Bild: Paul Zinken/ dpa

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Demo in Berlin: Nazi-Hipster scheitern an Sitzblockaden

18.06.2017, 13:10 · Aktualisiert: 19.06.2017, 08:13

Hunderte Anhänger der rechtsextremen "Identitären" haben am Samstag in Berlin demonstriert und gegen Ausländer gehetzt – doch Gegendemos und Sitzblockaden zwangen sie zum Aufgeben.

Schon nach wenigen hundert Metern war Schluss, nach gut drei Stunden wurde die Demo für beendet erklärt, schreiben Berliner Medien, die vor Ort dabei waren. (Tagesspiegel/ Zeit Online)

Wer sind die "Identitären"?

Die "Identitäre Bewegung" sind Rechtsextreme, die seit 2012 in Deutschland aktiv sind. Die Gruppierung wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Flüchtlinge und Zuwanderer islamischen Glaubens werden von den "Identitären" in extremer Weise diffamiert. Auf Twitter macht das rechte Bündnis unter "Ein Prozent" Stimmung.

Die "Identitären" wenden sich gegen eine angebliche "Überfremdung" durch Einwanderer. Im vergangenen August besetzte die Gruppierung kurzzeitig das Brandenburger Tor.

Wie verlief die Demonstration?

Gegen 14 Uhr trafen sich die Rechtsextremen am S-Bahnhof Gesundbrunnen, in dem Ortsteil im Bezirk Mitte leben viele Menschen mit Migrationshintergrund. Eine Provokation der "Identitären", diesen Ort zu wählen. Es seien Hunderte "Identitäre" für die Demo zusammengkommen, sagte uns eine Polizeisprecherin.

Auf Seiten der Gegendemonstranten waren es mehr als tausend, berichten der "Tagesspiegel" und Zeit Online. Später sogar rund 2000. Sie zogen unter dem Motto "Solidarität statt rechter Hetze" durch die Straßen. 

(Bild: dpa/ Paul Zinken)

Mit schwarz-gelben Fahnen zogen die "Identitären" auf und riefen "Heimat, Freiheit, Tradition", " gegen Multikulti", "Grenzen dicht". Einige Anwohner mit Migrationshintergrund riefen aus ihren Fenstern zurück: "Berlin ist auch unsere Stadt". Auch "Nazis raus" war zu hören. (Tagesspiegel)

Angemeldet hatte die Demonstration der Architekturstudent Robert Timm, auch der Wiener Student Martin Sellner, der Popstar der Identitären, und Pegida-Gründer Lutz Bachmann nahmen am Aufmarsch teil.

Doch die Sitzblockaden stoppten ihr Vorhaben.

"Schon nach wenigen Metern versperrten Gegendemonstranten den Weg", sagte ein Teilnehmer der Gegendemo zu bento. Mehrere "Identitäre" seien am S-Bahnhof Gesundbrunnen ausgestiegen und direkt in die Gegendemo gelaufen. Sie seien ausgebuht worden, einige hätten ihre Fahnen direkt wieder zusammengerollt.

Die 'Identitären' sind keine 'Bewegung', sie sind eine extrem radikale und rassistische Minderheit.
Justizminister Heiko Maas (SPD) im Tagesspiegel

Nach der ersten Sitzblockade kam es laut der Medienberichte wenige hundert Meter weiter erneut zu Barrikaden. Polizisten trugen einige der Gegendemonstranten weg, setzten auch Pfefferspray gegen einige von ihnen ein, als sie versuchten Polizei-Absperrungen zu durchbrechen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Die Rechtsextremen lösten ihre Demo auf, liefen zum Ausgangspunkt Gesundbrunnen zurück. Die Polizei musste immer wieder einschreiten, um "Identitäre" und Gegendemonstranten auseinanderzuhalten. Es habe auf beiden Seiten Festnahmen gegeben, sagte die Polizeisprecherin zu bento. 

Aaron Bruckmeier, der Sprecher des "Berliner Bündnis gegen Rechts", sagte dem Tagesspiegel: "Berlin ist eine bunte Stadt, man muss sich den Rechten in den Weg stellen." 

Die Demonstation der "Identitären Bewegung" in Berlin

Unser Reporter filmt die Demo der rechten "Identitären Bewegung", die seit 14 Uhr durch Berlin zieht. Zeitweise wurde sie durch die Sitzblockaden von Gegen-Demonstranten aufgehalten.

Posted by Berliner Zeitung on Saturday, 17 June 2017

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18.06.2017, 12:25 · Aktualisiert: 18.06.2017, 13:13

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