Bild: Pixabay

Today

Ungewollte Geschenke umtauschen - geht das auch ohne Bon?

26.12.2017, 17:22 · Aktualisiert: 27.12.2017, 08:27

Klären wir das – ein für alle Mal!

Tante Rita hat es gut gemeint. Aber was sollen wir anfangen mit dem viel zu bunt gemusterten Schal? Mit der Silbermond-CD, die so gar nicht zu unseren Spotify-Playlists passt? Mit den Salz- und Pfefferstreuern in Engelsform?

Um den Weihnachtsfrieden zu wahren, lächeln wir, bedanken uns – und fragen uns insgeheim: Können wir das irgendwie umtauschen? Auch ohne Bon? Die Antwort auf diese Frage hat uns Michelle Jahn von der Verbraucherzentrale NRW gegeben.

Haben wir grundsätzlich ein Recht auf Umtausch?

Direkt gesagt: Nein, leider nicht. "Es gibt kein gesetzliches Recht auf den Umtausch von Waren, die man nach dem Kauf doch nicht behalten möchte“, sagt Michelle Jahn.

Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Verkäufers.
Michelle Jahn

Jeder Händler kann festlegen, ob er Ware zurück nimmt, wie lange er das tut – und ob der Kassenbon zwingende Voraussetzung ist. Auch ob wir Geld zurück bekommen oder nur gegen ein anderes Produkt umtauschen können, hängt vom Verkäufer ab.

Wenn wir etwas zurückgeben wollen, sollten wir also erst unsere Chancen checken und uns auf der Website des entsprechenden Ladens erkundigen.

Geht denn ohne Bon gar nichts?

Natürlich stehen die Chancen schlecht, wenn wir nur den geschenkten Pulli dabeihaben und keinen Nachweis darüber, wann und wo er gekauft wurde. "Wenn der Umtausch nur dann möglich ist, hat der Kunde kein Recht auf Umtausch ohne Kassenbon“, stellt Michelle Jahn klar. Doch ganz unmöglich ist es nicht: Es gibt immer wieder Händler, die – gerade nach Weihnachten – so kulant sind, dass sie Ware auch ohne Bon zurücknehmen. Bei selbstgekauften Produkten hilft oft übrigens auch der EC-Karten-Beleg, wenn wir den Bon verloren (und mit Karte gezahlt) haben. Auch ein Kontoauszug mit der entsprechenden Zahlung kann den Umtausch möglich machen.

Was erhöht unsere Chancen?

Ganz wichtig: Das ungeliebte Geschenk ist erkennbar unbenutzt und am besten noch originalverpackt. Vielleicht hängt sogar noch ein Etikett des Herstellers dran? Das steigert unsere Verhandlungsposition deutlich. Am besten ist es, wenn klar zu erkennen ist, wo das Geschenk gekauft wurde: Bei Produkten, die es theoretisch bei vielen verschiedenen Händlern gibt, stehen die Chancen schlechter als bei Eigenmarken großer Ketten. Wenn wir einen Schal von H&M oder Zara bekommen haben, der bestenfalls noch in den Geschäften hängt, sieht es ganz gut für uns aus.

Manche Händler haben es sogar zur Geschäftspolitik gemacht, beim Umtausch besonders großzügig zu sein: Zum Beispiel kann man Einkäufe von Ikea oder Decathlon 365 Tage lang umtauschen – allerdings braucht man dafür im Normalfall einen Bon. Vor allem nach Weihnachten gibt es auch bei vielen anderen Verkäufern Sonderaktionen: Oft wird die normale Umtauschfrist verlängert, sodass wir nicht sofort am 27. Dezember losziehen müssen.

Wie sieht es mit kaputter Ware aus?

Wenn das Glätteisen nicht heiß wird oder die Kaffeemaschine nach verbranntem Gummi riecht, dann geht es nicht um einen Umtausch, sondern um Reklamation. "Hat das Produkt einen Fehler, hat der Käufer bestimmte gesetzliche Rechte, die so genannten Gewährleistungsrechte“, sagt Michelle Jahn.

Hier müssen wir nicht auf das Entgegenkommen der Händler hoffen, sondern können auf unsere Ansprüche bestehen: "Der Käufer kann die Lieferung eines mangelfreien Produkts oder die Reparatur des mangelhaften Produkts verlangen.“

Und wie läuft es bei Online-Käufen?

Grundsätzlich haben wir als Kunden besondere Ansprüche, wenn wir bei Amazon, Zalando und Co. eingekauft haben.

Kauft man Ware online, besteht in vielen Fällen ein zweiwöchiges Widerrufsrecht
Michelle Jahn

"Durch Widerruf kann man den Kauf ohne Angabe von Gründen rückgängig machen“, sagt Michelle Jahn. Der Nachteil: Nur der Käufer selbst kann den Widerruf aussprechen und das Gekaufte somit problemlos umtauschen. Hier müssen wir dem Schenker also beichten, dass er nicht unseren Geschmack getroffen hat – ansonsten sieht es bei online gekauften Waren schlecht für uns aus.

Wann ist ein Umtausch (fast) unmöglich?

Vermutlich müssen wir das Geschenk behalten, wenn es auf dem Weihnachtsmarkt gekauft wurde und wir keine Ahnung haben, wie wir den Händler jemals wiederfinden. Außerdem kommt es auf die Art des Geschenks an: Kosmetikprodukte sind aus hygienischen Gründen in der Regel vom Umtausch ausgeschlossen, genau wie Unterwäsche und alles aus dem erotischen Bereich – zum Beispiel Sex-Spielzeug. Auch Lebensmittel wie Wein oder Delikatessen können normalerweise nicht umgetauscht werden, das gilt auch für die meisten Konzertkarten und andere Event-Tickets.


Haha

Tinder-Sprüche: "Wie oft funktioniert das so im Schnitt?"

26.12.2017, 16:00 · Aktualisiert: 27.12.2017, 08:34

Auf Tinder lässt sich beobachten, zu welchen kreativen Leistungen das männliche Geschlecht in der Lage ist, wenn auch nur eine vage Aussicht auf Sex besteht. Die heftige Fails und mehr oder weniger charmante Versuche sammelt die Seite TinderWahnsinn.

Hier ist eine aktuelle Auswahl: