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AfD-Vortrag an der Uni Magdeburg endet in Prügelei

13.01.2017, 15:57 · Aktualisiert: 13.01.2017, 16:38

Die AfD wollte nur reden – doch dazu kam es erst gar nicht. Linke Studenten haben am Donnerstag eine Veranstaltung der AfD-nahen "Campus Alternative" an der Uni Magdeburg verhindert. Mehrere Studenten und AfD-Anhängern waren aneinandergeraten, sogar die Polizei musste einschreiten. (MDR)

Die Rechtspopulisten brachen die Veranstaltung ab und verließen den Hörsaal. Rund 400 Studenten johlten:

Was war passiert?

Die "Campus Alternative" ist eine Hochschulgruppe der AfD, am Donnerstag wollte sie einen Vortrag zum Thema "Geschlechterforschung" anbieten. Konkret hieß die Veranstaltung:

Gendern an der Uni, Gendermainstreaming und alles was da sonst noch so Probleme mit der bipolaren Geschlechterordnung (jaja, böse Heteronormativität und so) hat. (facebook Event)

Es sollte die erste Veranstaltung einer Vortragsreihe werden, unter anderem war Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg geladen. Poggenburg ist als Teil des erzkonservativen Flügels der AfD und guter Freund des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke.

Als Poggenburg mit seiner Rede beginnen wollten, stellten sich mehrere Studenten mit einem Transparent vor ihn – es kam zu einer Rangelei. Dabei wurde mindestens ein AfD-Anhänger verletzt ("Volksstimme"). Von einem Studenten wurde ein Böller geworfen:

Der YouTube-Kanal "Red Media Stadtfeld" zeigt die Proteste aus Studentensicht:

Wie sind die Reaktionen auf den Abend?

  • Poggenburg verurteilte die Proteste als ein "Lehrstück für fehlendes Demokratieverständnis". Auch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht kritisierte die Aktion der Studenten. "Wer der AfD vorwerfen will, sie sei antidemokratisch, darf ihr nicht dadurch begegnen, dass er selbst antidemokratisch ist", sagte der CDU-Politiker der "Volksstimme".
  • Die "Campus Alternative" schrieb auf Facebook, sie hätte von Akademikern "mehr erwartet": "Viel verfestigte Meinung, wenig Interesse an neuem Wissen und dabei linksextreme Gewalttäter beklatschend."
  • Prof. Michael Dick von der Uni Magdeburg sagte hingegen dem MDR, die AfD hätte es offenbar darauf angelegt, Aufruhr zu erzeugen: "Die Unmutsäußerungen der Studierenden und Besucher waren so eindeutig, dass ich glaube, vernünftige Veranstalter hätten sich zurückgezogen und hätten es dabei belassen."
  • Auch Studenten sehen die Provokation eher von AfD-Seite. Die Rechtspopulisten seien zuerst handgreiflich geworden:

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Tech

Ist WhatsApp jetzt sicher oder nicht?

13.01.2017, 14:56 · Aktualisiert: 13.01.2017, 15:00

Worum geht es?

Deine Nachrichten bei WhatsApp sind möglicherweise nicht so stark geschützt wie angegeben. Das Facebook-Unternehmen und Ermittlungsbehörden könnten Nachrichten unter Umständen knacken, berichtet der Guardian.

Der Grund dafür ist die Art und Weise, wie Nachrichten von WhatsApp verschlüsselt werden. Was der Guardian nun berichtet, soll bereits seit April 2016 bekannt sein. Damals hatte das Unternehmen versprochen, dass die Chats künftig abhörsicher sind. (bento)