Bild: Chrstian Essler/dpa

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Der Iraker, den eine sächsische "Bürgerwehr" einst gefesselt hatte, wurde tot im Wald gefunden

20.04.2017, 12:51

Die Polizei geht bislang nicht von einer Gewalttat aus.

Der Fall hatte im vergangenen Mai bundesweit für Aufsehen gesorgt: Mehrere Mitglieder einer selbsternannten "Bürgerwehr" hatten in sächsischen Arnsburg einen irakischen Flüchtling aus einem Supermarkt gezerrt und mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt (bento).

Dieser Mann ist nun tot aufgefunden worden. Ein Jagdpächter hatte am Montag die Leiche eines Mannes in einem Waldstück bei Dorfhain in der Nähe von Dresden gefunden. Die Polizei teilte nach einem DNA-Abgleich am Donnerstag mit, dass es sich bei dem Toten um den 21-jährigen Iraker handelt (Polizei Sachsen).

Wie ist der Iraker zu Tode gekommen?

Der junge Mann ist laut Obduktionsbericht erfroren, und das bereits im Januar. Aufgrund der Verwesung war es zunächst schwierig, die Leiche zu identifizieren. Anzeichen von einer Gewalttat fand die Polizei nicht – trotzdem hat die Dresdner Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen (Polizeimeldung).

Wir gehen nicht von einer Straftat aus.
Oberstaatsanwalt Lorenz Haase

"Bisher gehen wir nicht von einer Straftat aus", sagt Lorenz Haase von der Dresdner Staatsanwaltschaft Lorenz Haase gegenüber bento. Ob sich der Mann im Wald verirrt habe oder wie es sonst zu seinem Tod gekommen ist, darüber könne man nur spekulieren.

Der Flüchtling galt als psychisch krank und war im Krankenhaus Arnsdorf gelegentlich in Behandlung – ein Dauerpatient sei er nach Angaben der Krankenhausführung jedoch nicht gewesen (bento).

Am kommenden Montag beginnt am Amtsgericht Kamenz der Prozess gegen die vier Männer im Alter zwischen 29 und 56, die bei dem Fesslungsfall beteiligt gewesen sein sollen. Ihnen wird Freiheitsberaubung vorgeworfen. 

Sie selbst sprechen von Notfhilfe und werfen dem Iraker vor, die Verkäuferin bedroht zu haben. Ein Verfahren gegen den Flüchtling war jedoch bereits vor Monaten eingestellt worden. 

Das Opfer sollte im Prozess eigentlich als Zeuge aussagen. "Die Ladung konnte ihm jedoch nicht zugestellt werden", sagt Haase. Der Mann war einer Flüchtlingsunterkunft im Tharandter Ortsteil Grillenburg zugewiesen. Sein Betreuer habe ihn jedoch bereits Anfang Januar als vermisst gemeldet. 


Style

Menschen lassen ihre Brauen wie Federn aussehen. Gut oder schlecht?

20.04.2017, 12:15 · Aktualisiert: 20.04.2017, 12:37

Beauty-Trends sind meistens wie Federn im Wind: schnell wieder weg. Genauso ist es wahrscheinlich mit den Feder-Brauen, die gerade im Internet aufgetaucht sind – trotzdem sind sie sehr kurios.

Die Finnin Stella Sironen, 19, hat die Brauen, die wie Federn aussehen, erfunden. Sie veröffentlichte mehrere Selbstporträts auf Instagram. "Ich habe einen neuen Trend kreiert, bitte macht es nach und tragt es jeden Tag", scherzte sie in ihrem Posting. 

Denn, das ist klar: Durch ein aufwändiges Bürsten der Brauen und die Verwendung von Haargel und Kleber ist das Styling nicht wirklich alltagstauglich