft von Barack Obama. (CNN)