Bild: dpa/Bernd Kubisch

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Nepal stellt Verbannung von Frauen während ihrer Periode unter Strafe

11.08.2017, 08:27

Was ist passiert?

Weil sie als unrein gelten, werden Frauen in einigen Teilen von Nepal während ihrer Periode in Kuhställe verbannt. Dieser alte Brauch wird nun unter Strafe gestellt. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das dafür drei Monate Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 3000 Rupien (umgerechnet 25 Euro) vorsieht. (FAZ)

Warum ist das wichtig?

Menstruierende Frauen werden von Teilen der konservativen Hindus als unrein betrachtet – und dürfen in dieser Zeit keinen Kontakt zu anderen Menschen haben. Dem "Chhaupadi" genannten Brauch zufolge müssen sie deshalb während ihrer Periode vier Tage lang an weit vom Haus entfernten Orten leben – etwa in Kuhställen. 

In den vergangenen Jahren sind nach Angaben von Frauenrechtlern mehr als zehn Frauen während ihrer Verbannung verstorben – weil sie entweder erfroren, von Schlangen gebissen wurden oder verblutet sind. 

Wie geht es jetzt weiter?

Das Gesetz mit den verschärften Strafen wird erst nach einer Vorbereitungszeit von einem Jahr in Kraft treten. Die Begründung: Es handele sich um eine tief verwurzelte Tradition in Teilen von Nepal. Der Brauch war schon 2005 vom Verfassungsgericht verboten worden – vor allem im Westen des Landes wird er aber nach wie vor praktiziert.


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Wer in Deutschland studieren will, kommt meistens um den Numerus Clausus nicht herum – mit am krassesten ist das bei Medizin der Fall. Zum letzten Wintersemester haben sich in Deutschland insgesamt rund 59.000 Menschen auf knapp 14.000 Medizinplätze beworben (Hochschulstart). 

Jetzt wird der NC im Oktober ein Fall für das Bundesverfassungsgericht: 

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen klagt gegen die NC-Regelung, weil es bezweifelt, dass es mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist.

Das berichtet unter anderem Spiegel Online