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13.07.2018, 17:48 · Aktualisiert: 13.07.2018, 19:26

Die Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger ist im Alter von 81 nach kurzer Krankheit gestorben. Im Laufe ihrer Karriere hat Nöstlinger über 150 Bücher geschrieben. Nöstlinger war so erfolgreich, dass die Bücher in 30 Sprachen übersetzt wurden.

Sie zeichneten sich durch realistische Milieuschilderung und Sozialkritik aus, von einem antiautoritären Erziehungsstil geprägt. Wichtig war Nöstlinger immer der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Die Österreicherin wird in einem Atemzug mit Astrid Lindgren genannt, mit der sie befreundet war. Beide haben in ihren Büchern eines gemeinsam: Sie nehmen Kinder ernst und haben viel Humor. Bei Nöstlinger kam eine wienerische Note dazu.

Schon in den Siebzigerjahren wurden die ersten Geschichten der gebürtigen Österreicherin verfilmt. Zum Beispiel "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" oder "Die Ilse ist weg". "Konrad aus der Konservenbüchse" kam 1982 als Film.

Das Kinderbuch "Maikäfer, flieg!" über das Leben im nach dem Zweiten Weltkrieg zerbombten Wien wurde 2016 verfilmt. "Es ist Krieg. Es ist schon lange Krieg. Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, dass einmal kein Krieg war", heißt es darin.

Ende Juni hatte Nöstlinger bekanntgegeben, dass sie keine Kinderbücher mehr schreiben wolle. Dem österreichischen Magazin News sagte sie:

"Meine eigene Kindheit ist schon eine historische und die meiner eigenen Kinder auch schon bald. Es ist alles sehr, sehr anders geworden, und ich verstehe es nicht mehr. Das heißt nicht, dass ich ein abfälliges Urteil über heutige Kinder hätte."

Traurige Nachrichten! 😥 Was war euer Lieblingsbuch – und warum?

Gepostet von bento am Freitag, 13. Juli 2018

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Leipziger Polizei verharmlost sexuellen Übergriff, schreibt, Täter wurde "magisch" angezogen

13.07.2018, 17:15 · Aktualisiert: 13.07.2018, 17:15

3 Gedanken, was daran so daneben ist.

In Leipzig greift ein Mann einer Frau in der Straßenbahn an die Brust. Sie will ihn zur Rede stellen, er schlägt ihr ins Gesicht. Es kommt zum Gerangel, er schlägt weiter auf sie ein. 

Die Leipziger Polizeidirektion formuliert das später so:

"Das gestern Abend ein 24-Jähriger wiederholt seine Finger nicht unter Kontrolle halten konnte, wurde ihm zum Verhängnis. Magisch von den ebenmäßigen Formen einer 25-Jährigen angezogen, griff er ihr in der Straßenbahnlinie 9 an die Brust und erntete dafür wohlverdient ihren Missmut."