Bild: dpa/Fabian Wegener

09.02.2018, 13:15

Sie nannten ihn Fatberg, "Fat the Ripper" oder "Fatty McFatberg" – wochenlang sorgte im vergangenen Jahr ein rund 130 Tonnen schwerer Fettklops im Abwassersystem von London für Schlagzeilen (bento). Jetzt ist er ein Fall fürs Museum.

Seit Freitag zeigt das Museum of London, was von dem Ungetüm aus Feuchttüchern, Essensresten und, nun ja, Fetten übrig geblieben ist.

Dafür wurde sogar ein eigener Trailer gedreht:

Von dem eigentlichen Ungetüm ist allerdings nicht mehr all zu viel übrig. Im Museum wird nur ein kleiner Abschnitt des Klumpens ausgestellt.

Kein Wunder: Ursprünglich war der "Fatberg" unter dem Londoner Stadtteil Whitechapel mehr als 250 Meter lang. Zur Sicherheit wird der Rest-Klumpen nur in einem luftdichten Kasten gezeigt – neben Feuchttüchern und Fett enthält er nach Angaben der Londoner Wasserwerke unter anderem alte Spritzen, benutzte Kondome und Medikamentenreste.

Für die Betreiber der (übrigens kostenlosen) Ausstellung könnte sich der Aufwand noch lohnen: Im Museumsshop gibt es bereits T-Shirts, die an den historischen Fettklops erinnern.

Doch die Ausstellung hat auch ein ernstes Anliegen: Denn wenn die Londoner ihr Verhalten in Zukunft nicht ändern, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis im Untergrund ein neuer Fettberg heranwächst.

Für den Rest des Klumpens gibt es unterdessen übrigens bereits eine neue Verwendung: Nach Angaben der Stadtwerke wurde aus dem alten Fett Biosprit hergestellt.

Mehr von der Themse auf bento:


Food

Gut so: Supermarkt in Bayern verschenkt jetzt abgelaufene Lebensmittel

09.02.2018, 13:07

Ein Supermarkt in Bayern geht jetzt gegen Lebensmittelverschwendung vor. Der Rewe-Markt in Bad Brückenau bietet seit einigen Wochen ein "Food-Share-Regal" an. Dort kann sich jeder kostenlos Lebensmittel mitnehmen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist – die aber weiterhin genießbar sind.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird von vielen als Ablaufdatum verstanden. Tatsächlich sind die Lebensmittel aber noch mehrere Tage gut.

Auf diesen "Trugschluss" weißt der Supermarkt auch in einem Facebook-Post hin.