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Wie sich Guams Einwohner beim Nuklearangriff verhalten sollen

12.08.2017, 17:21 · Aktualisiert: 12.08.2017, 17:43

Bitte keinen Hairconditioner verwenden

Guam ist eine kleine Insel im Pazifik mit rund 160.000 Einwohnern. Touristen aus Japan, Südkorea, China und Taiwan genießen hier Traumstrände bei 31 Grad unter Palmen. Jetzt geben die Behörden Hinweise, was im Falle eines atomaren Angriffs zu tun sei.

Denn die Insel liegt rund 3400 Kilometer südöstlich von Nordkorea – und gehört zu den USA. Ein Militärstützpunkt macht ein Drittel der Insel aus. U-Boote und Kampfbomber starten von hier Missionen.

Nun hat Nordkorea damit gedroht, Raketen in Richtung Guam abzufeuern. Vier Mittelstreckenraketen könnten 30 bis 40 Kilometer von der Insel entfernt ins Meer stürzen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit einem vernichtenden Angriff gedroht.

Auf der Insel bereitet man sich nun auf das Schlimmste vor: Mit einem Flyer fordern die Behörden die Menschen auf, für einen atomaren Angriff zu planen. Vorräte für zehn Tage solle man sich anlegen und sich in der näheren Umgebung nach geeigneten Schutzräumen umsehen.

Völlig überraschend kommen diese Warnungen nicht. Schon Kinder in der Schule bekommen beigebracht, dass Nordkorea eine ständige Gefahr sei. Eine von Nordkorea abgefeuerte Rakete könnte binnen 14 Minuten Guam erreichen.

Die nun ausgeteilten Warnhinweise enthalten Tipps wie:

  • Im Falles eines atomaren Angriffs drinnen Schutz suchen.
  • Nicht in den Lichtblitz oder in den Feuerball gucken, um nicht zu erblinden.
  • In Deckung gehen und flach auf den Boden legen.
  • 24 Stunden nicht nach draußen gehen.
  • Wer während einer nuklearen Explosion draußen war, soll sich umziehen und Kleidung in einem Plastikbeutel verschließen.
  • Außerdem mit viel Wasser und Seife duschen - aber keinen Hairconditioner verwenden, der würde radioaktive Partikel an das Haar binden.

Der Gouverneur der Insel, Eddie Calvo, sprach am Freitagabend von keiner neuen Bedrohungslage. Bis auf diese Sachen mit den Raketen. Aber keine Panik: Falls die Sirenen heulen und ein Lichtblitz am Himmel erscheint: einfach nicht reingucken.

Donald Trump versprach dem Gouverneur in einem Telefonat sogar steigende Touristenzahlen: Guam sei jetzt in den Medien. Wenn sich die Lage erst beruhigt habe, sei die Auslastung der Hotels nicht mehr 95 Prozent, sondern 110 Prozent. Wenn denn die Raketen nur ins Wasser fallen.

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Haha

Das hier hat jeder erlebt, der schon mal im Abiurlaub war

12.08.2017, 16:41 · Aktualisiert: 13.08.2017, 17:46

Es ist der Anfang vom Ende. Nach zwölf Jahren lästigem Schulstress ist sie endlich da, die eine Woche, auf die du dein ganzes Leben hingeackert hast.

Ob Ballermann oder Goldstrand, im Abiurlaub kannst du die Strapazen endlich vergessen. Ihr versprecht euch, das wird die beste Zeit.