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Dieser Ikea-Katalog zeigt aus religiösen Gründen keine Frauen

16.02.2017, 17:38 · Aktualisiert: 17.02.2017, 17:17

Ikea hat in Israel eine Broschüre für strengreligiöse Juden aufgelegt – ohne Frauen und Mädchen auf den Bildern. Das Produkt ist direkt für die Haredim angefertigt, die ultraorthodoxe Gemeinschaft in Israel, damit sie "unsere Produkte genießen können im Einklang mit ihrem Lifestyle", heißt es dazu von Ikea Israel ("Times of Israel").

In dem Katalog sind nur Männer auf den Haushaltsfotos zu sehen. Der normale israelische Katalog hat hingegen Bilder von Familien auch mit Frauen.

So sehen Fotos in den beiden Katalogen aus:

Ikea
Ikea
Ikea
Ikea
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Im Netz kommt der Katalog allerdings nicht gut an. "Wo ist die Mutter auf diesem Bild hingegangen?" zitierte die "Times of Israel" einen Nutzer. "Ich wusste nicht, dass es Familien mit Alleinerziehenden auch im Haredi-Sektor gibt", schrieb ein anderer.

In Israel sind rund zehn Prozent der 8,6 Millionen Menschen Haredim. Die Männer widmen sich dem Beten, die Frauen gehen arbeiten. Sie tragen Röcke und bedecken ihre Haare mit einem Kopftuch oder einer Perücke. Viele Haredim leben in eigenen Stadtteilen, damit sie nicht mit "normalen" Juden in Kontakt kommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ikea einen besonderen Katalog für religiöse Kunden herausgibt.

2012 kam in Saudi-Arabien ein Ikea-Katalog auf den Markt, bei dem alle Frauen wegretuschiert wurden. In dem islamischen Land ist es Frauen verboten, ohne Kopfbedeckung auf die Straße zu gehen. Auch damals hatten sich viele über die den Katalog geärgert, Ikea musste sich für das Wegradieren der Frauen entschuldigen ("The Guardian").

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Bijans Bekenner-Video: "Ich habe Tourette"

16.02.2017, 17:23 · Aktualisiert: 17.02.2017, 11:53

Wie geht er damit um, ständig angestarrt zu werden?

Bijan, Referent im Thüringer Wirtschaftsministerium, ist einer von rund 40.000 Deutschen mit Tourette. Im Bekenner-Video erzählt er von seinem Leben mit der Krankheit – und wie er damit umgeht, ständig angestarrt zu werden.

Viele Betroffene fühlen sich durch diese Krankheit isoliert. Bijan zeigt, dass das nicht sein muss. Dank seiner positiven Lebenseinstellung und seiner offenen Art hat er sich das Syndrom zu einer Art Markenzeichen gemacht. Das stellt er gerne unter Beweis – zum Beispiel in seinem Format Tourettikette.

Das Tourette-Syndrom äußert sich durch motorische Tics und Lautäußerungen. Viele verbinden es mit unkontrolliertem Fluchen, obwohl dieses Symptom eher selten ist.