Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

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In Niedersachsen zahlen Eltern bald nichts mehr für den Kindergarten

14.11.2017, 15:50 · Aktualisiert: 15.11.2017, 12:33

Die Kindergarten-Betreuung in Niedersachsen soll für Eltern bald nichts mehr kosten. Das beschlossen SPD und CDU in ihren Koalitionsverhandlungen am Dienstag. Sie lösen damit ein Versprechen ein, das beide Parteien im Wahlkampf gegeben hatten.

Bisher waren bereits die ersten zwei Jahre im Kindergarten gebührenpflichtig, das dritte kostenfrei. Schon ab Sommer 2018 könnte auch die ersten beiden kostenlos werden. Um das zu finanzieren, sollen Kommunen vom Land einen "fairen Ausgleich" gezahlt bekommen. Wie der aussieht, müssen beide Seiten noch verhandeln.

So viel musst man für ein Platz im Kindergarten zahlen

Wie viel der Kindergarten kostet, variiert je nach Bundesland, Kommune und Träger. Auch das Alter des Kindes, das Einkommen der Eltern sowie die Betreuungsform und -zeit spielen eine Rolle. Das führt zu zum Teil starken Unterschieden. Der Bund der Steuerzahler hat die Gebühren in Nordrhein-Westfalen verglichen:

  • Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kleinkinder in Siegen rund 60 Euro zahlen, wenn sie bis zu 40.000 Euro im Jahr verdienen.
  • Im kaum 100 Kilometer entfernten Arnsberg waren es rund 250 Euro. (Deutschlandfunk)

Auch in anderen Städten und Bundesländern wird die Kitagebühr schritt- oder teilweise abgeschafft.

  • In Berlin ist die Betreuung ab August 2018 für alle gebührenfrei.
  • In Rheinland-Pfalz sind die ersten zwei Jahre kostenlos.
  • Und auch Hessen hat die Gebühren abgeschafft – zumindest für 6 Stunden am Tag.
Update: In einer ersten Version des Beitrags hatten wir gesagt, die ersten beiden Jahre wären kostenfrei und das dritte Jahr gebührenpflichtig. Dabei ist es momentan genau andersherum. Wir bitten das zu entschuldigen.

Grün

Diese zwei Vögel könnten ein Ed-Sheeran-Konzert in Essen verhindern

14.11.2017, 15:05

Singvogel gefährdet Singvögel

Fünf Konzerte will Ed Sheeran kommendes Jahr in Deutschland geben, je eines in Berlin und Hamburg, zwei in München – und eines in Essen. Doch daraus könnte nun nichts werden. Das Konzert soll eigentlich am 22. Juli 2018 auf dem Flughafen Essen-Mülheim stattfinden. (WDR)

Doch Tierschützer warnen nun: Auf dem Gelände leben zwei bedrohte Singvögelarten (WAZ). Die Feldlerche und der Steinschmätzer haben ihre Nistplätze an oder auf dem Flughafengelände. Beide Vögel stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten. 

Die Umweltämter von Essen und Mülheim müssen nun prüfen, ob Ed Sheerans Gesang den Vögeln schaden könnte.