Bild: Sony Pictures

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Regisseur Ridley Scott schneidet Kevin Spacey aus neustem Film raus

09.11.2017, 12:57

Der neue Film "All The Money In The World" ("Alles Geld der Welt") von Ridley Scott ist eigentlich schon im Kasten – und auch der US-Kinostart in sechs Wochen steht fest. Nun sollen aber kurz vor der Premiere einige Szenen rausgeschnitten und nachgedreht werden.

Der Hintergrund: Nach dem Weinstein-Skandal häufen sich auch die sexuellen Belästigungs- und Missbrauchsvorwürfe gegen Schauspieler Kevin Spacey, der im Film mitspielt. Erst am Mittwoch äußerte sich Ex-Fernsehmoderatorin Heather Unruh. Der "House of Cards"-Star soll ihrem 18-jährigen Sohn in einer Bar in Massachusetts Alkohol spendiert und ihm später die Hand in die Hose gesteckt haben – gegen den Willen des Jungen. (Süddeutsche Zeitung)

Erst vor kurzem reagierte der Streamingdienst Netflix auf die Vorwürfe gegen Spacey und trennte sich trotz begonnener Dreharbeiten zur sechsten Staffel "House of Cards" von dem Schauspieler:

Nun zieht Ridley Scott nach und wird von der Produktionsfirma Sony Pictures unterstützt. Die Szenen mit Spacey als Ölmilliardär Jean Paul Getty werden laut dem Studio von Schauspieler Christopher Plummer nachgespielt. (Die Zeit)

Damit der Film rechtzeitig in den Kinos einläuft, sollen die Dreharbeiten möglichst schnell beginnen. Weitere Hauptrollen werden von Mark Wahlberg und Michelle Williams besetzt. In Deutschland startet das Geiseldrama im kommenden Jahr.

Im Trailer von "Alles Geld der Welt" ist Spacey noch zu sehen:

Damit nicht genug: Für den Ersatz bei "House of Cards" gibt es mittlerweile eine Online-Petition, die den einen Kevin durch einen anderen Kevin austauschen will. Aber auch das wäre nicht die beste Wahl.

Kevin James?


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Endlich: TripAdvisor markiert Hotels, in denen Frauen belästigt wurden

09.11.2017, 12:12

TripAdvisor reagiert endlich auf die Vorwürfe, Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe in Hotels und Ferienanlagen zu vertuschen. Künftig kennzeichnet das Reise-Portal Unterkünfte, in denen laut Medienberichten oder Nutzerkommentaren sexuelle oder andere Übergriffe stattgefunden haben, mit einem gesonderten Hinweis. Mehrere Frauen hatten in der Vergangenheit von Übergriffen von Hotelpersonal berichtet.

Neben einer entsprechenden Unterkunft wird ein rot umrandeter Hinweis auftauchen, der jeweils für drei Monate stehen bleiben soll, sagte ein Sprecher der "New York Times". Nutzer werden aufgerufen, sich in weiteren Quellen über die Unterkunft zu informieren.

Bleiben die Anschuldigungen bestehen, kann die Kennzeichnung ausgeweitet werden, heißt es bei TripAdvisor.