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Statt Trinkgeld bekommt eine Kellnerin erst einen rassistischen Spruch – dann hilft das Netz

10.01.2017, 11:14

Ein Pärchen hat in einem Restaurants in Virginia der Kellnerin Kelly Carter kein Trinkgeld gegeben – weil sie schwarz ist. So schrieben sie es auf die Quittung: "Guter Service. Geben Schwarzen kein Trinkgeld".

Dies hat eine Welle der Empörung und Solidarität losgetreten, so der Restaurantbesitzer des "Anita's New Mexico Style Cafe", Tommy Tellez, gegenüber der BBC: Stammkunden kämen vorbei, um die Kellnerin zu umarmen und ihr Geld zuzustecken – und so das verwehrte Trinkgeld zu kompensieren.

Außerdem starteten sie eine Crowdfunding Kampagne YouCaring, durch die mittlerweile über 2.500 Dollar zusammengekommen sind.

"Ich war total geschockt", sagte Kelly Carter über den Vorfall in einer Show von NBC Washington. "Ich musste drei Mal auf die Quittung gucken, sowas ist mir in meiner ganzen Zeit als Kellnerin noch nie passiert".

Trotzdem ist sie dem Pärchen gegenüber nicht nachtragend: "Sie verletzen sich dadurch nur selbst. Mich machen sie stärker". Sie würde sich freuen, sie nochmal im Anita's New Mexico Style Cafe zu sehen.

Wie die Kellnerin lokalen Medien berichtete, hätte das Pärchen sie sogar zu dem guten Frühstück beglückwünscht, das sie ihnen servierte.

Noch mehr als in Deutschland ist es in den USA üblich, Trinkgeld zu geben. Kellner verdienen oft weniger als den Mindestlohn und sind auf das Trinkgeld angewiesen. Normalerweise gibt man 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags als "Tip".


Gerechtigkeit

Gut so: Islamfeindliche Legida lässt das Marschieren sein

10.01.2017, 11:09

Bei der islamfeindlichen Protestbewegung Legida läuft's nicht mehr. Die Organisatoren wollen künftig keine regelmäßigen Großdemonstrationen mehr in Leipzig veranstalten. Das sagte Mitorganisator Arndt Hohnstädter der "Leipziger Volkszeitung".

Legida war ein Ableger des fremdenfeindlichen Bündnisses Pegida aus Dresden, ähnlich wie auch die Ableger Thügida in Ostthüringen und Bärgida in Berlin. Hohnstädter sagt: "Wir haben uns als Legida wirklich bemüht, mit Dresden und Chemnitz eine Struktur aufzubauen. Leider ist uns das bis heute nicht geglückt." Legida gibt damit nach fast genau zwei Jahren auf – die erste Demo fand am 12. Januar 2015 statt.