Bild: dpa/Marc Müller

11.06.2018, 08:07 · Aktualisiert: 11.06.2018, 08:56

10 Millionen Nutzerinnen und Nutzer sind davon betroffen.

Die spanische Fußball-Liga soll mithilfe ihrer App Nutzerinnen und Nutzer ausspioniert haben. Die Begründung: Mit der Maßnahme soll Pay-TV-Betrug aufgedeckt werden.

Was ist passiert?

Die Organisation, die den wohl wichtigsten Sportwettbewerb in Spanien durchführt, soll Mobiltelefone nutzen, um Bars und andere öffentliche Einrichtungen auszuspionieren, die Spiele für ihre Besucherinnen und Besucher veranstalten.

Die Besucherinnen selbst erklären mit dem Download der App ihr Einverständnis – die Liga nutzt dieses Einverständnis, lokalisiert das Handy und aktiviert das Mikrofon, mit dem dann Audiofragmente aufgenommen werden.

So kann die Liga feststellen, ob der Barbesitzer die Übertragungsgebühr zahlt oder nicht. Laut Angaben der Liga soll jährlich ein Schaden von 150 Millionen Euro entstehen, weil viele Barbesitzerinnen keine Gebühren zahlen. (eldiario.es)

Was sagt die spanische Liga dazu?

Die Liga gibt zu, Nutzer abgehört zu haben. Es ginge aber lediglich darum, auf diese Art und Weise den Betrug aufzudecken. Die Liga habe den Vereinen gegenüber Verantwortung und müsse deshalb die App mit dieser Funktion ausstatten. Die Privatsphäre der Nutzerinnen sei aber nicht in Gefahr, weil die App nicht das reine Audio-Signal des Handys abgreife. (Tagesschau.de)


Gerechtigkeit

Menschen wünschen Kevin Kühnert den Tod – jetzt hat er genug vom Hass im Netz

10.06.2018, 19:11 · Aktualisiert: 10.06.2018, 21:05

"Als ich angekündigt habe, Andrea Nahles zu wählen, ging es richtig ab."

Kevin Kühnert bekommt regelmäßig Hasskommentare auf Facebook und Twitter. Und jetzt hat er genug davon: Er habe sich vorgenommen, "häufiger in Kommentarspalten einzuschalten und zu widersprechen", schreibt er in einem Facebook-Post. "Nicht nur auf meiner Seite, sondern vor allem bei anderen." Wir haben mit ihm über seinen Plan gesprochen.