Bild: dpa/ Oliver Killig

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Zwei Jahre Pegida: Die Geschichte in einer Grafik

16.10.2016, 16:27 · Aktualisiert: 17.11.2016, 11:26

Vor zwei Jahren begannen Pegida-Anhänger durch die Straßen Dresdens zu ziehen, um gegen eine vermeintliche "Islamisierung des Abendlands" zu demonstrieren. Am Sonntag haben die Sympathisanten nun auf einer Kundgebung ihr Jubiläum gefeiert – zwischen 6000 und 9000 kamen und wetterten erneut gegen Ausländer, den Islam und Angela Merkel.

Dabei zeigten sie sich radikal wie eh und je: "Die AfD ist die beste Partei, die wir uns vorstellen können" und "Diese Demokratie ist ein großes Gefängnis. Weil man für seine Meinung in den Knast gehen kann", hieß es. (MDR) Auch zu Gegenprotesten kamen Hunderte Teilnehmer.

Die Pegida-Kundgebung fand nicht – wie typischerweise – am Montag statt. Die Stadt organisiert dann nämlich ein Bürgerfest unter dem Motto "Dresden zeig Dich!", um ein Zeichen gegen Pegida zu setzen (Dresdner Neueste Nachrichten).

Wir zeigen in einer Grafik, wie sich die Geschichte der Pegida entwickelt hat. Eines wird deutlich: So viel Zuspruch wie noch zu Beginn hat die Bewegung, die für Hass und Hetze steht, nicht mehr.

So haben sich die Teilnehmerzahlen in den vergangenen zwei Jahren entwickelt

Woher kommen die Zahlen?

Am 27. April 2015 wurde die Forschungsgruppe "Durchgezählt" gegründet. Sie zählt seitdem die Teilnehmer von Pegida-Protesten und veröffentlicht sogenannte Schätzintervalle, bestehend aus einer minimalen und einer maximalen Teilnehmerzahl. Die Werte für die ersten Monate stammen von der Polizei Sachsen.

Der erste Höhepunkt

Marschierten beim ersten "Abendspaziergang" nur etwa 350 Menschen mit, stieg die Zahl daraufhin rasant an: Am 12. Januar 2015 zählte die Polizei Sachsen 25.000 Teilnehmer. Wenige Tage zuvor, am 7. Januar 2015, hatten islamistische Attentäter die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" in Paris angegriffen und zwölf Menschen getötet.

Der zweite Höhepunkt

Einen zweiten Höhepunkt erlebte Pegida im Sommer und Herbst 2015. Damals kamen besonders viele Flüchtlinge in Deutschland an. Am 19. Oktober 2015, dem ersten Geburtstag der fremdenfeindlichen Bewegung, zählte die Forschungsgruppe "Durchgezählt" 15.000 bis 20.000 Teilnehmer.

Zuletzt hatten am Tag der Deutschen Einheit wieder mehr Menschen mit Pegida demonstriert.


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