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04.06.2018, 14:03 · Aktualisiert: 05.06.2018, 07:00

Monsanto heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix

Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat für etwa 63 Milliarden US-Dollar das US-Saatgutunternehmen Monsanto gekauft. Vor wenigen Tagen war die letzte wichtige Kartell-Genehmigung in den USA erteilt worden. Am Montag teilte Bayer mit, dass der Konzern bereits am 7. Juni der "alleinige Eigentümer der Monsanto Company" sein werde – und dass der Unternehmensname "Monsanto" verschwinden werde.

Warum übernimmt Bayer Monsanto?

Monsanto ist ein US-Unternehmen, das sich auf Biotechnologie spezialisiert. Bei vielen ist die Firma vor allem für ihre genmanipulierten Pflanzen bekannt. Das ist aber nur eine Unternehmenssparte. Monsanto verkauft neben Saatgut (übrigens auch ohne Genmanipulation) noch Mittel zu Schädlingsbekämpfung und Dünger. Alles zusammen ergibt ein sehr lukratives Geschäft. Auch Bayer verkauft ähnliche Produkte. Die Zusammenführung der beiden Konzerne ergibt den weltweit größten Anbieter dieser Art. (bento)

Wird Bayer damit nicht zu mächtig?

Anscheinend nicht. Die Übernahme wurde von Kartellämtern geprüft. Die EU-Kommission stimmte dem Verkauf bereits Anfang Mai unter Auflagen zu. Bayer musste dafür verschiedene Geschäftsbereiche an den Konkurrenten BASF abtreten, beispielsweise die Aktivitäten rund um "Digital Farming", sowie seine Gemüse- und Feldsaatgut-Geschäfte. Insgesamt geht damit ein Umsatzvolumen von 2,2 Milliarden Euro an den Rivalen BASF.

Durch diese Auflagen lag der Kaufpreis von Monsanto letztlich auch höher, als ursprünglich gedacht, nämlich bei 63 Milliarden Dollar.

Wieso verschwindet der Name Monsanto?

Eine Annahme ist, dass der Name "Monsanto" verschwinden soll, weil er vorbelastet ist. Schon seit einigen Jahren ist Monsanto für viele Menschen das Symbol einer gefährlichen Entwicklung. Umweltschützer kritisieren, dass durch Hochleistungssorten und Pestizide die Artenvielfalt zurückgeht und die Natur zerstört wird.

Gesundheitsexperten warnen außerdem vor dem Wirkstoff Glyphosat, den Monsanto in seinem Unkrautvernichter Roundup verwendet. Er soll krebserregend sein. Viele Bauern kritisieren, dass die Produkte der Konzerne zu teuer seien. Gleichzeitig sehen sie sich gezwungen, immer mehr davon zu kaufen, um gegen die harte Konkurrenz in der Landwirtschaft bestehen zu können.

Mit Material von dpa


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