Bild: dpa/Tim Brakemeier

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Polizei-Praktikantin verschickt Dienstgeheimnisse per WhatsApp

09.11.2017, 14:32 · Aktualisiert: 09.11.2017, 14:32

Es gibt schon wieder Probleme bei der Berliner Polizei.

Eine 20-jährige Studentin bewirbt sich bei der Berliner Polizei um ein Praktikum. Sie bekommt es und sucht heimlich interne Unterlagen heraus. Dann fotografiert sie diese – und verschickt alles in einer WhatsApp-Gruppe. 

Das ist so wirklich passiert, wie die Berliner Polizei nun bekannt gab (SPIEGEL ONLINE). Bei den Fotos handelt es sich demnach um Fahndungsfotos, die im Intranet veröffentlicht waren, sowie um einen bundesweiten polizeiinternen Warnhinweis.

Es soll sich um Fahndungsfotos zu einer arabischen Großfamilie handeln. Das Besondere: Die Studentin hat selbst einen arabischen Hintergrund.

Die 20-Jährige belegt an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht den Studiengang "Öffentliche Verwaltung", eine Polizeischülerin ist sie jedoch nicht. Für das Praktikum habe sie dennoch gezielt nach dem Polizeiabschnitt 41 in Berlin-Schöneberg gefragt, heißt es laut Polizei. Ob sie gezielt nach Informationen über die Fahndung gesucht hat, ist aber noch nicht bekannt.

Gegen die Studentin wird nun wegen "Verrat von Dienstgeheimnissen" ermittelt und, Überraschung, das Praktikum wurde beendet. 

Der Zwischenfall passt zu einer aktuellen Debatte innerhalb der Berliner Polizei: 

  • Ausbilder behaupten, die Hauptstadt-Polizei werden mehr und mehr von Türken und Arabern aus kriminellen Familien "unterwandert". 
  • Andere Beamte halten das für falschen Alarmismus, Auszubildende mit Migrationshintergrund können nicht für die Taten ihrer Familie verantwortlich gemacht werden.

​Der Streit begann, nachdem sich ein Ausbilder rassistisch über Polizei-Azubis geäußert hatte:


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Regisseur Ridley Scott schneidet Kevin Spacey aus neustem Film raus

09.11.2017, 12:57

Der neue Film "All The Money In The World" ("Alles Geld der Welt") von Ridley Scott ist eigentlich schon im Kasten – und auch der US-Kinostart in sechs Wochen steht fest. Nun sollen aber kurz vor der Premiere einige Szenen rausgeschnitten und nachgedreht werden. 

Der Hintergrund: Nach dem Weinstein-Skandal häufen sich auch die sexuellen Belästigungs- und Missbrauchsvorwürfe gegen Schauspieler Kevin Spacey, der im Film mitspielt. Erst am Mittwoch äußerte sich Ex-Fernsehmoderatorin Heather Unruh. Der "House of Cards"-Star soll ihrem 18-jährigen Sohn in einer Bar in Massachusetts Alkohol spendiert und ihm später die Hand in die Hose gesteckt haben – gegen den Willen des Jungen. (Süddeutsche Zeitung)