Bild: dpa/Britta Pedersen

07.03.2018, 16:35 · Aktualisiert: 07.03.2018, 16:53

In Belgien ist zum ersten Mal in der Geschichte des Landes jemand wegen Sexismus verurteilt worden. Es handelt sich um einen jungen Mann, der auf offener Straße eine Polizistin beleidigt hat. Er soll nun eine Geldstrafe von 3000 Euro zahlen. (BRF/The Independent)

Der Vorfall liegt schon zwei Jahre zurück – aber erst jetzt gab es das Urteil. Der Mann soll bei Rot über eine Ampel gefahren sein. Als ihn die Polizistin ansprach, habe er ihr empfohlen, sie solle sich gefälligst einen Job suchen, der für eine Frau geeignet sei. Außerdem spreche er nicht mit Frauen, die "dreckige Hure" solle schweigen. Mehrere Beamte waren Zeugen.

Wenn der Verurteilte die Geldstrafe nicht zahlt, droht ihm Gefängnis.

Das Anti-Sexismus-Gesetz war bereits im August 2014 eingeführt worden. Öffentliche Gesten und Handlungen, die jemanden aufgrund seines Geschlechts diskriminieren, können seither bestraft werden.

Offiziell gab es landesweit seither 25 Anzeigen.

Die Zahl ist noch nicht so hoch, weil das Gesetz bislang kaum bekannt sei, sagt das belgische Institut für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Das erste Urteil beweise nun aber, dass das Gesetz keinesfalls überflüssig sei.

Auch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt, der Fall sei perfekt gewesen, um das Gesetz zur Anwendung zu bringen: "Die Sache war klar und es gab mehrere Zeugen." Das sei allerdings leider nicht immer der Fall – daher würde es oft keine Strafverfolgung geben.


Future

Wenn deine Mitarbeiter deine Eltern sein könnten: Junge Chefs erzählen

07.03.2018, 16:26 · Aktualisiert: 07.03.2018, 16:59

Kann das funktionieren?

Wenn du an einen Chef denkst – wen stellst du dir dann vor? So einen Chef, der Verträge unterschreibt, Konferenzen einberuft, Mitarbeiter einstellt, zu Weihnachten eine Ansprache hält. Denkst du da etwa an einen Herren mit Anzug und Hemd? Und so ein bisschen grauen Haaren an den Schläfen? Oder an jemanden um die 30? Vielleicht jemanden wie dich?

Tatsächlich liegt das Durchschnittsalter von Führungskräften in Deutschland bei 51,8 Jahren (2016). Oft haben sie sich von Position zu Position hochgearbeitet. Aber es kann auch anders laufen. Arbeitnehmer mit Abi und Studium sind heute beim Berufseinstieg deutlich jünger und beenden ihr erstes Studium im Schnitt mit Mitte 20. Mit einer Ausbildung ist man da ohnehin schon seit Jahren im Beruf.

Und auch sie haben Ambitionen, schnell Karriere zu machen.