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Anti-Flüchtlingsschiff der Identitären offenbar in Seenot

11.08.2017, 12:52 · Aktualisiert: 11.08.2017, 19:57

Ausgerechnet Flüchtlingshelfer eilten zur Rettung

Eigentlich stach die C-Star in See, um Flüchtlingen und Flüchtlingsrettern das Leben schwer zu machen. Jetzt hat das Schiff, das von rechtsradikalen Aktivisten gemietet wurde, selbst Probleme.

Wie die private Seenotrettungsorganisation "Sea-Eye" berichtet, wurde sie von der Seenotleitzentrale für das westliche Mittelmeer gebeten, der C-Star zu helfen.

Das bedeutet: Die Sea-Eye-Aktivisten müssten vor der afrikanischen Küste jetzt statt Flüchtlingen erst einmal Rechtsradikale retten.

⚠️ BREAKING NEWS (11.8.17): Identitären-Schiff "C-Star" in Seenot - Sea-Eye zur Hilfe gerufen Regensburg (11.8.2017) ...

Posted by Sea-Eye on Friday, August 11, 2017

Der Grund: Nach internationalem Seerecht ist immer das Schiff zur Hilfe verpflichtet, das den Hilfesuchenden am nächsten ist. Vor der libyschen Küste sind das in diesem Fall offenbar am ehesten die privaten Flüchtlingsretter.

Ein Sprecher der EU-Marine NAVFOR bestätigte BuzzFeed, dass die havarierte "C-Star" am Freitagmorgen in internationalen Gewässern nahe der libyschen Küste gesichtet worden war.

Zuletzt zeigten die Positionsdaten auf "Vessel Finder", dass das Schiff der Rechten bewegungslos vor der afrikanischen Küste verharrte. Die Sea-Eye war dagegen tatsächlich unterwegs in Richtung der C-Star:

Die Aktivisten von "Sea-Eye" kündigten bereits an, ihren Gegnern helfen zu wollen. "Sea Eye"-Gründer Michael Buschheuer sagte dazu:

In Seenot Geratenen zu helfen, ist die Pflicht eines jeden, der auf See ist – unterschiedslos zu ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Gesinnung.

Im Gespräch mit bento bestätigte die Besatzung der "C-Star", das es technische Probleme gibt – sagt aber gleichzeitig, sich nicht in einer Notlage zu befinden. Man arbeite an einer Lösung, hieß es auf Twitter:

Update: Die Besatzung der C-Star hat sich inzwischen geweigert, die Hilfe der Flüchtlingsretter anzunehmen. Die Sea-Eye drehte daraufhin ab und nahm nach eigenen Angaben wieder die Suche nach Flüchtlingen in Seenot auf. In einem Gespräch mit bento sagten die Aktivisten der C-Star, man wolle die technischen Probleme ohne Hilfe von außen lösen.

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Queer

Chelsea Manning kommt in die Vogue

11.08.2017, 12:17 · Aktualisiert: 11.08.2017, 12:17

Warum das alles andere als selbstverständlich ist.

Wenn es nach Trump ginge, säße sie jetzt im Knast. Tut es aber nicht. Stattdessen wird Chelsea Manning in der September-Ausgabe der "Vogue" sein. Die 29-Jährige ist neben Edward Snowden die vielleicht bekannteste Whistleblowerin der Welt. Außerdem Trans. Und selbstbewusst. 

Auf Instagram zeigte sie jetzt im roten Badeanzug, wie die Aufnahmen für die "Vogue" aussehen werden: