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Iranischer Offizier warnt vor spionierenden Eidechsen

14.02.2018, 14:15

Und er ist nicht der Einzige...

Iran soll von spionierenden Eidechsen heimgesucht werden. Zumindest, wenn es nach Hassan Firuzabadi geht, dem ehemaligen iranischen Generalstabschef des Militärs.

In einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ILNA hat Firuzabadi vor Eidechsen gewarnt, die über ihre Haut angeblich "nukleare Schwingungen" wahrnehmen können (ILNA auf Persisch/CNBC auf Englisch). Damit sollen die Tiere das iranische Atomprogramm ausspähen.

Es wird noch absurder: Die Eidechsen seien von ausländischen Spionen ins Land geschleust worden, die sich als Umweltaktivisten verkleidet hätten.

Firuzabadi erzählt weiter, das alles sei schon vor Jahren passiert – die falschen Umweltaktivisten seien festgenommen worden. Und natürlich die Eidechsen.

  • Der Hintergrund:

Der Iran hat ein eigenes Atomprogramm, nach offiziellen Angaben nur zur zivilen Nutzung. Andere Länder, vor allem die USA und Israel, befürchten jedoch, iranische Wissenschaftler bastelten heimlich an Atomwaffen. Viele Jahre wurde der Iran daher international isoliert, Anfang 2016 einigte sich das Land mit dem Westen schließlich auf einen Atomdeal. (Hier erfährst du mehr dazu bei bento.)

Trotzdem bleibt die Lage angespannt – so sehr, dass iranische Militärs schon Albträume von Eidechsen bekommen. Die tierischen Spione im Iran sind kein Einzelfall.

In vielen Ländern im Nahen Osten herrscht regelmäßig Paranoia, wenn es um verdächtige Vierbeiner geht:

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Warum gibt es immer wieder solche absurden Geschichten?

Die Geschichten sollen das Volk zusammenhalten – und von innenpolitischen Problemen ablenken. Die Länder, in denen sie erzählt werden, sind Autokratien oder Diktaturen. Die Bürger werden unterdrückt, die Wirtschaft liegt oft brach, die Herrscher häufen trotzdem immer mehr Macht an.

Wenn Touristen ausbleiben oder Lebensmittelpreise steigen, liegt das an der schlechten Regierung – nicht an Eidechsen.

Und was ist nun mit den atomfühligen Eidechsen aus dem Iran?

Die gibt es natürlich nicht. Firuzabadi hatte behautet, die Tiere könnten über die Haut "Atomwellen spüren" und so Informationen über das Atomprogramm sammeln. Unabhängig der Frage, wie die Eidechsen ihre "Informationen" jemanden erzählen können – auch sonst wird es absurd.

Die Wissenschaftsseite "Live Science" hat aufgeführt, warum das Mist ist: Erstens gibt es gar keine "Atomwellen" und zweitens, falls Firuzabadi stattdessen Gamma-Strahlen gemeint hat, gibt es keine Eidechsen-Art, die sie fühlen kann.


Gerechtigkeit

GroKo-Pläne: So wenig springt für die Jungen wirklich raus

14.02.2018, 14:12

Der Koalitionsvertrag ist ein Rentnerparadies.

Die Große Koalition hat Geld zu verteilen. Rund 46 Milliarden Euro können SPD und Union in den kommenden vier Jahren zusätzlich verteilen. Die Frage ist: Wer bekommt das Geld? 

Wissenschaftler haben nun berechnet, welche Bevölkerungsgruppen am meisten von den Versprechen der Großen Koalition aus SPD und CDU profitieren würden. Das Ergebnis:

Die Alten sparen am meisten Geld; die Jungen, vor allem 18-25-Jährige, werden am wenigsten entlastet.