Bild: Foto: Dirk Knofe/LVZ.de / Montage: bento

18.12.2017, 15:07 · Aktualisiert: 18.12.2017, 15:40

Ärger in Sachsen: Die Polizei des Freistaates steht im Verdacht, den neu angeschafften Panzerwagen "Survivor R" im Wehrmachtsdesign bestellt zu haben. Es geht um die Stickereien auf den Sitzen des Wagens, die in Frakturschrift die Worte "Spezialeinsatzkräfte" und "Sachsen" formen. Außerdem zeigt die Stickerei nicht das Wappen des Freistaates, sondern das des ehemaligen, sächsischen Königreichs. (bento)

Hinzu kommen ausgetreckte Flügel, die Wahlweise an den Reichsadler der Nationalsozialisten oder das Logo der in rechten Kreisen beliebten Marke "Alpha Industries" erinnern:

(Bild: Dirk Knofe / LVZ.de)

Dafür hagelte es Kritik auf Twitter:

Das Wappen auf dem Sitz des #Survivor der Polizei #Sachsen ist aus der Zeit des Königreichs Sachsen. https://t.co/XXETo2XSYr Die Frakturschrift bei einer deutschen Polizeieinheit ist zumindest dumm. pic.twitter.com/FURlULD8XN

— Lars Wienand (@LarsWienand) 17. Dezember 2017

Das Innenministerium wies die Kritik von sich: "Das Fahrzeug wurde mit dieser Bestickung der Sitze vom Hersteller so ausgeliefert", verlautet man auf Twitter. "Auch wenn die vom Hersteller gewählte Schriftart nicht dem Markenhandbuch entspricht: Darin ein Indiz für rechte Attitüde zu sehen, weisen wir entschieden zurück."

Ein LKA-Sprecher erklärt in der Leipziger Volkszeitung, das Logo sei nach der Wende von Kollegen aus Baden-Württemberg als "Aufbauhilfe" mitgebracht worden.

Nun hat Frakturschrift eigentlich wenig mit Nazis zu tun – sie erinnert uns nur an sie. Um den freundlichen und vermummten Spezialkräften von nebenan dennoch ein freundlicheres und bürgernahes Image zu verpassen, haben hier ein paar exklusive Design-Vorschläge gesammelt. Auch, wenn uns niemand danach gefragt hat...

Dirk Knofe / LVZ.de
Foto: Dirk Knofe/LVZ.de / Montage: bento
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Endlich: In der Türkei inhaftierte Journalistin kommt frei – darf aber nicht nach Deutschland

18.12.2017, 14:46 · Aktualisiert: 19.12.2017, 07:04

Was ist passiert?

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu darf das türkische Gefängnis verlassen, in dem sie seit April in Haft saß. Bis das endgültige Urteil gesprochen wird, müssen Tolu und fünf weitere Inhaftiere allerdings in in der Türkei bleiben und sich jede Woche bei der Polizei melden. (SPIEGEL ONLINE)

Im April wird der Prozess fortgesetzt.