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Martin Schulz tritt als SPD-Chef ab, Olaf Scholz übernimmt, Andrea Nahles soll im April gewählt werden

13.02.2018, 19:18 · Aktualisiert: 14.02.2018, 11:40

Martin Schulz hat wie angekündigt den SPD-Chefposten geräumt. Das erklärte er am Dienstagabend im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Bis Andrea Nahles am 22. April auf einem Parteitag zu seiner Nachfolgerin gewählt werden kann, übernimmt sein dienstältester Stellvertreter das Amt – der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz.

Die SPD hatte Martin Schulz vor einem Jahr zu ihrem Chef gewählt und war mit ihm begeistert in den Bundestagswahlkampf gezogen. Die Partei kam bei der Wahl im September auf 20,5 Prozent – ein bitteres Ergebnis.

Eigentlich wollte Martin Schulz die SPD danach auf keinen Fall erneut in eine Große Koalition führen. Nachdem sich die Union aus CDU und CSU aber nicht mit der FDP auf eine Regierung einigen konnte, verhandelte er schließlich doch mit Angela Merkel.

Gleichzeitig wuchs der Druck innerhalb der Partei für einen Neuanfang. Schließlich entschied sich Martin Schulz für den Rückzug. (bento)

Die Nominierung von Andrea Nahles zu seiner Nachfolgerin hat in der Partei auch für Kritik gesorgt: Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange tritt als Gegenkandidatin an. In einer aktuellen Umfrage, dem Wahltrend von SPIEGEL ONLINE, kommt die SPD aktuell nicht mal mehr auf 17 Prozent.

Die rund 460.000 SPD-Mitglieder können nun vom 20. Februar bis 4. März über den Koalitionsvertrag abstimmen, den Martin Schulz mit ausgehandelt hat. Vor allem die Jusos mit ihrem Chef Kevin Kühnert kämpfen gegen die Große Koalition. (bento)

So kommentiert einen Grünen-Politiker das Chaos in der SPD:


Gerechtigkeit

MeToo: Diese Schauspielerin will einen schwarzen Teppich zur Berlinale

13.02.2018, 19:02 · Aktualisiert: 13.02.2018, 20:01

#blackcarpetberlinale

Spätestens seit den Missbrauchsvorwürfen gegen Regisseur Dieter Wedel ist klar: Die MeToo-Debatte ist längst auch in der deutschen Filmbranche fällig. In Hollywood trugen zahlreiche Schauspielerinnen bei der Verleihung der Golden Globes schwarz, um ein Zeichen gegen Sexismus und Machtmissbrauch zu setzen.

In Deutschland sorgten die Veranstalter des Fernsehpreises erst vor wenigen Tagen für heftige Kritik. Der Grund: ein sexistischer und rassistischer Eröffnungstanz (bento).