Bild: Kibris Postasi/dpa

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Schiffscrew der "Identitären" soll mittellos in Barcelona gestrandet sein

06.10.2017, 15:22 · Aktualisiert: 06.10.2017, 15:22

Die Rechtsextremen waren nicht mehr an Bord – dafür eine mittellose Crew aus Sri Lanka: Die katalanischen Behörden haben dem von Mitgliedern der "Identitären Bewegung" gecharterten Schiff "C-Star" erlaubt, in Barcelona anzulegen. Das berichtet die "taz". 

Demnach meldete das Rote Kreuz, dass sich die Crew des Schiffes in einem schlimmen gesundheitlichen Zustand befinde.

Laut dem Roten Kreuz wurde die Crew nicht bezahlt und hatte kein Geld, um Treibstoff, Essen oder Wasser zu kaufen, berichtet die "taz" weiter. 

Aus humanitären Gründen hätten sie deshalb anlegen dürfen. Seitdem würden sie versorgt. Die Schiffsmitarbeiter seien erschöpft und wollten nach Hause. 

Hinter der Aktion "Defend Europe", für die das Schiff gechartert worden war, standen deutsche, französische und italienische Mitglieder der "Identitären Bewegung", die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Sie wollten Menschen davon abhalten, über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten. Hilfsorganisationen hatten die Aktion der Gruppe scharf kritisiert.

Wie Freiwillige versuchen, auf dem Mittelmeer Menschen zu retten:

Die Aktivisten hatten unter anderem gedroht, Flüchtlingsboote in Seenot zurück nach Libyen zu bringen. Dazu kam es jedoch nicht. 

Martin Sellner, Mitglied der "Identitären Bewegung" und an der Aktion beteiligt, verteidigte sich auf Twitter. "Wir haben sie [die Crew] nicht im Stich gelassen. Wir haben nach Ende unserer bezahlten Charter das Schiff verlassen", schrieb er. Außerdem warf er ihnen indirekt Sabotage vor und behauptet, täglich mit ihnen in Kontakt zu stehen.

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Dieser Artikel ist zuerst bei SPIEGEL ONLINE erschienen.


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