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H&M schließt Läden in Südafrika nach Protesten

14.01.2018, 11:37

Die Aufregung um ein Foto im Online-Shop der Modekette H&M hält an: Seit sich im Netz ein Screenshot verbreitet hat, auf dem ein dunkelhäutiger Junge einen Pulli mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the Jungle" trägt, sieht sich das Unternehmen Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt.

In Südafrika kam es am Samstag vor sechs H&M-Filialen zu Protesten. Einige Demonstrierende gingen auch in die Läden hinein und verwüsteten diese teilweise. H&M schloss daraufhin vorübergehend alle Filialen im Land. Mitarbeiter oder Kunden wurden dem Unternehmen zufolge nicht verletzt. In einem Fall setzte die Polizei Gummigeschosse gegen die Demonstrierenden ein. (SPIEGEL ONLINE)

Darum geht es:

Hinter den Protesten stehen die "Economic Freedom Fighters", eine linke Aktivistengruppe. Deren Sprecher, Mbuyiseni Ndlozi, sagte zu News24: "Die Zeit der Entschuldigung für Rassismus ist vorbei. Es muss Konsequenzen für Rassismus geben, Punkt." Die Gruppierung sieht H&M als "rassistischen Laden".

Dieses Video zeigt einen der Proteste in Pretoria: Eine Gruppe Menschen zieht singend durch eine Einkaufspassage, auch umgekippte Schaufensterpuppen und umgeworfene Kleiderständer sind zu sehen.

Andere Aufnahmen zeigen Menschen, die mit Schildern vor Filialen stehen – auf diesen steht beispielsweise "Survival Expert". Damit spielen die Demonstrierenden darauf an, dass es im Online-Shop ein weiteres Foto von einem hellhäutigen Jungen gab, dessen T-Shirt ihn als Überlebensexperten auswies.


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