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12.07.2018, 08:29 · Aktualisiert: 12.07.2018, 11:50

3 wichtige Zitate

Horst Seehofer hat sich zu den Rücktrittsforderungen und seiner Bemerkung über die Abschiebungen nach Afghanistan geäußert (bento). Er bedaure den Suizid eines jungen afghanischen Asylbewerbers, sagte er am Mittwochabend. Seine Aussage zu den Abschiebungen bedauere er aber nicht.


Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein aus Deutschland abgeschobener afghanischer Asylbewerber sich nach seiner Rückkehr in Kabul das Leben genommen hat. Er gehörte zu den 69 Afghaninnen und Afghanen, die am 69. Geburtstag von Horst Seehofer abgeschoben wurden.

Einen Tag zuvor hatte Seehofer seinen "Masterplan Migration" vorgestellt und mit verschmitztem Gesicht zu den Abschiebungen gesagt:

Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 - das war von mir nicht so bestellt - Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war.
Horst Seehofer

Für diesen Spruch wird der CSU-Chef seit Dienstag scharf kritisiert. Mehrere Politiker und Politikerinnen der FDP, Linken und Grünen forderten den Rücktritt Seehofers. Auch Juso-Chef Kevin Kühnert findet Seehofers Rücktritt längst überfällig, schreibt er auf Twitter.

Horst Seehofer hat am Mittwochabend in Innsbruck mit Unverständnis auf die Rücktrittsforderungen reagiert.

Da sag' ich gar nix dazu, weil ich sie einfach nicht verstehe.
Horst Seehofer

Er äußerte sich auch zum Suizid des aus Deutschland abgeschobenen Afghanen. Der Mann sei dem Innenministerium von der Stadt Hamburg für die Abschiebung gemeldet worden.

"Die Bundesländer führen uns diese Personen zu, und wir unterstützen die Bundesländer bei diesen Abschiebungen." Man müsse die Hamburger Behörden fragen, "warum sie diese Person vorgeschlagen haben". Zum Suizid des Afghanen sagte er:

Das ist zutiefst bedauerlich, und wir sollten damit auch sachlich und rücksichtsvoll umgehen.
Horst Seehofer

Seine Bemerkung zu den 69 Abschiebungen bedauere er nicht. Er habe von dem Suizid nichts gewusst, das sei erst danach bekannt geworden. Er habe am Dienstag gesagt: "Wie das Leben oft so spielt. Hab sogar noch dazu gesagt: nicht organisiert. Und dann wird da etwas draus gemacht."

Mit Material von dpa


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PayPal fordert in automatisiertem Brief 3.600 Euro – von einer Verstorbenen

12.07.2018, 07:00 · Aktualisiert: 11.07.2018, 19:13

3 Fragen, 3 Antworten

Automatisierte E-Mails oder Briefe des Zahlungsdienstleisters PayPal erhält jeder Kunde regelmäßig. Auch die Britin Lindsay Durdle war Kundin des Unternehmens. Die 37-Jährige erlag am 31. Mai 2018 ihrer Krebserkrankung. (BBC)

Howard Durdle benachrichtigte PayPal ordnungsgemäß vom Tode seiner Ehefrau. Die automatisierte Antwort darauf hätte er aber lieber nicht bekommen.